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E-Sports-Gewinn
YouTube-Star "HandOfBlood" spendet Tausende Euro an das Tierheim Berlin

Tierfreund: Influencer Max Knabe hat selbst einen Hund aus dem Tierheim bei sich aufgenommen.
Tierfreund: Influencer Max Knabe hat selbst einen Hund aus dem Tierheim bei sich aufgenommen. © Foto: Annette Rost/Tierheim Berlin
Maria Neuendorff / 30.07.2019, 07:30 Uhr
Berlin (NBR) Der Berliner YouTube-Star "HandOfBlood", Max Knabe, genannt Hänno, hat am vergangenen Wochenende bei einem der weltweit größten E-Sports-Turniere mitgezockt und mit seinem Team 250 000 US-Dollar gewonnen. Seinen persönlichen Anteil von 62 500 Dollar spendet der 27-Jährige nun dem Tierheim Berlin. "Mir liegt das Wohlbefinden von Tieren generell sehr am Herzen", sagt Knabe.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Spandauer der Einrichtung in Falkenberg unter die Arme greift. Über eine Internet-Spenden-Plattform hat Knabe gemeinsam mit anderen Influencern schon mehrfach Geld für das Tierheim gesammelt. "Ich sehe es als meine Pflicht an, Tieren zu helfen, wo ich kann", so der junge Mann, der  mit Youtube bekannt wurde. Nach einem Rundgang vor Ort entschied er sich im August vergangenen Jahres selbst dazu einen  Hund zu adoptieren.

Mischlingswelpen adoptiert

"Er hat sich lange umgeschaut und vorher gut informiert", erinnert sich Tierheim-Sprecherin Annette Rost. "Mit Falko war es dann Liebe auf den ersten Blick." Der Mischlingswelpe, der in einem Karton auf der Schönhauser Allee gefunden wurde, sei sofort auf Knabe angesprungen. "Er hat sich gleich an ihm orientiert."

Der Youtuber, der zudem E-Sport-Shows moderiert, will mit seiner Spende nach eigenen Angaben auch Öffentlichkeitsarbeit für das Tierheim machen. "Ich mache das auch, in der Hoffnung, dass ich ein wenig Einfluss auf andere Leute nehmen kann, die es mir gleich  tun."

Das größte und modernste Tierheim Europas ist dringend auf Spenden angewiesen. Der Betrieb wird unter anderem aus den Beiträgen der rund 15 000 Mitglieder finanziert.  Erstmals in seiner 180-jährigen Geschichte bekam der Berliner Tierschutzverein 2018 sowie in diesem Jahr 300 000 Euro aus dem Landeshaushalt. "Die Unterstützung bekommen wir aber nicht regelmäßig und das Geld ist auch nicht im Geringsten ausreichend", erklärt Rost.  Derzeit lägen die Gesamtkosten bei 8,9 Millionen Euro im Jahr. In dem Heim an der nordöstlichen Berliner Stadtgrenze leben rund 1400 Tiere. "Vom Affen bis zum Zebrafinken". Aber es gibt auch Hühner, die in Wohnungen gehalten wurden, oder ein Ferkel, das einem Immobilienmakler als Schmähgeschenk vor die Tür gestellt wurde. Im Tierheim lebt auch ein großer grüner Leguan, dessen Besitzer gestorben ist, oder eine 2,60 Meter lange Würgeschlange, die auf dem Tierheimparkplatz ausgesetzt wurde. "Es ist heute so wahnsinnig leicht, alle möglichen Tiere über das Internet zu bekommen. Manche werden sogar einfach mit der Post verschickt", berichtet Rost.

Pauschale nach fünf Tagen

So quellen auch die Terrarien in einer der größten Exotenstationen über. Regelmäßig muss umgebaut werden, auch weil EU-Vorgaben inzwischen verbieten, besondere Schildkrötenarten an Privatbesitzer zu geben, und diese bei Weitergabe automatisch im Tierheim landen.

Das gilt auch für die vielen Hunde und Katzen, die in Berlin ausgesetzt oder eingefangen werden. Nach fünf Tagen in der amtlichen Sammelstelle des Landes Berlin geht das Fundtier in den Besitz des Tierheims über und bekommt für die Verpflegung eine Pro-Kopf-Pauschale. Für einen Hund gibt es 23 Euro pro Tag, für eine Katze 15 Euro, für Kleintiere 8 Euro. "Doch auch die Pflegepauschalen sind längst nicht ausreichend, weil sie nur 180 Tage gezahlt werden", erklärt Rost. Aber bis zur Vermittlung eines Hundes in ein neues Zuhause kann es deutlich länger dauern.  "Es gibt aber auch Tiere, die leben seit neun Jahren bei uns", so Rost.

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