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Viadrina zieht viele Berliner an

Kleines Geschenk: Student Felix Heine überreichte Martina Münch ein Buch über seine internationale WG.
Kleines Geschenk: Student Felix Heine überreichte Martina Münch ein Buch über seine internationale WG. © Foto: Heinz Köhler
Dietrich Schröder / 28.06.2010, 19:31 Uhr
Frankfurt (Oder) (In House) Spät – weil bereits seit fast neun Monaten im Amt – kam die neue Brandenburger Wissenschaftsministerin an die Europa-Universität. Doch die Eindrücke, die Martina Münch (SPD) gestern von der Viadrina mitnahm, waren gut. So könnte man den Antrittsbesuch der Politikerin an der Frankfurter Hochschule wohl zusammenfassen.

Die 49-jährige Sozialdemokratin hatte sich fast einen ganzen Tag Zeit genommen, um die internationalste der Brandenburger Universitäten näher kennenzulernen. Zunächst ging es im Senat der Hochschule um deren wissenschaftliches Profil und das Studienangebot. „Es ist sehr attraktiv und strahlt weit über Brandenburg hinaus. Von den deutschen Studierenden kommen mittlerweile fast 60 Prozent aus Berlin und weitere aus anderen Bundesländern“, sagte die Politikerin beeindruckt. Auch das Vorhaben, einen neuen Lehrstuhl für Polonistik in Frankfurt zu installieren, kam zur Sprache. Münch sagte Unterstützung zu, man müsse aber noch „sehen, wie wir das finanziert bekommen“.

Auch der frühere EU-Kommissar Günter Verheugen, der seit einigen Monaten Honorarprofessor in Frankfurt ist, sprach mit seiner Parteifreundin. Verheugen bietet derzeit Vorlesungen und Seminare zum Lissabon-Vertrag der Europäischen Union an.

Herzlich und ohne größere Umstände wurde die Ministerin auch im „Verbündungshaus Fforst“ begrüßt, der wohl internationalsten Wohngemeinschaft der Hochschule. 30 Studentinnen und Studenten aus knapp einem Dutzend Ländern bewohnen den Plattenbau in der Innenstadt gemeinsam mit „normalen“ Frankfurtern und veranstalten im Erdgeschoss regelmäßig internationale Abende.

„Wir diskutieren über Politik, bieten Kultur, Musik und Essen aus verschiedensten Ländern an“, berichteten die Deutsche Charlotte Steinke und ihre Kommilitoninnen Agata Kirylczuk aus Polen sowie Florence Mahaer aus den USA. „Derzeit ist das internationalste Thema die Fußball-Weltmeisterschaft“, fügten sie lachend hinzu.

Der Wunsch der Ministerin, sich auch mal in den Wohnräumen umzuschauen, sorgte zunächst für großes Hallo. „Da müssen wir erst mal schauen, ob jemand aufgeräumt hat“, entgegnete Student Felix Heine. Die Probe aufs Exempel fiel aber gut aus, zumal die Ministerin als Mutter von sieben Kindern auch gewohnt sein dürfte, wie es bei jungen Leuten so aussieht.

Mit Viadrina-Präsident Gunter Pleuger und Vizepräsidentin Janine Nuyken spazierte die Ministerin auch über die Oder nach Slubice und lernte dort das Collegium Polonicum kennen, das 
die Viadrina mit der Adam-Mickiewicz-Universität Posen betreibt.

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