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Schusswechsel
Polnischer Gewaltverbrecher von Polizei getötet

Beate Bias, Dietrich Schröder, Andreas Wendt / 11.09.2019, 19:05 Uhr - Aktualisiert 12.09.2019, 14:58
Berlin-Hellersdorf (MOZ) Bei der Fahndung nach einem Gewaltverbrecher ist am Mittwochnachmittag ein Mann auf dem Berliner Ring (A10) von der Polizei erschossen worden.

Der Pole soll wenige Stunden zuvor eine 26-jährige Ukrainerin in seinem Heimatland getötet haben. Die deutschen Beamten wurden von ihren polnischen Kollegen über das Verbrechen informiert, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Beschuldigte in Richtung Westen flieht. Das Fahrzeug des Mannes war zur Fahndung ausgeschrieben worden, sagte Polizeisprecher Torsten Herbst. Kurz nach 15 Uhr wurde eine Streife der Polizeidirektion Ost dann auch auf den gesuchten Mazda aufmerksam. Sie stoppten das Fahrzeug.

Daraufhin soll der Tatverdächtige nach Angaben des Sprechers mit einer Waffe „umhergefuchtelt“ und auf die Beamten gezielt haben. „Sie haben ihn noch angebrüllt“, beschrieb Herbst die nächsten Sekunden. Dann gaben sie mehrere Schüsse auf das Fahrzeug ab. Der Tatverdächtige soll dabei getötet worden sein. Bislang ist die Identität des Mannes nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird aber, dass es sich um Pawel R. handelt. Der Pole soll wenige Stunden zuvor die junge Ukrainerin in einer Wäscherei getötet haben. Nach Informationen dieser Zeitung durch einem Kopfschuss. Vermutlich geht es um eine Beziehungstat. Das Opfer soll die Annäherungsversuche des Täters abgewiesen haben. Über nähere Umstände des Verbrechens machte die deutsche Polizei noch keine Angaben.

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Polizeisprecher Torsten Herbst über den Polizeieinsatz auf der A10

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Die Schüsse auf den Tatverdächtigen wurden von zwei Polizeibeamten abgegeben, sagte Herbst weiter. Weil dem Einsatz umfangreiche Ermittlungen folgen werden, sicherten bis zum Abend Kriminaltechniker den Einsatzort zur Spurensuche ab. Der Fall wird zu einem späteren Zeitpunkt rekonstruiert werden, hieß es am Abend weiter.

Die Anschlussstelle Hellersdorf auf dem Berliner Ring blieb bis Redaktionsschluss gesperrt. Unklar blieb am Abend, ob der Tatverdächtige über die B 1 oder über die A12 fuhr.

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Ralf H. Janetschek 12.09.2019 - 13:36:27

@ Hubert Lumasegger

Ich stimme Ihnen vollkommen zu, um derartige Vorfälle, daß Verbrecher von Polizisten im Dienst erschossen werde, zukünftig zu vermeiden, sollte die Polizei vollständig entwaffnet werden. Dies erscheint mir der beste Schutz für Schwerverbrecher vor der Polizei. Schließlich ist es die erste Aufgabe der Polizei die Gesundheit und das Leben von Verbrechern zu schützen. Nebenwirkung: Solche Fälle kommen dann öfter vor (https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1641939/?res=2).

Hubert Lumasegger 12.09.2019 - 08:31:43

Schusswaffen

Also ich finde es schon immer eigenartig wenn PROFIS die an der Waffe ausgebildet werden und regelmäßigem Schießtraining unterzogen werden einen Menschen töten müssen. Der Tod ist aber letztlich das Ende unseres Lebens. Alleine die Aussage **Herumfuchteln beinhaltet schon einen schlimmen Verdacht. War die Waffe geladen ? Hat der Pole damit geschossen oder auf die Polizisten gezielt ? Warum ist man nicht in Deckung gegangen oder hat Spezialisten angefordert. Es war doch klar das der Pole nach einem Tötungsdelikt auch unter Stress stand. Ich finde in der heutigen Zeit müsste kein Mensch mehr durch eine Polizeiwaffe sterben. Es wird viel zu oft und zu früh das Feuer eröffnet. Aber der Schütze oder die Schützen werden nun damit Leben müssen. Klar wird Ihnen Rechtlich nichts passieren, dafür sorgt unser Staat schon, aber ich bedauere eben immer wieder wenn ein Menschenleben so leichtfertig beendet wird.

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