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Brandenburger Unis
Studentenzahl sinkt unter 6000 an Viadrina

Neue Studierende lernen die Viadrina bei einem Campus-Rundgang kennen.
Neue Studierende lernen die Viadrina bei einem Campus-Rundgang kennen. © Foto: Heide Fest
Dietrich Schröder / 10.10.2019, 15:00 Uhr - Aktualisiert 10.10.2019, 19:51
Frankfurt (Oder) (MOZ) An der Europa-Universität in Frankfurt (Oder) beginnen in diesem Herbst deutlich weniger junge Leute mit dem Studium als in früheren Jahren. Für das erste Fachsemester haben sich 1285 Studierende eingeschrieben, 180 weniger als vor einem Jahr. Das gab die Präsidentin der Uni, Julia von Blumenthal, am Donnerstag bekannt.

Zum ersten Mal seit vielen Jahren sei die Gesamtzahl der Studierenden unter 6000 gesunken, von 6461 vor zwölf Monaten auf aktuell 5883. Die Immatrikulationen laufen allerdings noch.

Damit zeigt sich in Frankfurt (Oder) erstmals ein Trend, der an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Cottbus und Senftenberg seit Jahren zu beobachten ist. Dort waren im Sommersemester 7200 Studierende eingeschrieben, während es vor der Fusion der BTU mit der früher eigenständigen Fachhochschule Lausitz in Senftenberg an beiden Standorten noch über 10 000 Studenten gab.

Im Gegensatz dazu vermeldet die Universität in der Landeshauptstadt Potsdam einen weiteren Anstieg ihrer Studentenzahl um 2,1 Prozent auf 20 400 Studierende. An der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde sei die Studentenzahl seit Jahren mit 2100 in etwa konstant, sagt deren Sprecherin Annika Bischof. Deutschlandweit gibt es von Jahr zu Jahr neue Studentenrekorde.

Für die Viadrina sei die aktuelle Entwicklung ein Anlass, über die Attraktivität ihres Studienangebots nachzudenken, kündigte deren Präsidentin an. Außerdem wolle man besser für die sehr guten Studienbedingungen in Frankfurt (Oder) und Słubice werben.

An die künftige Landesregierung richtete Julia von Blumenthal die Erwartung, die Hochschulen weiter besser zu finanzieren. "Unser besonderer Wunsch ist, dass die künftige European New School für Digital Studies, die wir gemeinsam mit der Uni Poznan aufbauen, weiter unterstützt wird", so von Blumenthal.

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