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Seit 25 Jahren organisiert die „Gesellschaft für gute Nachbarschaft zu Polen“ Touren durchs Nachbarland – Mitradeln ist erwünscht

Gesellschaft für gute Nachbarschaft
Wir fahren nach Lodz – aber mit dem Fahrrad

Verfallene Burg aus Kalkstein:  Der Krakau-Tschenstochauer Jura ist ein Gebirgszug im südlichen Polen.
Verfallene Burg aus Kalkstein:  Der Krakau-Tschenstochauer Jura ist ein Gebirgszug im südlichen Polen. © Foto: Mirko Buggel
Dietrich Schröder / 31.01.2019, 07:00 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Das stolze Krakau mit dem Königsschloss auf dem Wawel, die alte Hansesstadt Danzig mit ihren Bernsteinschätzen oder das oberschlesische Opole  – all diese und auch zahlreiche weniger bekannte Orte in Polen hat Mirko Buggel schon mit dem Fahrrad angesteuert.

„Selbst bis zur 1602 Meter hohen Schneekoppe sind wir geradelt, haben den Gipfel dann aber doch zu Fuß erklommen“, berichtet der 62-jährige Cottbuser.

Mehr als 22­­ 000 Kilometer seien bei den Etappentouren seit 1993 zurückgelegt worden, heißt es in der Statistik der „Gesellschaft für gute Nachbarschaft mit Polen“, die die Fahrten organisiert. Das Besondere darin ist, dass sie gemeinsam mit polnischen Freizeitsportlern stattfanden.

„Der Volkssportverein LZS aus Gorzów ist unser Partner“, erzählt Buggel. Denn nicht nur das Radeln, sondern auch das Erkunden der Landschaft und vor allem die Begegnung mit Menschen stehen im Vordergrund. „Gerade in kleineren Orten wurden wir oft schon spontan zum Kaffee eingeladen. Man hat uns versteckte Badeseen gezeigt, oder abends ging es in Warschau in die Disco.“

Und immer wieder gab es Neues zu entdecken:  vor drei Jahren etwa das Krakau-Tschenstochauer Jura – ein kleines Gebirge ganz in der Nähe der Großstadt. Durch das Karstwasser zweier Flüsse ist dort eine seltsame Landschaft entstanden – mit steilwandigen Schluchten und verwitterten Felsen.

Im vergangenen Jahr war man ganz im Osten Polens unterwegs, entlang der Grenzen zur Ukraine und Weißrussland. „Der Green-Velo-Radweg dort ist in hervorragendem Zustand. Er führt durch Wälder und an Burgen und Flüssen entlang – ein Geheimtipp“, schwärmt Buggel.

Auch in diesem Jahr wird es zunächst eine Etappentour geben, die am 15. Juni im Grenzort Slubice startet. „Wir fahren nach Lodz, aber mit dem Fahrrad“, sagt Buggel in Anspielung auf den Vicky-Leandros-Song. Nach sieben Tagen, an denen in wechselnden Quartieren  übernachtet wird, und  470 Kilometer Gesamtstrecke soll die zweitgrößte Stadt Polens erreicht werden.

Die alte Textilstadt Lodz hat aus wirtschaftlichen Sorgen nach 1989 eine Tugend gemacht. Fabrikgebäude wurden zu Veranstaltungsorten, Museen und Einkaufszentren. Die Piotrkowska-Straße  ist der längste Fußgängerboulevard Europas  mit zahlreichen Bars und Klubs, oft verborgen in Hinterhöfen.

„Wir fahren nicht auf belebten Straßen und teilen uns in Gruppen unterschiedlicher Leistungsstärke auf. Keiner wird zurückgelassen“, wirbt der Organisator. Denn noch werden Mitstreiter gesucht, genau wie für das einwöchige Radcamp in Mielno ab 3. August. Vom dortigen Quartier, das sich auf einer Landzunge zwischen Ostsee und  Jamnosee befindet, wird es Tages-Radtouren in die Region geben. „Dort kann man auch mal die Füße hochlegen“, sagt Buggel. Die Teilnahme an den nichtkommerziellen Fahrten kostet 500 beziehungsweise 450 Euro. Unterbringung, Verpflegung sowie Gepäcktransport sind eingeschlossen.

Kontakt/Anmeldungen:  Email: m.buggel@guteNachbarn.de, mobil: 0176 78300422

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