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zu Pannen bei der Landpartie
Anti-Reklame fürs Land

Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe © Foto: LR
Meinung
Benjamin Lassiwe / 12.06.2019, 20:16 Uhr
Cottbus (LR) Für Brandenburgs Landwirte waren die letzten Jahre nicht unbedingt ein Zuckerschlecken.

Dürre, Missernten und ein immer geringeres Verständnis für die Anliegen des Berufsstands in der Öffentlichkeit. Da ist es grundsätzlich erst einmal gut, dass es die Landpartie gibt. Dass Städter aus Berlin, aber vielleicht ja auch aus Dresden und Hamburg kennenlernen, wie das oft romantisierte Landleben wirklich ist. Nur: So stümperhaft, wie die Brandenburger Landpartie derzeit vorbereitet wird, darf es damit nicht weitergehen. Wenn der Minister in der Pressekonferenz ankündigt, am Eröffnungstag eine Schnapsbrennerei im Spreewald zu besuchen, das Programmheft diese aber fälschlicherweise als "geschlossen" verzeichnet, hat irgendjemand irgendwo geschlafen. Was vielleicht sogar noch irgendwie entschuldbar ist. Kleine Pannen können schließlich überall passieren. Aber wenn bei zahlreichen Höfen als Anreiseempfehlung Bushaltestellen genannt werden, die am Wochenende gar nicht bedient werden, dann ist das nicht nur hochnotpeinlich. Denn jeder Ausflügler, der mit dem Heft in der Hand an einer Haltestelle steht, ohne an sein Ziel zu kommen, ist das genaue Gegenteil von dem, was die Landpartie eigentlich bewirken soll: nämlich Anti-Reklame für das Leben auf dem Land.

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