Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ressortchefs
Die Minister der künftigen Landesregierung in Brandenburg

Ein Überblick über die voraussichtliche Besetzung (oben v.l.): Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Britta Ernst (SPD/Bildung), Jörg Steinbach (SPD/Wirtschaft und Arbeit), Katrin Lange (SPD/Finanzen und Europa), Manja Schüle (Kultur und Wissenschaft); (unten v.l.) Kathrin Schneider (SPD/Staatskanzlei), Axel Vogel (Die Grünen/Landwirtschaft und Umwelt), Ursula Nonnemacher (Die Grünen/Gesundheit und Soziales), Guido Beermann (CDU/Infrastruktur), Michael Stübgen (CDU/Innenminister und Vize-Regierungschef), Susanne Hoffmann (CDU/Justiz).
Ein Überblick über die voraussichtliche Besetzung (oben v.l.): Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Britta Ernst (SPD/Bildung), Jörg Steinbach (SPD/Wirtschaft und Arbeit), Katrin Lange (SPD/Finanzen und Europa), Manja Schüle (Kultur und Wissenschaft); (unten v.l.) Kathrin Schneider (SPD/Staatskanzlei), Axel Vogel (Die Grünen/Landwirtschaft und Umwelt), Ursula Nonnemacher (Die Grünen/Gesundheit und Soziales), Guido Beermann (CDU/Infrastruktur), Michael Stübgen (CDU/Innenminister und Vize-Regierungschef), Susanne Hoffmann (CDU/Justiz). © Foto: Ralf Hirschberger/dpa/ZB
dpa / 19.11.2019, 15:50 Uhr - Aktualisiert 20.11.2019, 17:08
Potsdam (dpa) Die Ministerriege der rot-schwarz-grünen Koalition in Brandenburg ist am Mittwoch vereidigt worden. Ein Überblick über das neue Kabinett:

Ministerpräsident: DIETMAR WOIDKE (SPD)

Regierungschef Dietmar Woidke (58), der seit 2013 als Nachfolger von Matthias Platzeck (beide SPD) in Brandenburg regiert, ist im Landtag in geheimer Wahl wiedergewählt worden.

KATRIN LANGE (SPD) - Von der Pike auf gelernt

Die 47-jährige Katrin Lange aus der Prignitz hatte bis zum Abitur mit 19 Jahren schon eine Ausbildung zur Hochbaufacharbeiterin für Beton- und Stahlbau in der Tasche. Doch sie entschloss sich zur Ausbildung als Regierungsassistentin im Brandenburger Innenministerium. Nach mehreren Stationen in Verwaltungen wurde sie 2004 zur Amtsdirektorin von Meyenburg gewählt und war mit 32 Jahren nach eigenen Angaben jüngste Amtsdirektorin im Land. 2013 wurde sie unter SPD-Landeschef Woidke Vize-Landesvorsitzende. Woidke holte seine Vertraute zehn Jahre später ins Infrastrukturministerium als Staatssekretärin, wo sie schnell Karriere machte. Zwei Jahre später war sie als Staatssekretärin im Innenministerium nach einem Sparkurs für den Wiederaufbau der Polizei und für Kommunen zuständig. Nun wird sie Ministerin für FINANZEN UND EUROPA. Sie hat einen Sohn. 

kathrin_Lange_SPD

KATHRIN SCHNEIDER (SPD) - Verwaltungsexpertin in Regierungszentrale

Kathrin Schneider wechselt als bisherige Ministerin für Infrastruktur an die Spitze der STAATSKANZLEI und soll dort die Regierungsarbeit der Koalition koordinieren. Die 57-Jährige hat sich als Verwaltungsexpertin ganz nach oben gearbeitet. Mit der Erfahrung als Infrastrukturministerin soll sie auch den geplanten Bau der Tesla-Gigafabrik in Grünheide (Oder-Spree) voranbringen. Die Agrar-Ingenieurin hat die Verwaltungsarbeit von der Pike auf gelernt. Vor der Wende arbeitete sie in der Bezirksplankommission Cottbus, wechselte 1990 ins Dezernat Bergbau und zwei Jahre später in die Landesplanungsbehörde Berlin-Brandenburg, die sie von 2009 an leitete. Von 2013 an war sie Staatssekretärin für Landwirtschaft und Infrastruktur bis 2014 zum Amtsantritt als Ministerin. Schneider ist Mutter zweier Kinder und lebt in Märkische Heide im Spreewald.

