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Corona-Krise
Berliner Clubs wollen nach Schließung DJ-Sets online streamen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat der Berliner Senat beschlossen, dass Clubs, wie hier der Astra-Club auf dem RAW-Gelände, schließen müssen. Mit Livestreams im Internet will die Berliner Clubszene um ihr Überleben kämpfen.
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat der Berliner Senat beschlossen, dass Clubs, wie hier der Astra-Club auf dem RAW-Gelände, schließen müssen. Mit Livestreams im Internet will die Berliner Clubszene um ihr Überleben kämpfen. © Foto: Paul Zinke/dpa
dpa / 17.03.2020, 17:41 Uhr
Berlin (dpa) Mit Livestreams will die Berliner Clubszene um ihr Überleben in Zeiten des Coronavirus kämpfen. Von diesem Mittwoch an sollen täglich von 19.00 Uhr an DJ-Sets live über das Internet gestreamt werden.

"Wir wollen Clubkultur zugänglich machen auch in Zeiten der Quarantäne", sagte Lutz Leichsenring, Sprecher der Clubcommission am Dienstag in Berlin. Dies sei kein Aufruf zu einer Privatparty, dazu fehle auch das Club-Erlebnis.

Unterstützt wird die Aktion von mehreren Medien, darunter Arte Concert, RBB, radioeins, FluxFm oder Alex TV. Geplant sind neben Live-Musik und Performances zudem Übertragungen von Gesprächsrunden, Vorträgen und Filmen rund um clubkulturelle Themen.

Die Aktion #UnitedWeStream dient auch der Sammlung von Spenden für die in ihrer Existenz bedrohten Clubs, die zunächst für fünf Wochen schließen müssen. Es sei zwar vom Senat bereits ein Rettungspaket in Höhe von zehn Millionen Euro gefordert worden, "aber wir wollen nicht warten, sondern aktiv werden mit der Kampagne", sagte Leichsenring.

Die Clubs müssten jetzt "einen kühlen Kopf bewahren, um ihre Liquidität zu sichern". Leichsenring verwies auf laufende Kosten eines Clubs wie dem "Watergate" mit allein 70 bis 80 festen Mitarbeitern in Höhe von monatlich etwa 120 000 Euro. Das "Berghain", Magnet für Partygänger aus der ganzen Welt, habe etwa 350 Mitarbeiter.

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