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Mehr Regionalzüge für Ostbrandenburg – aber erst ab 2024

Verkehrsverbund startet Vergabeverfahren für zehn Strecken. (Symbolbild)
Verkehrsverbund startet Vergabeverfahren für zehn Strecken. (Symbolbild) © Foto: dpa/Soeren Stache
Mathias Hausding / 23.05.2020, 03:00 Uhr - Aktualisiert 25.05.2020, 10:38
Potsdam (MOZ) Zugreisende in Ostbrandenburg können sich auf zehn Strecken über ein besseres Angebot und kostenloses WLAN freuen – allerdings erst ab Ende 2024. Am Freitag hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg dafür die Ausschreibung gestartet. Bahnunternehmen können sich nun um den Betrieb des Ostbrandenburg-Netzes bewerben.

Es geht unter anderem um die Regionalbahnlinien von Berlin über Oranienburg nach Templin, von Eberswalde über Wriezen nach Frankfurt sowie von Schwedt nach Angermünde. Einen Halbstundentakt soll es laut Ausschreibung künftig zwischen Berlin und Werneuchen sowie zwischen der Bundeshauptstadt und Müncheberg geben. Die Linie RB35 ab Fürstenwalde soll bis Bad Saarow Süd verlängert werden.

Der VBB verspricht mit der Ausschreibung 26 Prozent mehr Verkehr im Netz Ostbrandenburg im Vergleich zum aktuellen Fahrplan. Insbesondere am Abend und an den Wochenenden sollen mehr Züge fahren. Auf einem Großteil der Linien sind dann keine Diesel-Fahrzeuge mehr unterwegs, sondern Triebwagen mit einem Batteriespeicher. Sie sollen mit Batteriekraft jene Streckenabschnitte überbrücken, die noch nicht mit Strom versorgt versorgt werden. Bewerber, die Züge mit Wasserstoffantrieb einsetzen wollen, erhalten im Vergabeverfahren einen sogenannten Wertungsbonus. Die moderne Fahrzeugflotte soll den Fahrgästen auch mehr Komfort durch größere Sitzabstände sowie mehr Platz für Gepäck bescheren. Hinzu kommen laut VBB "exklusive Stellplätze für Fahrräder".

Der Vertrag hat ab Dezember 2024 eine Laufzeit von zwölf Jahren. Pro Jahr werden laut VBB 6,7 Millionen Zugkilometer angeboten. Vom Fahrgastverband Igeb gab es am Freitag Lob für die Anforderungen in der Ausschreibung. Mehr Züge vor allem am Abend, Taktverdichtungen und umweltfreundliche Antriebe seien ausdrücklich zu begrüßen, hieß es.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version des Textes hatten sich kleinere Fehler eingeschlichen. Diese wurden korrigiert. 

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