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Uneinigkeit
Was hilft bei Waldbränden - Flugzeug oder Hubschrauber?

Ein Hubschrauber der Bundespolizei nimmt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter nahe Jüterbog Wasser auf.
Ein Hubschrauber der Bundespolizei nimmt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter nahe Jüterbog Wasser auf. © Foto: dpa/ZB/Julian Stähle
Ulrich Thiessen / 14.06.2019, 10:00 Uhr
Potsdam (MOZ) Das Thema Waldbrände löste am Donnerstag im Landtag eine hitzige Debatte in der letzten Aktuellen Stunde in dieser Wahlperiode aus. CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben plädiert in der Runde für den Aufbau einer Löschflugzeugstaffel. Nach seinen Angaben plane die EU einen weiteren Löschstützpunkt  nördlich der Alpen. Brandenburg müsse sich um das Vorhaben bewerben, forderte der CDU-Politiker. Vor allem, weil das waldreiche Land als besonders gefährdet gelte. 75 Prozent der Kosten würden von der EU getragen. Als Standort wäre die Gemeinde Welzow (Spree-Neiße) mit Flugplatz und See geeignet.

Die SPD sprach sich gegen eine Löschflugzeugstaffel aus. Mitglieder der Partei bezweifelt die Eignung des Flugplatzes und des Sees. Einzig der künftige Ostsee in Cottbus sei groß genug zum Wasserfassen, sagte Inka Gossmann-Reetz. Innenminister Karl-Heinz Schröter  (SPD) erklärte, man habe mit den Hubschraubern der Bundeswehr in Elbe-Elster und der Bundespolizei im Barnim gute Erfahrungen gemacht. Sie stünden bei Waldbränden zur Verfügung. Außerdem seien sie wendig und hätten jüngst beim Waldbrand bei Jüterbog (Teltow-Fläming) alle drei Minuten Wasser abgeworfen.

Schröter warnte zudem vor den Betriebskosten einer Fliegerstaffel. Außerdem hatte sich Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in der vergangenen Woche an das Bundesverteidigungsministerium gewandt. Er bat darum, künftig nur noch neue Hubschrauber anzuschaffen, die auch bei Waldbränden eingesetzt werden können.

Péter Vida (BVB/Freie Wähler) verwies darauf, dass von den 114 Großhubschraubern der Bundeswehr nur 34 einsatzfähig seien und nicht alle Piloten für die Brandbekämpfung geschult seien. Der Einsatz aus der Luft müsse verstärkt werden, nicht zuletzt wegen der hohen Munitionsbelastung der Wälder. Die Grünen lobten die technische Ausrüstung der Feuerwehren. Benjamin Raschke beklagte jedoch, dass zu wenig für den Waldumbau getan werde.

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