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Regionale Wirtschaft
Die "Energieinsel" aus Oberkrämer ist Träger des Brandenburger Zukunftspreises 2019

Zukunftspreis 2019: Wolf-Harald Krüger (l.),  Präsident der Handwerkskammer Frankfurt Oder, Region Ostbrandenburg übergibt die Urkunde an Alexander Kurylyszyn aus Beeskow.
Zukunftspreis 2019: Wolf-Harald Krüger (l.),  Präsident der Handwerkskammer Frankfurt Oder, Region Ostbrandenburg übergibt die Urkunde an Alexander Kurylyszyn aus Beeskow. © Foto: Ina Matthes
Jan Siegel / 22.11.2019, 19:30 Uhr - Aktualisiert 22.11.2019, 20:44
Schönefeld (LR) Am Freitagabend sind in Schönefeld (Dahme-Spreewald) die Sieger beim Brandenburger Zukunftspreis 2019 ausgezeichnet worden.

Sechs Firmen und ein Sonderpreisträger wurden dabei mit Brandenburgs wichtigstem Wirtschaftspreis geehrt. Die Preisträger waren in den zurückliegenden Wochen von einer hochkarätigen 14-köpfigen Jury unter 75 Unternehmen ausgewählt worden, die sich in diesem Jahr um die Preise beworben hatte. Das war eine Rekordbeteiligung.

Zwölf Finalisten eingeladen

Die Jury hatte davor zwölf Finalisten benannt, deren Vertreter am Freitag ins Holiday Inn Berlin Airport Conference Center nach Schönefeld eingeladen worden waren. Die Spannung unter den Finalisten vor der Preisvergabe war groß. Zum ersten Mal in den 15-jährigen Geschichte des Brandenburger Zukunftspreises stand diesmal nämlich fest, dass nicht alle der zwölf eingeladenen Finalisten mit einer der begehrten Preis-Trophäen nach Hause fahren würden.

Gewürdigt hat die Jury auch in diesem Jahr wieder bemerkenswerte und außergewöhnliche Leistungen von Unternehmen für den Wirtschaftsstandort Brandenburg. Besonderes Augenwerk legten die Juroren dabei diesmal auf Erfolge und nachhaltige Ideen bei der Ausbildung, bei der erfolgreichen Organisation eines Generationsübergangs einer Firma sowie auf neue innovative Dienstleistungen und Produkte. Alle Unternehmen zeichnen sich nach Darstellung der Jury außerdem durch ein herausragendes Engagement für ihre Mitarbeiter und ihre Heimatregion aus. In mehreren Bewertungsrunden hatten sich die Finalisten durchgesetzt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) war zur Preisverleihung gekommen. Dabei hob er die  besondere Bedeutung mittelständischer, regionaler Unternehmen für die Innovationen im Land Brandenburg hervor. Er sprach auch über die schwierige Nachwuchssituation in Industrie, Handel und Handwerk und davon, dass sich die Preisträger beim Brandenburger Zukunftspreis auch auf diesem Feld besonders erfolgreich mit innovativen Ideen hervorgetan hätten.

Zu den Preisträgern des Brandenburger Zukunftspreises gehört in diesem Jahr beispielsweise die "Energieinsel" aus der Gemeinde Oberkrämer (Oberhavel). Die Elektrofirma hat ein intelligentes System entwickelt, das es Hausbesitzern ermöglicht, ihren eigenen Sonnenstrom zu produzieren und zu speichern. Auf diese Weise können Hauseigentümer bis zu 100 Prozent ihrer Stromkosten bei einem Energieversorger sparen.

Zu den Ausgezeichneten gehört Kurylyszyn Bau aus Beeskow. Ein sichtlich gerührter Chef Alexander Kurylyszyn nahm den Preis entgegen. Auf die Frage des Moderators Christian Mathée, wie es ihm gelungen sei, aus einem Ein-Mann-Betrieb ein Unternehmen mit 150 Mitarbeitern zu machen, das derzeit neun Lehrlinge ausbildet, sagte er: "Ich bin immer Mensch geblieben; ich glaube, das ist das Wichtigste in unserer Zeit." Ein familiäres Klima sei ihm wichtig, sagt der Diplomingenieur, dessen Firma mit dem Slogan "Die freundliche Firma aus Beeskow" wirbt. Gegründet wurde die Firma 2005. Dazu gehört auch ein Recyclingbetrieb. Das Unternehmen erledigt Bauarbeiten von Abbruch über Tiefbau bis zur schlüsselfertigen Übergabe von Gebäuden.

Visionen kreativ umsetzen

Einen Brandenburger Zukunftspreis gab es auch für die Cottbuser Firma Style Work, die als versierter Partner für optische Illusionen und visuelles Design schon seit dem Jahr 2002 erfolgreich für ihre Geschäftspartner arbeitet. Das bemerkenswerte Spektrum der Cottbuser reicht dabei vom stylisch, futuristischen Empfangstresen über Innenraumgestaltungen von Hotels bis zu Styropor-Attrappen für Kino-Produktionen. "Es handelt sich um ein Unternehmen, das die eigene Kreativität nutzt, um die Visionen seiner Kunden in konkrete Formen zu bringen", sagte der Laudator und Cottbuser IHK-Präsident Peter Kopf.

Mit dem Sonderpreis für sein unternehmerisches Lebenswerk wurde der Cottbuser Wolfgang Noack ausgezeichnet. Der Ingenieur hat seit 1990 gemeinsam mit Partnern die Firma Isimko aufgebaut. Der Handwerksbetrieb mit 120 Mitarbeitern versteht sich als Spezialist für Informations-, Sicherheits- und Medientechnik.

Gewinner und weitere Nominierte

Die Gewinner beim "Brandenburger Zukunftspreis 2019" sind:- Energieinsel GmbH aus Oberkrämer/OT Vehlefanz- Meyenburger Elektrobau GmbH aus Meyenburg- Style Work/Cottbus- Kurylyszyn Bau aus Beeskow- Elmak Elektroanlagenbau Heizung und Sanitär aus Peitz-  MAX-Haus GmbH aus MarienwerderDen Sonderpreis erhielt der Unternehmer Wolfgang Noack aus CottbusWeiterhin nominiert worden waren:- Möbel-Damm GmbH aus Templin- Askania Mikroskop Technik Rathenow GmbH- Porcelaingres GmbH aus Vetschau- Birkholz und Mohns Dentallabor aus Oranienburg- Uniror Universal Rohrreinigungs GmbH aus Forst- Apus-Aeronautical Engineering GmbH aus Strausberg⇥red

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