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BTU
Brandenburger Hochschulen untersuchen gemeinsam Waldbrände

Letzte Feuer lodern nach einem Waldbrand. (Symbolbild)
Letzte Feuer lodern nach einem Waldbrand. (Symbolbild) © Foto: Jan Woitas/dpa
dpa / 29.06.2020, 16:18 Uhr
Cottbus/Senftenberg (dpa) Um Waldbrände künftig zu vermeiden und Lösungen für die Erholung des Waldes und verbrannter Flächen zu finden, hat die Brandenburgisch-Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) mit sieben anderen Institutionen eine Untersuchung gestartet.

Ziel des Projektes "Pyrophob" (feuerabweisend) sei die Bewertung der Auswirkungen von Waldbränden auf den Boden und das Grundwasser, wie die Hochschule am Montag mitteilte.

Zudem sollen Empfehlungen zu waldbaulichen Maßnahmen zur Reduzierung des Brandpotenzials in Wäldern gegeben werden. Dazu werden demnach Beobachtungspunkte auf Untersuchungsflächen bei Jüterbog und Treuenbrietzen eingerichtet. Arbeitsgruppen der BTU wollen unter anderem bodenkundliche Untersuchungen nach einem Waldbrand vornehmen. Auch werde es bodenhydrologische Bewertungen geben, die die Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) betreut.

Die Entwicklung der Untersuchungsflächen soll über einen Zeitraum von fünf Jahren stetig untersucht werden. Beteiligt an dem vom Bund geförderten Projekt sind insgesamt acht Partner-Institutionen. Vor etwa einem Jahr loderte der größte Waldbrand der letzten Jahrzehnte in Brandenburg auf einer Fläche von 744 Hektar bei Jüterbog; 400 Hektar brannten 2018 in Treuenbrietzen, 100 Hektar waren es in der Lieberoser Heide 2019.

Auch in Zukunft seien Hitze- und Dürreperioden und damit Brände wahrscheinlich, hieß es vonseiten der BTU. "Es besteht jedoch die Chance, aus den vergangenen Ereignissen und ergriffenen Maßnahmen systematisch zu lernen, um zukünftig die Risiken zu reduzieren und die Erholungsfähigkeit von Waldökosystemen zu stärken", sagte der Projektleiter an der Eberswalder Hochschule, Pierre Ibisch.

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