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Entscheidung zu umstrittener Schweinemast in Haßleben verzögert sich

14.07.2008, 11:18 Uhr
Haßleben Eine Entscheidung über die umstrittene Schweinemastanlage in Haßleben (Uckermark) wird wohl erst zum Jahresende fallen. Der niederländische Investor habe seinen Antrag überarbeitet und ergänzt, sagt Sebastian Dorn, Referent der Genehmigungsstelle im Landesumweltamt. Nun sei der geplante Tierbestand bei der Schweinemast von 52 000 auf 35 200 reduziert. Dazu kommen Zuchttiere und Ferkel. Außerdem sollen eine bessere Abluft-Reinigungseinrichtung installiert und ein Schallschutzwall errichtet werden. Neben weiteren Einrichtungen zur Abwasserreinigung sei nun auch eine Regenwasserbehandlung vorgesehen, sagte Dorn.

Mit der Überarbeitung des Projektes reagierte der Investor auf Beanstandungen der Landesbehörde. Vor allem wurden bei dem zunächst geplanten Anlagenbetrieb schädliche Umwelteinflüsse auf den umliegenden Wald und den Kuhzer See befürchtet. Zudem gingen die Experten davon aus, dass mit einer zu starken Lärmbelästigung zu rechnen sei, wie Dorn sagte. Mit einer baldigen Entscheidung über die neuen Pläne sei nicht zu rechnen. Das Landesumweltamt und weitere Fachbehörden müssten diese Vorschläge zunächst prüfen. Derzeit werde auch geprüft, ob eine erneute Auslegung der Pläne notwendig sei.

Der Investor Harry van Gennip will die 1991 stillgelegte Schweinemast wiedereröffnen. Angekündigt sind allein für die Betriebsanlagen der Schweinehaltung Investitionen in Höhe von 25 Millionen Euro und die Schaffung von über 50 Arbeitsplätzen. Vorbereitende Arbeiten auf dem Gelände sind abgeschlossen.

"Wir waren schon einmal weiter", kommentierte van Gennips Berater, Helmut Rehhahn, den derzeitigen Stand. "Wir gehen aber weiter von einer Genehmigung der Anlage aus und bleiben bei der Stange." Eigentlich war die Eröffnung für 2007 geplant. Derzeit werden Rehhahn zufolge auf den Dächern auf einer Fläche von 65 000 Quadratmetern Solaranlagen für 17 Millionen Euro installiert. Im Raum Haßleben engagieren sich zwei Interessengruppen für beziehungsweise gegen die Mastanlage.

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