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Es ist fünf vor zwölf

Andreas Wendt
Andreas Wendt © Foto: Gerrit Freitag
Meinung
Andreas Wendt / 19.12.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 19.12.2019, 07:50
Potsdam (MOZ) Zehn Monate vor Eröffnung des Flughafens in Schönefeld will das Brandenburger Wirtschaftsministerium das BER-Umfeld zu einer Modellregion für innovative Mobilitätsangebote machen, gründet ein Regionalmanagement und schießt erst einmal 600 000 Euro als Anschubfinanzierung in das Vorhaben.

Gehen wir mal davon aus, der BER eröffnet tatsächlich am 31. Oktober 2020. Gehen wir weiter davon aus, dass in diesem Fall schon kurz darauf mindestens 38 Millionen Passagiere abgefertigt werden sollen und dieser Fakt seit Jahren bekannt ist. Da kommt die jetzige Finanzspritze für ein Regionalmanagement und die Idee einer Modellregion verdammt spät.

Seit Jahren warnen die Anrainer des BER vor einem Verkehrskollaps mit Inbetriebnahme des Flughafens. Im sogenannten Dialogforum verschaffen sich die Bürgermeister der Umlandkommunen Gehör, legen aktuelle Zahlen und Prognosen vor und hoffen auf eine Verbesserung. Auf Investitionen – nicht in den BER, sondern rund um den BER.

Niemand stellt infrage, dass die Flughafenregion eine wachsende sein wird. Nach all den Verzögerungen am BER hätte das Umfeld schon längst entwickelt sein können. Jetzt ist es fünf vor zwölf.

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