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46 Millionen Euro für Gleise und Bahnhofsvorplätze

Brandenburg rüstet auf: Das Land investiert 46 Millionen Euro in Bahnhöfe, Gleise und Züge.
Brandenburg rüstet auf: Das Land investiert 46 Millionen Euro in Bahnhöfe, Gleise und Züge. © Foto: Patrick Pleul/dpa
Ulrich Thiessen / 22.03.2019, 08:00 Uhr - Aktualisiert 22.03.2019, 08:05
Potsdam (MOZ) Für 46,2 Millionen Euro werden in diesem Jahr Bahnsteige umgebaut, Vorplätze umgestaltet, Fahrradstellplätze errichtet oder Strecken neu geplant. Insgesamt 73 Vorhaben werden angegangen, erklärte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) in Potsdam.

Ein Musterbeispiel dabei ist Oranienburg, wo der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet wird. Die Aufenthaltsqualität soll sich verbessern und dem Busverkehr wird mehr Platz eingeräumt. Ein Fahrradparkhaus wurde bereits im August 2018  eingeweiht. Laut Schneider kann es nicht darum gehen, im Berliner Umland immer mehr Parkplätze für Berlin-Pendler zu schaffen. Die Eingangsbereiche der Städte dürften nicht mit Tausenden Autos zugestellt werden, sagte Schneider. Statt dessen seien Projekte notwendig, die Verkehrslösungen mit Stadtentwicklung kombinieren und dabei auch das Wohnumfeld von Bahnhöfen aufwerten.

Neben Oranienburg wird in diesem Jahr weiter am Hauptbahnhof Cottbus gebaut, in Eisenhüttenstadt das Bahnhofsumfeld verändert und Park- und Radplätze geschaffen und in Erkner soll der Umbau des Busbahnhofs beendet werden. In Werneuchen ist vorgesehen, in diesem Jahr das Bahnhofsumfeld zu erweitern und in Frankfurt-Rosengarten der Bahnsteig verlängert werden.

Landesgeld fließt zudem in Planungsarbeiten, die in den kommenden Jahren dichtere Taktfolgen oder neue Strecken ermöglichen sollen. So werden die Ausweichstellen auf der Strecke zwischen Hennigsdorf und Neuruppin geplant, die für den lang ersehnten 30-Minutentakt erforderlich sind. Für die Wiederinbetriebnahme der Stammstrecke der Heidekrautbahn von Berlin Wilhelmsruh nach Schönwalde gehen die Planungen weiter.

Gleiches gilt auch für den zweigleisigen Ausbau der Bahnverbindung zwischen Lübbenau und Cottbus. Das derzeitige Nadelöhr zu beseitigen, ist eine der Kernforderungen zur Entwicklung der Lausitz. Auch für den Bahnhof Königs Wusterhausen, einer weiteren Engstelle in Richtung Cottbus, beginnen die Planungen. In Rangsdorf am südlichen Berliner Ring laufen die Vorarbeiten für die Verlängerung der S-Bahn. Dort wartet der Triebwerkshersteller Rolls Royce auf einen besseren Anschluss.

Schneider betonte, dass all die Planungen noch keine Aussage über den Baubeginn beinhalten. Die Hoheit über die Planfeststellungsverfahren liegt beim Eisenbahn-Bundesamt.

Erste Verbesserungen für Pendler treten am 1. April dieses Jahres in Kraft. Dann werden 21 zusätzliche Doppelstockwagen und  vier Loks zum Einsatz kommen. Sie werden vor allem auf den Strecken Richtung Nauen und zwischen Bad Belzig und Berlin-Schönefeld im Berufsverkehr die jetzige Kapazität um insgesamt 1000 Sitzplätze erweitern.

Zwischen dem 18. April und dem 6. Oktober werden außerdem mehr Züge Richtung Wittstock/Dosse fahren. Damit soll der erhoffte Besucheransturm auf die diesjährige Landesgartenschau bewältigt werden. (thi)

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