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Kleinen durchsichtigen Aale sind sieben Zentimeter groß und wiegen 0,3 Gramm

Anglerverband
Gewimmel an Talsperre: Fischer setzen Glasaale aus

Marcel Weichenhan, Pressesprecher vom Landesanglerverband Brandenburg e.V., zeigt an der Talsperre Spremberg junge Glasaale in einer speziellen Transportbox. Insgesamt werden innerhalb von acht Tagen 4 Millionen Glasaale mit einem Gewicht von zusammen über einer Tonne in die von den Anglern betreuten Gewässer Brandenburgs entlassen. Ein Anlaufpunkt für den Besatz ist die Talsperre in Spremberg.
Marcel Weichenhan, Pressesprecher vom Landesanglerverband Brandenburg e.V., zeigt an der Talsperre Spremberg junge Glasaale in einer speziellen Transportbox. Insgesamt werden innerhalb von acht Tagen 4 Millionen Glasaale mit einem Gewicht von zusammen über einer Tonne in die von den Anglern betreuten Gewässer Brandenburgs entlassen. Ein Anlaufpunkt für den Besatz ist die Talsperre in Spremberg. © Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB
dpa / 28.02.2019, 12:46 Uhr - Aktualisiert 28.02.2019, 14:49
Spremberg (dpa) Es ist jedes Jahr ein besonderes Schauspiel: Millionen Glasaale werden in brandenburgische Gewässer gesetzt. Zuvor hat die Reise der kleinen durchsichtigen Fische nach Europa Jahre gedauert.

An der Talsperre Spremberg wimmelt es am Donnerstag nur so von Fischen: Angler haben dort mehr als eine halbe Million Glasaale ausgesetzt. „Das ist jedes Jahr immer eine Menge Arbeit, denn die Fische werden von Booten aus verteilt“, sagte Marcel Weichenhan vom Landesanglerverband Brandenburg. Er half mit, sie ins Wasser zu lassen.

Die kleinen durchsichtigen Aale sind nach Angaben des Verbandes zirka sieben Zentimeter groß und wiegen 0,3 Gramm. „Sie haben bereits eine lange Reise hinter sich“, erklärte Binnenfischer und Verbandsmitglied Manfred Leopold. Geboren in der Sargassosee im Atlantik, brauchten sie mit Hilfe des Golfstroms drei Jahre für die Überquerung zu den europäischen Küsten. Dort werden die Aale jedes Jahr abgefischt und ins europäische Binnenland gebracht.

Insgesamt haben Berufsfischer und Angler in den vergangenen acht Tagen von Prenzlau im Norden Brandenburgs bis nach Bad Liebenwerda im Süden vier Millionen Glasaale in Gewässer entlassen, wie es vom Landesanglerverband hieß. „Ohne Besatz durch die Angler wäre der Aalbestand in Brandenburg in einem weitaus schlechteren Zustand als heute“, sagte Leopold. Der Aalbesatz wird unter anderem aus der Fischereiabgabe und aus Förderprogrammen der Europäischen Union und des Landes Brandenburg finanziert.

Nicht nur seine außergewöhnliche Form mache den Aal zu einer der faszinierendsten Fischarten auf der Welt, meinte Leopold. Vor allem seine Fortpflanzung sei immer noch ein Mysterium. Aale laichen in der Sargassosee in etwa 500 Meter Tiefe.

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