urn-newsml-dpa-com-20090101-190625-99-796263_large_4_3

MANJA SCHÜLE (SPD) - Mit 43 Jahren jüngste Ministerin im Kabinett

Manja Schüle hat sich in der SPD Brandenburg nach oben gearbeitet. Die Politikwissenschaftlerin engagierte sich früh bei den Jusos und startete 1997 im Landtag als Mitarbeiterin von SPD-Abgeordneten und des Europa-Abgeordneten Norbert Glante. Anschließend stieg sie die Karriereleiter Schritt für Schritt hinauf, als Bildungsreferentin der SPD-Landtagsfraktion und Büroleiterin des SPD-Ministers Günter Baaske in den Ressorts Arbeit/Soziales und Bildung. Bei der Bundestagswahl 2017 errang sie als einzige SPD-Kandidatin in Ostdeutschland ein Direktmandat. Im Bundestag engagierte sich Schüle als Expertin für Forschung in der SPD-Fraktion und qualifizierte sich als jüngstes Kabinettsmitglied für ihr neues Amt als Ministerin für WISSENSCHAFT, FORSCHUNG UND KULTUR. Die gebürtige Frankfurterin (Oder) ist verheiratet und hat ein Kind. Sie lebt mit ihrer Familie in Potsdam.

manja-schuele-100-resimage_v-variantBig1xN_w-1280

MICHAEL STÜBGEN (CDU) - ein Pfarrer als Innenminister

Von Michael Stübgen könnte das Motto stammen: In der Ruhe liegt die Kraft. Der Pfarrer, der Vize-Regierungschef und Minister des INNERN UND FÜR KOMMUNALES wird, zeigt sich stets zurückhaltend. Nur als der Koalitionsvertrag in trockenen Tüchern war, reagierte Stübgen fast euphorisch: "Ich freue mich fast grandios." Der 60-Jährige gibt den Posten als Parlamentarischer Agrarstaatssekretär und das Bundestagsmandat auf. Als Ingo Senftleben nach der Landtagswahl an der Spitze der CDU zurücktrat, übernahm Stübgen kommissarisch die Leitung. Er versucht, nach Machtkämpfen für Stabilität zu sorgen. Nun ist er offiziell CDU-Landeschef. Der Lausitzer studierte nach einer Ausbildung als Baufacharbeiter Theologie und wurde Pfarrer in Großthiemig/Brößnitz (Sachsen) und Hirschfeld (Brandenburg). Seit 1990 war er Abgeordneter im Bundestag. Stübgen ist verheiratet und hat drei Kinder.

MDB37393942_8e0dc43e4a.IRSWPPROD_VXEMU

GUIDO BEERMANN (CDU) zog es früh in die große Politik

Den gebürtigen Westfalen Guido Beermann zog es früh in die Politik: Nach seinem zweiten juristischen Staatsexamen startete er mit 28 Jahren 1994 als Referent im Bundeskanzleramt. Von 2002 bis 2005 wechselte er als Referent in die Unionsfraktion im Bundestag und war von 2006 bis 2012 im Bundeskanzleramt als Büroleiter tätig. Nach Stationen als Wirtschaftsstaatssekretär im Berliner Senat und Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministerium wurde er 2018 zum Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium berufen. Nun wird er Minister für INFRASTRUKTUR UND LANDESENTWICKLUNG. Der 53-Jährige ist verheiratet und wohnt mit Ehefrau und drei Töchtern in Kleinmachnow. Er ist als Beisitzer Mitglied im Kreisvorstand der CDU Potsdam-Mittelmark.

