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Filmstudio
Wiedersehen mit Freude - Letzte Drehtage beim zweiten Jim-Knopf-Film

Die Schauspieler Solomon Gordon (l.) und Henning Baum stehen bei Dreharbeiten von "Jim Knopf und die Wilde 13" nebeneinander.
Die Schauspieler Solomon Gordon (l.) und Henning Baum stehen bei Dreharbeiten von "Jim Knopf und die Wilde 13" nebeneinander. © Foto: Jörg Carstensen/dpa
dpa / 22.05.2019, 16:19 Uhr
Potsdam Es dampft und es knattert, da kommt Dampflok Emma angefahren. Es ist das erste Wiedersehen nach langer Reise mit Lokomotivführer Lukas und die Freude ist kaum zu übersehen. "Emma, meine dicke alte Emma", ruft Lukas. Und der Dampflok-Dame entweicht ein freudiges "Hup".

Im Brandenburger Studio Babelsberg werden derzeit die Dreharbeiten für die Verfilmung von Michael Endes Kinderbuchklassiker "Jim Knopf und die Wilde 13" abgeschlossen. Noch bis Freitag wird am Film-Set von Lummerland in Potsdam gedreht. Nach "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer", der 2018 in den Kinos startete, habe der zweite Teil "mehr Action, mehr Abenteuer", verriet Henning Baum ("Der letzte Bulle"), der den Lukas spielt, am Mittwoch in Potsdam.

Der zweite Teil des Abenteuers mit dem Jungen Jim Knopf (Solomon Gordon), dem gutmütigen Lukas und der wilden Piratenbande soll im Oktober 2020 in die Kinos kommen. Darin begeben sich der Waisenjunge und Lukas wieder auf eine abenteuerliche Reise. Jim ist noch mehr getragen von der Frage: Wo kommt er eigentlich her? Die beiden begegnen Meerjungfrauen und der wilden Piratenbande, gespielt von Rick Kavanian ("Der Schuh des Manitu"), die noch immer ihr Unwesen treibt. Doch Jim und Lukas können sie bezwingen und das von Stürmen umtoste Land, das nicht sein darf, auf dem die Piraten hausen, geht unter. Endlich kann Jim das Geheimnis um seine Herkunft lösen.

Die Realverfilmung habe an dem Klassiker von Ende bis auf ein paar Details nicht viel verändert, sagte Drehbuchautor Dirk Ahner ("Blue - Verschollen in der Lagune") am Set. So wird Prinzessin Li Si (Leighanne Esperanzate) mutiger. Im Original aus den 60ern sei sie eben "ein Produkt dieser Zeit", sagte Ahner. In der Verfilmung sei die Prinzessin moderner: "Unsere Li Si ist eine mutige Kämpferin".

Mit rund 20 Millionen Euro haben die Filmemacher rund fünf Millionen Euro weniger für die Produktion des zweiten Teils ausgegeben. "Vieles war ja schon vorhanden", sagte Produzent Christian Becker ("Der letzte Bulle", "Fack ju Göhte"). Das Lummerland-Set stehe bereits seit 2017 im Filmpark. Und auch Dampflok-Dame Emma war bereits gebaut. Die sieben Tonnen schwere Lok habe mehrere hunderttausend Euro gekostet. Heizungsrohre, angesprühte Feuerlöscher und zwei Tonnen Batterien habe man unter anderem für die schicke schwarze Dampflok verwendet. Im Kessel vorne ist eine kleine Kabine, in der der Fahrer mit vielen Monitoren ausgestattet ist und die Lok steuern kann.

Seit Montag letzter Woche ist die Film-Crew zurück im Lummerland. Hier wurde auch der erste Teil größtenteils gedreht. "Es ist toll wieder hier zu sein", sagte Schauspieler Baum. Alles sei an seinem Platz. Das Regenwetter ist für Regisseur Dennis Gansel ("Die Welle", "Männerherzen") derzeit die größte Herausforderung. Für die Fans des Lummerland-Abenteuers kündigte Gansel an: Der zweite Teil sei "noch mehr Abenteuer. Aber auch einen Hauch mehr erwachsener."

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