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Feuer
Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt - Förster warten auf Regen

Eine abgeholzte Waldbrandfläche zwischen Ziltendorf und Wiesenau an der alten B112 am 23. März 2020. Die Waldbrandgefahr in Brandenburg ist gestiegen.
Eine abgeholzte Waldbrandfläche zwischen Ziltendorf und Wiesenau an der alten B112 am 23. März 2020. Die Waldbrandgefahr in Brandenburg ist gestiegen. © Foto: Gerrit Freitag/MOZ
dpa / 25.03.2020, 12:45 Uhr - Aktualisiert 25.03.2020, 15:59
Potsdam (dpa) In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr gestiegen. In allen 14 Landkreisen wurde am Mittwoch Gefahrenstufe vier von fünf ausgerufen, wie das Umweltministerium auf seiner Internetseite mitteilte. Nach den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes sollte die Gefahr von Donnerstag an leicht zurückgehen.

"Trockenes Laub, verdorrtes Gras des letzten Jahres und die Sonnenstrahlen reichen aus, dass der Oberboden sehr schnell abtrocknet. Dazu kommt ein schneller Wind und wenig Niederschlag, da ist Vorsicht geboten", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel. Schon eine weggeworfene Zigarette am Straßenrand könne einen Brand verursachen.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte es den ersten Waldbrand in diesem Jahr gegeben: 300 Quadratmeter brannten in einem Waldstück im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in der Nähe vom Lausitzring. Am Dienstagabend hat die Feuerwehr in einem Waldstück zwischen Brandenburg an der Havel und Fohrde (Landkreis Potsdam-Mittelmark) einen zweiten Brand gelöscht. Das Feuer hatte etwa 1000 Quadratmeter Waldboden erfasst, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg am Mittwoch sagte. Demnach konnten die Flammen aber zügig gelöscht und eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden. Die Brandursache war zunächst noch unklar.

Daneben habe es bereits mehrere kleinere Vegetationsbrände gegeben. "Wir bräuchten jetzt frisches Grün", sagte Engel. Auf Abhilfe hoffe er im April. "Wenn die Birke grün wird im April, dann gibt es einen Reduktionsfaktor." Brandlast sei dann nicht mehr so zündbereit.

Aber daneben sei Niederschlag dringend nötig. Der Januar sei mit 30 bis 50 Prozent des durchschnittlichen Niederschlages sehr trocken gewesen. "Der Februar hat einiges aufgeholt. Da gab es rund 200 bis 250 Prozent mehr Niederschlag als üblich", sagte Engel. Aber das Defizit aus den letzten Jahren sei noch immer da. "Ich kann nur hoffen, dass Regen kommt."

2019 brannte es 417 Mal in Brandenburg. Mehr als 13.000 Hektar Fläche standen in Flammen. Hinzu kommen noch Brände auf Truppenübungsplätzen des Bundes wie beispielsweise Lehnin und die Döberitzer Heide. Das seien aber höchstens noch einmal 10 Hektar, schätzte Engel. 2018 hatte es 512 Mal auf insgesamt 1674 Hektar gebrannt.

Am Montag ging nach Angaben des Umweltministeriums die Waldbrandzentrale Süd des Landesbetriebs Forst in Betrieb. Die Zentrale in Wünsdorf ist eine von zwei zentralen Standorten, an denen Mitarbeiter des Forsts die 106 Sensoren für Rauchentwicklung in den Wäldern überwachen.

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