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Zwei-Euro-Münze mit Schloss Sanssouci ausgegeben

Harriet Stürmer / 22.03.2020, 03:00 Uhr - Aktualisiert 22.03.2020, 15:38
Potsdam (MOZ) Schloss Sanssouci ist ein Touristenmagnet, das Gäste aus aller Welt anzieht – und für viele Brandenburger die Sehenswürdigkeit Nummer eins im Land.

Doch selbst wer das preußische Versailles in der Landeshauptstadt Potsdam noch nicht besucht hat, kann es zumindest immer bei sich tragen – abgebildet auf einer Zwei-Euro-Münze, die seit einigen Wochen im Umlauf ist.

Das gute Stück zeigt auf der nationalen Münzseite die Weinterrassen vor dem eleganten Rokokoschlösschen. Die Wertseite – die gemeinsame europäische Seite –, die Randschrift "Einigkeit und Recht und Freiheit" samt Bundesadler. Die technischenParameter entsprechen der normalen Zwei-Euro-Umlaufmünze – somit dient die Gedenkmünze "Brandenburg" im gesamten Euroraum als normales Zahlungsmittel. 30 Millionen Stück werden in allen fünf deutschen Münzprägestätten Hamburg, Berlin, Stuttgart, Karlsruhe und München in den Qualitäten Stempelglanz und Spiegelglanz geprägt.

Die Euro-Länder können Zwei-Euro-Gedenkmünzen seit 2004 herausgeben und mit wechselnden Motiven gestalten. In Deutschland hat das Bundesfinanzministerium im Jahr 2006 die Serie "Bundesländer" gestartet, die seitdem jährlich ausgegeben wird und jeweils dem Bundesland gewidmet ist, das aktuell die Präsidentschaft im Bundesrat inne hat. Den Auftakt der Serie bildete eine Münze mit dem Abbild des Lübecker Holsten-Tores für Schleswig-Holstein. Danach sind die Münzen Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Saarland, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Berlin erschienen.

Im vergangenen Jahr ist zugleich der Bundesrat selbst gewürdigt worden – zu seinem 70-jährigen Bestehen. Nach Brandenburg sollen in den nächsten beiden Jahren die Gedenkmünzen Sachsen-Anhalt und Thüringen folgen und die Bundesländer-Serie dann komplettieren.

"Europa gewinnt seine Identität und Stärke vor allem aus der Vielfalt seiner Regionen", betonte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Vorstellung der Brandenburg-Ausgabe Anfang Februar im Kanzleramt in Berlin. Mit den Länder-Münzen wolle man die besondere Bedeutung der Bundesländer für die Bundesrepublik Deutschland und Europa würdigen.

Der Entwurf der Brandenburg-Münze stammt von Jordi Truxa aus Neuenhagen (Märkisch-Oderland). Truxa ist gelernter Reliefgraveur. Heute arbeitet er als diplomierter Produktdesigner. Bei seinen Überlegungen zum Münzentwurf für Brandenburg habe sich durchgesetzt, dass der Park um das Schloss Sanssouci – mit den markanten Weintreppen und der Wasserfontäne – ganz wichtig für den Gesamteindruck sei. "Deswegen rückt das Schloss in den Hintergrund und gibt den Blick auf den Garten frei", sagt Jordi Truxa.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hebt Sanssouci als Bauwerk hervor, das wie kein anderes preußische Traditionen symbolisiere und damit an das erinnere, "was uns als Land stark macht: die Gemeinsamkeit, das Miteinander, das Streben danach, dieses Land für die Menschen, die hier wohnen, voranzubringen", so Woidke.

Unter Sammlern kein Unbekannter

Der 1973 in Berlin-Lichtenberg geborene Grafiker Jordi Truxa ist unter Sammlern kein Unbekannter. Er nimmt regelmäßig an Münzwettbewerben teil. Bevor er die Münze für Brandenburg entworfen hat, konnte sich Truxa bereits 2016 mit seinem Entwurf zur Zwei-Euro-Münze "Sachsen" gegen die Konkurrenz durchsetzen. Auf ihrer Vorderseite ist eines von Sachsens bekanntesten Bauwerken abgebildet: der Zwinger in Dresden.Zudem wurden mehrere Designs Truxas für Zehn-Euro-Gedenkmünzen verewigt – darunter "50 Jahre Deutsches Fernsehen", "250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart" und "125. Jahrestag der Erfindung des Automobils". ⇥red

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