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Mehr Ostdeutsche in Spitzenpositionen
Woidke hält Ost-Quote in der Verwaltung nicht für sinnvoll

Dietmar Woidke (Mitte)
Dietmar Woidke (Mitte) © Foto: Soeren Stache/dpa
dpa / 03.10.2019, 11:10 Uhr
Potsdam (dpa) Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke fordert mehr Ostdeutsche in Spitzenpositionen von Justiz und Verwaltung, eine Quote sieht er aber skeptisch.

"Tatsache ist (...), dass 1989/1990 die gesamte DDR-Verwaltung de facto abgelöst wurde, und zwar gewollt von den Ostdeutschen", sagte der SPD-Politiker den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" und dem Berliner "Tagesspiegel" (Mittwoch). "Dadurch kamen viele Westdeutsche in Spitzenpositionen." Es müsse nun erreicht werden, dass Ostdeutsche stärker in Führungspositionen nachrücken. "Ich halte es aber nicht für sinnvoll, irgendwelche Quoten einzuführen."

CDU-Landtagsfraktionschef Jan Redmann warb ebenfalls für mehr Ostdeutsche in Führungspositionen. Ein Gutachten des Parlamentarischen Beratungsdienstes für die CDU-Fraktion kommt den Zeitungen zufolge zu dem Schluss, dass sich eine Ost-Quote für den Landesdienst nicht ohne Weiteres rechtlich durchsetzen lasse.

Einer Studie des Instituts für Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Berliner Humboldt-Universität zufolge sind 48 Prozent der Ostdeutschen für eine solche Ost-Quote. Ebenso viele sind allerdings dagegen. In Westdeutschland konnten sich demnach nur 24 Prozent der Befragten mit einer Ost-Quote anfreunden.

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Ralf H. Janetschek 03.10.2019 - 15:00:26

Replik auf Norbert Wesenberg

Einfach eine 100%.Quote einführen und der Fall ist erledigt.

Norbert Wesenberg 03.10.2019 - 12:50:54

"Woidke fordert mehr Ostdeutsche in Spitzenpositionen von Justiz und Verwaltung"

Wie der MP das erreichen will, dazu fällt ihm , wie der SPD ansonsten auch, natürlich nichts ein. Solche Worthülsen sollte er sich also verkneifen. Wie wäre es z.B. bei gleicher Qualifikation dem Ostdeutschen den Vorzug zu geben. Bei der unsinnigen Frauenquote geht das komischerweise doch auch?

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