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Corona-Krise
Jugendämter sollen Problemfamilien kontrollieren

Die Sorge vor mehr Gewalt gegen Kinder und Frauen wächst.
Die Sorge vor mehr Gewalt gegen Kinder und Frauen wächst. © Foto: Maurizio Gambarini
Ulrich Thiessen / 30.03.2020, 04:15 Uhr - Aktualisiert 30.03.2020, 09:24
Potsdam (MOZ) Die Jugendämter der Landkreise und kreisfreien Städte sind angehalten, sich verstärkt um Familien mit Kindern in problematischen Verhältnissen zu kümmern. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) erklärte in der vergangenen Woche, dass in schwierigen Fällen die Kinder in die Notbetreuung der Schulen und Kitas gehen können. Stefan Krüger, Jugendamtsleiter in der Uckermark erklärte, dass der Landkreis bereits eine Hotline geschaltet habe. Ein Brief an alle Eltern, in dem sie auf die Beratungsangebote hingewiesen werden, ist in Vorbereitung.

Krüger verweist auf Zahlen aus dem chinesischen Wuhan, wo während der Zeit der Ausgangssperre die häusliche Gewalt um ein Drittel angestiegen ist. Noch gebe es keine vermehrten Anzeigen in der Uckermark. Aber die Zahl der Teams, die sich um Familien kümmern, wurde bereits erhöht. Sie sollen jetzt in Kontakt mit den Familien treten, die in den vergangenen Jahren bereits betreut wurden oder Hilfen erhielten. Krüger betonte, dass es nicht um Restriktionen gehe, sondern um Beratung. Sollte die Situation für Kinder problematisch sein, gehe es erst einmal weniger darum, sie in die Betreuung der Schulen und Kitas zu integrieren, sondern sie in Tagesgruppen unterzubringen.

Lesen Sie auch: Gewaltschutz befürchtet mehr Kindesmisshandlungen in Familien

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