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Sitzblockade verhindert Neonazi-Aufmarsch in Bernau

Mit einer Sitzblockade ist in Bernau eine Demonstration von Neonazis blockiert worden. Am Protest beteiligte sich auch Dagmar Enkelmann (MdB, LINKE) (Mitte).
Mit einer Sitzblockade ist in Bernau eine Demonstration von Neonazis blockiert worden. Am Protest beteiligte sich auch Dagmar Enkelmann (MdB, LINKE) (Mitte). © Foto: Jörg Funke
30.05.2010, 17:20 Uhr
Bernau (DPA) Ein Aufmarsch von Rechtsextremisten ist am Samstag in Bernau (Barnim) an einer Blockade-Aktion des Aktionsbündnisses „Brandenburg nazifrei“ gescheitert. Rund 350 Gegendemonstranten stellten sich in den Weg und besetzten mit einer Sitzblockade eine Straßenkreuzung. Rund 100 Mitglieder und Sympathisanten der als rechtsextrem eingestuften Kameradschaft „Märkisch Oder/Barnim“ hatten einen Demonstrationszug angemeldet und wollten durch die Bernauer Innenstadt ziehen.    Unter den Blockierern waren auch der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im brandenburgischen Landtag, Axel Vogel, und die Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Dagmar Enkelmann. Die Einsatzleitung der Polizei habe vergeblich versucht, per Aufforderung die Kreuzung freizubekommen, sagte ein Sprecher der Ordnungskräfte. Danach habe sich der Polizeiführer mit der Begründung gegen eine Räumung entschieden, es sei nicht verhältnismäßig, gegen mehrere hundert friedliche Demonstrierende mit unmittelbarem Zwang vorzugehen.    Der Marsch der Rechtsextremisten wurde daraufhin untersagt und stattdessen eine Kundgebung genehmigt, was die Betroffenen jedoch ablehnten. Sie kündigten rechtliche Schritte gegen das Vorgehen der Polizei an. Auch wenn alles insgesamt friedlich blieb, nahm die Polizei zwei Teilnehmer des Rechten-Aufmarsches in Gewahrsam, um Straftaten zu verhindern. Bei Kontrollen seien hier Schlagstöcke, Quarzhandschuhe und ein Messer gefunden worden, sagte eine Sprecherin des Schutzbereiches Barnim.    Das Aktionsbündnis „Brandenburg nazifrei“ unterstützen nach eigenen Angaben Politiker aller etablierten Parteien, Gewerkschaften, Jugendvereine oder auch Kirchengemeinden. Es kündigte an, sich allen geplanten Aufmärschen der Kameradschaft „Märkisch Oder/Barnim“ entgegenzustellen. Laut Aktionsbündnis sind sie noch unter anderem in Eberswalde, Strausberg und Biesenthal geplant.

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C.Menzel 02.06.2010 - 00:21:25

Zu:Wo bleibt die Blockade gegen die Linken

Es geht darum das in Deutschland Chauvinismus und Rassismus keine Verbreitung finden, das Ausländer und Fremde , in Deutschland in Sicherheit leben können, ob sie hier nun als Arbeiter oder nur als Touristen da sind. Wer aus diesem Bündnis gegen die Nazis eine Bewegung der Die Linke machen will und sich deswegen fernhält, der ist doch nur ein Hetzer. Der will doch in Wahrheit gar nicht, das die Nazis verboten werden. Wir als Gewerkschafter, wissen was wir den Faschisten zu verdanken haben - die Zerschlagung der Gewerkschaft und Inhaftierung der Gewerkschaftsführung. Was die Diktatur angeht, so bezeugt der Kommentar von P.Becker nur, das der Autor keine Ahnung hat, was Diktatur ist. In der DDR gab es keine Herrschaft der Minderheit über die Mehrheit. In der DDR gab es mehr demokratische Rechte und Mitbestimmung als heute in Deutschland

Paul Becker 31.05.2010 - 10:22:14

Wo bleibt die Blockade gegen die Linken

Sind eigentlich die DDR-Diktaturverleugner dazu geeignet eine solchen Aufmarsch zu verhindern?

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