MDB37398700_2c79f95ec6.IRSWPPROD_VXMIJ

SUSANNE HOFFMANN (CDU) - Von der Chefanklägerin zur Ressortchefin

Susanne Hoffmann hat in Brandenburg Justizkarriere gemacht. Sie wurde erst im September als erste Frau im Land in dieser Position ins Amt der Generalstaatsanwältin von Brandenburg eingeführt. In Berlin hatte sie sich vergeblich für den Posten beworben. Die 59-Jährige wird Ministerin der JUSTIZ in Brandenburg. Das Ressort kennt sie: Vor dem Posten als Chefanklägerin war sie dort Abteilungsleiterin für Öffentliches Recht, Privatrecht und Strafrecht. In Berlin wurde sie 1990 zur Staatsanwältin als Beamtin auf Lebenszeit berufen, 1995 zur Oberstaatsanwältin. Fünf Jahre später ging sie als Referatsleiterin für Strafrecht in die Senatsverwaltung für Justiz in Berlin, wurde 2005 Leitende Oberstaatsanwältin, bis sie 2008 als Leiterin der Verwaltung ins Justizministerium nach Potsdam wechselte. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.

MDB37398704_66212ed276.IRSWPPROD_VXMIS

URSULA NONNEMACHER (Grüne) - Aus der Kommunal- zur Landespolitik

Die 62-jährige Ärztin hat ihre Wurzeln in der Kommunalpolitik. Sie trat 1997 als Gründungsmitglied des Ortsverbands Falkensee (Havelland) in die Partei ein und gehört seit 2003 der Stadtverordnetenversammlung an. 2009 zog sie in den Brandenburger Landtag ein und stieg dort als Expertin für Innen- und Sozialpolitik zur Fraktionschefin auf. Nach der Landtagswahl am 1. September setzte sie bei den Gesprächen mit SPD und CDU als Verhandlungsführerin die Akzente für die Grünen und zeigte sich bei Bekanntgabe der Ergebnisse stets auf Augenhöhe mit Regierungschef Woidke. Nonnemacher kann sehr umgänglich sein, sie ist im politischen Geschäft aber hartnäckig und stemmt ein großes Arbeitspensum. Mit 392 Beiträgen war sie in der vergangenen Wahlperiode fleißigste Rednerin im Landtag. Nonnemacher ist verheiratet und hat einen Sohn und zwei Töchter. Sie wird das GESUNDHEITS- und SOZIALMINISTERIUM übernehmen.

MDB36340377_cacb009d6f.IRSWPPROD_TO37O

AXEL VOGEL (Grüne) - Besonnener Umweltexperte

Klimaschutz, Umbau der Öko-Landwirtschaft und ein lebenswerter ländlicher Raum - für Grünen-Politiker Axel Vogel gibt es in seiner Funktion als Minister für LANDWIRTSCHAFT, UMWELT UND KLIMASCHUTZ viele Aufgaben. Seine Vorstellungen äußert der 63-Jährige besonnen, aus der Ruhe lässt sich der ursprünglich aus Bayern stammende Politiker kaum bringen und setzt auf Argumente. "Ich habe schon ’zig Bauernhöfe besucht. Scheu vor kritischen Fragen der Landwirte habe ich nicht", sagt er. Nicht von ungefähr gehöre zu seinem Ressort auch der Klimaschutz. Er gehörte 1980 zu den Mitgründern der Grünen-Partei und saß von 1983 bis 1987 im Bundestag. Der damalige Brandenburger Umweltminister und spätere Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) holte ihn ins Land. Von 1992 bis 2009 arbeitete Vogel unter anderem in der Landesanstalt für Großschutzgebiete. Seit 2009 sitzt er für Bündnis 90/Die Grünen im Landtag und war seitdem Fraktionschef.

MDB25431740_cbd10cf3d3.IRSWPPROD_DC6OL

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG