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Corona-Auswirkungen
Welche Geschäfte und Dienstleister haben geschlossen, was ist noch offen

Das Geschäftsleben ist durch das Coronavirus stark eingeschränkt. Es stehen aber noch einige Dienstleister zur Verfügung. (Symbolbild)
Das Geschäftsleben ist durch das Coronavirus stark eingeschränkt. Es stehen aber noch einige Dienstleister zur Verfügung. (Symbolbild) © Foto: Michael Kappeler/dpa
Mathias Puddig / 17.03.2020, 14:16 Uhr - Aktualisiert 17.03.2020, 15:31
Brandenburg (MOZ) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montagabend einschneidende Schritte zur Bekämpfung der Corona-Krise angekündigt. "Das sind Maßnahmen, die es in diesem Land so noch nicht gegeben hat, aber sie sind notwendig”, sagte sie in Berlin und verkündete eine lange Liste von Regelungen, die die Länder nun umsetzen wollen. Die komplette Quarantäne wurde aber nicht beschlossen.

Was geht also noch? Eine Übersicht.

Alle Informationen zur Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Berlin und Brandenburg finden Sie im Liveticker. 

Apotheken - offen

Apotheken sind Teil des Gesundheitssystems. Sie bleiben offen, dürfen gegebenenfalls sogar länger und an Sonntagen öffnen.

 

Bahnhöfe - offen

Der regionale Bahnverkehr wird zwar in Teilen des Landes eingeschränkt, abgesagt werden aber weder alle Nahverkehrsverbindungen noch die ICE- und IC-Verbindungen. Auch die Bahnhöfe bleiben also geöffnet.

 

Banken - offen

Noch immer gibt es Menschen, die auf Bargeld angewiesen sind, und Unternehmer, die für ihre Geschäfte Geldinstitute brauchen. Banken und Sparkassen dürfen deshalb weiter öffnen. Allerdings haben viele Institute bereits Einschränkungen angekündigt. So will die Hypovereinsbank ein Drittel ihrer Filialen schließen, auch die Commerzbank will wohl Teile des Filialnetzes stilllegen. Gründe sind, dass Mitarbeiter zur Vorsorge ins Home Office geschickt wurden und dass der Publikumsverkehr ohnehin in diesen Tagen spürbar zurückgeht. Eine komplette Schließung aller Banken und Sparkassen steht nicht bevor. Sprecher verschiedener Institute betonen, dass Bargeldversorgung und Zahlungsverkehrsinfrastrukturen gesichert sind.

 

Baumärkte - offen

Baumärkte bleiben ebenso geöffnet wie Gartencenter und Tierbedarfsläden.

 

Bars - geschlossen

Anders als Restaurants übernehmen Bars keine Versorgungsfunktion. Sie dürfen deshalb nicht mehr öffnen.

 

Bordelle - geschlossen

Bordelle zählen nicht nur zu den Freizeiteinrichtungen, in ihnen ist naturgemäß auch der Kontakt zwischen den Menschen besonders eng. Sie werden geschlossen.

 

Clubs - geschlossen

→ Bars

 

Diskotheken - geschlossen

→ Bars

 

Drogerien - offen

→ Supermärkte

 

Einkaufszentren - eingeschränkt

Da sich in vielen Einkaufszentren auch Supermärkte befinden, bleiben Shopping Malls wohl zugänglich. Allerdings werden die meisten Geschäfte geschlossen bleiben. Auch das Essensangebot wird beschränkt sein.

 

Fitnessstudios - geschlossen

Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios werden geschlossen.

 

Freizeitparks - geschlossen

→ Tierparks

 

Friseure - offen

Friseure gelten wie auch Reinigungsdienste als Dienstleister und nicht als Geschäfte - und können deshalb weiter ihren Geschäften nachgehen. Allerdings gibt es auch für sie Auflagen: In Bayern muss zwischen den Kunden 1,5 Meter Abstand sichergestellt werden. Zudem dürfen sie nicht mehr als zehn Personen im Wartebereich aufhalten. Die anderen Bundesländer werden wohl ähnliche Auflagen erteilen.

 

Gaststätten - eingeschränkt

Restaurants und Gaststätten erfüllen eine Doppelfunktion. Sie dienen nicht nur dem Vergnügen, sondern erfüllen eine grundlegende Versorgungsfunktion. Deshalb dürfen sie eingeschränkt öffnen: Die Öffnungszeiten sollen allerdings auf 6 Uhr bis 18 Uhr beschränkt werden. In Bayern müssen die Gaststätten schon um 15 Uhr schließen. Auch müssen die Tische so aufgestellt werden, dass zwischen den Gästen anderthalb Meter Abstand garantiert werden kann. Dass es keine einheitlichen Regeln gibt, stößt jedoch bereits auf Kritik. „Wir akzeptieren alle notwendigen Maßnahmen. Das gegenwärtige Verordnungschaos jedoch ist völlig inakzeptabel. Unterschiedliche Regelungen für Hotels und Restaurants in Bund, Ländern und Gemeinden führen dazu, dass keiner mehr durchblickt“, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick am Montag. In Baden-Württemberg mache jede Kommune etwas anderes, beklagte er. Dies führe zu immenser Unsicherheit.

 

Getränkemärkte - offen

→ Supermärkte

 

Großhandel - offen

→ Supermärkte

 

Handwerker und Dienstleister - keine Einschränkung

Handwerker und andere Dienstleister dürfen weiter ihrer Arbeit nachgehen. Das gilt für Friseure ebenso wie beispielsweise für KfZ-Werkstätten. Selbstverständlich müssen Hygieneanforderungen eingehalten werden.

 

Hotels - eingeschränkt

Der Reiseverkehr soll so weit wie möglich eingeschränkt werden. Übernachtungsangebote sollen deshalb nur zu notwendigen und keinesfalls zu touristischen Zwecken genutzt werden dürfen. Aus demselben Grund haben die nördlichen Bundesländer schon am Montag den Zugang zu den Nord- und Ostseeinseln beschränkt. Touristen sollen so schnell wie möglich abreisen. Reisebusreisen werden komplett untersagt.

 

Kioske - offen

Verlässliche Informationen helfen dabei, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, Fake News einzudämmen und zu korrigieren und so eine Panik zu verhindern. Medien - neben Fernsehen, Radio und Online-Medien eben auch Zeitungen und Zeitschriften - liefern diese Informationen. Deshalb bleiben Orte, an denen Zeitungen verkauft werden geöffnet. 

 

Kinos - geschlossen

→ Theater

 

Kirchen - eingeschränkt

Versammlungen in religiösen Gebäuden wie Kirchen, Moscheen und Synagogen werden untersagt. Davon, dass die Gebäude generell geschlossen werden müssen, ist in den Anordnungen nicht die Rede. Viele Kirchen haben dennoch die Türen verschlossen. Sie weisen allerdings darauf hin, dass Geistliche erreichbar bleiben und die Seelsorge nicht eingestellt wird. Einige Kirchen haben das Angebot ihrer telefonischen Seelsorge sogar ausgeweitet.

 

Kneipen - geschlossen

→ Bars

 

Konzerthäuser - geschlossen

→ Theater

 

Krankenhäuser - Einschränkungen

Krankenhäuser arbeiten natürlich weiter, allerdings sollen die Besuche beschränkt werden. So schlug Merkel vor, Besuch nur noch einmal am Tag für nur eine Stunde zuzulassen. Kinder unter 16 Jahren und Menschen mit Atemwegserkrankungen sollen generell vom Besuch ausgenommen werden. Auch Menschen, die in den vergangenen 14 Tagen in einem der vom Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebiete waren, Krankenhäuser nicht betreten - auch nicht, um Erkrankte zu betreuen. Dieselben Regeln gelten für Pflegeheime, Vorsorge- und Reha-Einrichtungen.

 

Lieferdienste - offen

Lieferdienste bleiben offen. Sie dienen der Versorgung der Bevölkerung.

 

Moscheen - eingeschränkt

→ Kirchen

 

Museen - geschlossen

→ Theater

 

Musikschulen - geschlossen

Musikschulen werden, wie alle anderen Bildungseinrichtungen auch, geschlossen

 

Opernhäuser - geschlossen

→ Theater

 

Outlet-Center - geschlossen

Geschäfte, die nicht ausdrücklich von den Regelungen ausgenommen sind, werden geschlossen. Auch Outlet-Center, die Merkel ausdrücklich in ihre Aufzählung aufnahm.

 

Parks - offen

Von einer Schließung öffentlicher Parks ist bislang nicht die Rede - und die Grünanlagen waren in den letzten Tagen auch gut besucht. Doch selbst wenn dieser Besuch auch künftig möglich bleiben sollte, so gilt auch unter freiem Himmel: Abstand halten!

 

Pensionen - eingeschränkt

→ Hotels

 

Postdienststellen - offen

Als Anbieter von Dienstleistungen bleibt die Post geöffnet.

 

Restaurants - eingeschränkt

→ Gaststättten

 

Reinigungen - offen

→ Friseure

 

Sanitätshäuser - offen

→ Apotheken

 

Saunen - geschlossen

→ Schwimm- und Spaßbäder

 

Schwimm- und Spaßbäder - geschlossen

In Schwimm- und Spaßbädern und auch in Saunen besteht an sich kein höheres Infektionsrisiko als anderswo. Über das Badewasser können sich Corona-Viren laut Robert-Koch-Institut nicht verbreiten, ab einer Temperatur von 60 Grad Celsius sterben sie sogar. Trotzdem sind Schwimmbäder und Saunen Orte, an denen Menschen eng zusammenkommen und Tröpcheninfektionen nicht ausgeschlossen werden können. Sie werden deshalb geschlossen.

 

Sparkassen - offen

→ Banken

 

Spielbanken - geschlossen

→ Wettannahmestellen

 

Spielhallen - geschlossen

→ Wettannahmestellen

 

Spielplätze - geschlossen

Spielplätze werden wie auch Sportplätze unter freiem Himmel geschlossen. So soll verhindert werden, dass sich Menschen versammeln. Allerdings wollen nicht alle Länder diese Regelung umsetzen. Berlin kündigte am Dienstagnachmittag an, die Spielplätze offen zu lassen. Auch Nordrhein-Westfalen hatte das zunächst in Betracht gezogen, dann aber abgelehnt.

 

Supermärkte - offen

Der Lebensmitteleinzelhandel bleibt ausdrücklich geöffnet und darf unter Umständen seine Öffnungszeiten sogar noch erweitern. Kanzlerin Merkel schlug am Montag vor, dass bestimmte Läden auch sonntags öffnen können dürfen. Bayern hatte bereits zuvor seine Ladenschlussgesetze gelockert. Allerdings gibt es auch in Läden und Geschäften Einschränkungen: Merkel kündigte Auflagen zur Hygiene, zur Zutritts-Steuerung und zur Vermeidung von Warteschlangen an.

 

Synagogen - eingeschränkt

→ Kirchen

 

Tankstellen - offen

Tankstellen werden benötigt, um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Es gibt keine Pläne, Tankstellen zu schließen.

 

Tierparks - geschlossen

Tier- und Freizeitparks sind Freizeiteinrichtungen und werden geschlossen.

 

Theater - geschlossen

Das kulturelle Leben wurde schon vor Tagen an vielen Orten in Deutschland heruntergefahren - durch die neuen Regelungen verändert sich für viele Theater, Museen, Opern, Konzerthäuser deshalb nicht viel. Viele Kinos waren allerdings noch am Wochenende geöffnet, auch sie müssen jetzt schließen.

 

Volkshochschulen - geschlossen

→ Musikschulen

 

Waschsalons - offen

→ Reinigungen

 

Wettannahmestellen - geschlossen

Für Wettannahmestellen gilt dasselbe wie für viele Freizeiteinrichtungen. Sie müssen schließen, egal wie viele Besucher sich bei ihnen aufhalten.

 

Wochenmärkte - offen

→ Supermärkte

 

Zeitungsverkaufsstellen - offen

→ Kioske

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