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Trockenheit
Lage an Spree und Schwarzer Elster weiter dramatisch

Ein Schild mit der Aufschrift «Schwarze Elster» ist vor dem ausgetrockneten Flussbett der Schwarzen Elster zu sehen.
Ein Schild mit der Aufschrift «Schwarze Elster» ist vor dem ausgetrockneten Flussbett der Schwarzen Elster zu sehen. © Foto: Tino Plunert/dpa-Zentralbild
dpa / 14.08.2019, 16:59 Uhr - Aktualisiert 14.08.2019, 17:53
Cottbus (dpa) Das Gebot der Stunde ist Wasser sparen: Weil es immer noch nicht genügend geregnet hat, bleibt die Lage in den beiden Flussgebieten Spree und Schwarze Elster weiter angespannt.

Zu dieser Einschätzung kommt die länderübergreifende Arbeitsgruppe "Extremsituation" mit Vertretern aus Berlin, Brandenburg und Sachsen. So wurde am Montag in der Spree in Brandenburg am Unterpegel Leibsch ein Abfluss von 1,87 Kubikmeter pro Sekunde gemessen, wie die Arbeitsgruppe am Mittwoch mitteilte. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im August normalerweise bei 12,8 Kubikmeter pro Sekunde.

Besonders die Schwarze Elster leidet unter der Trockenheit. Ihr Flussbett ist nach Angaben des Brandenburger Umweltministeriums oberhalb von Senftenberg kilometerweit ausgetrocknet. Der Abfluss am Pegel Biehlen 1 unterhalb von Senftenberg betrug am 12. August 0,374 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im August normalerweise bei 1,82.

Wie schon im vergangenen Jahr sind mittlerweile auch viele kleinere Zuflüsse der Spree ausgetrocknet. Betroffen ist beispielsweise die Oelse, mit ihrem 21,7 Kilometer langem Lauf einer der kürzesten Flüsse Brandenburgs, dessen Quelle der Möschensee östlich von Groß Muckrow (Friedland) ist. Große Abschnitte des Flüsschens sind komplett trocken, das gilt auch für den Mündungsbereich in die Spree.

Gestützt werden die Abflüsse und Wasserstände in den Fließgewässern weiterhin durch Abgaben aus den Talsperren und Wasserspeichern in Sachsen und Brandenburg. So wurden aus den sächsischen Talsperren Bautzen und Quitzdorf 2019 bereits 14 Millionen Kubikmeter abgegeben.

Die Arbeitsgruppe rief zum bewussten Umgang mit Wasser auf. Die Talsperren und Speicher in Sachsen und Brandenburg würden deshalb auch weiterhin Ressourcen schonend bewirtschaftet. Die Einschränkungen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs, beispielsweise das Verbot der Entnahme von Wasser aus Flüssen und Seen mittels Pumpe, bleiben bestehen.

So sah das Oegelner Fließ Anfang 2018 aus:

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