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Heidelbeersaison beginnt später

Naschen erst ab Mitte Juli - die Heidelbeeren werden in diesem Jahr später reif.
Naschen erst ab Mitte Juli - die Heidelbeeren werden in diesem Jahr später reif. © Foto:
01.07.2010, 08:28 Uhr
Potsdam (DPA) Bei den Gemüse- und Obstterminen in Brandenburg geht in diesem Jahr einiges durcheinander. Nichts läuft richtig wie geplant. Es muss immer wieder verschoben werden. Jüngstes Beispiel ist die Heidelbeersaison. Während in den vergangenen Jahren Anfang Juli schon gepflückt werden konnte, heißt es in diesem Jahr: noch eine Weilchen warten.

Der Start in die Saison muss um zwei Wochen verschoben werden, sagte Margarete Löffler vom Landesverband Gartenbau in Potsdam. Offizieller Beginn soll nun am 15. Juli auf einem Hof in Klaistow (Potsdam-Mittelmark) sein. Als Grund für die Verschiebung nannte Löffler den kalten und langen Winter und zu kühle Temperaturen im Frühjahr.

Schon die Spargelsaison 2010 konnte nicht wie geplant losgehen. Und die Erdbeerpflücke wurde ebenfalls um zwei Wochen nach hinten verschoben. Brandenburg ist mit seinen Heidelbeerkulturen bundesweit an vierter Stelle. In der Mark werden auf insgesamt 75 Hektar Kulturheidelbeeren angebaut, berichtete Jörg Lübcke vom Agrarministerium.

Die Anbaufläche habe in den vergangenen Jahren stark zugelegt. 2009 seien 20 Hektar hinzugekommen. Allerdings sei der märkische Anteil an der bundesweiten Fläche gering. In Deutschland würden auf mehr als 1400 Hektar Kulturheidelbeeren gezogen. Der märkische Ertrag kann sich aber auch sehen lassen. Im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge 411 Tonnen Kulturheidelbeeren gepflückt.

Standort für die Pflanzen seien meist Waldlichtungen, berichtete Lübcke. Brandenburger Forscher hätten aber auch schon Pflanzen für den Feldanbau gezogen. Spargelbaubetriebe seien zumeist auch Anbieter für die Heidelbeerpflücke. Die Kulturheidelbeeren kommen aus Nordamerika und haben mit den Waldblaubeeren nichts gemeinsam. Sichtbarer Unterschied: Kulturheidelbeeren schmecken - und hinterlassen keine Spuren. Waldfrüchte dagegen machen die typische blaue Zunge.

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