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Polizei will Neonazi-Verein verbieten

02.07.2010, 17:53 Uhr - Aktualisiert 02.07.2010, 18:41
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Ermittler fanden dutzende Waffen sowie Kisten voll Propagandamaterial und Nazi-Devotionalien: Gegen die rechtsextreme Kameradschaft „Märkisch Oder Barnim“ (KMOB), eine der derzeit aktivsten Gruppierungen in der Region, wird nun ein Verbotsverfahren eingeleitet. Am Freitagmorgen um 4 Uhr klingelten die Polizisten bei den Neonazis, 130 Ermittler waren im Einsatz. „Die waren überrascht, es gab keinen Widerstand“, sagt Frankfurts Polizeipräsident Arne Feuring. Was die Beamten fanden, hatte sie selbst überrascht. Mit dem Umfang der gefundenen Waffen habe man nicht gerechnet, so Feuring. Dutzende Säbel, Messer, Schlagstöcke und sogenannte Softair-Waffen waren darunter, allerdings keine scharfen Schusswaffen. 23 Wohnungen und Schuppen wurden durchsucht, die Hälfte davon in Märkisch-Oderland. Aber auch im Barnim und in Oder-Spree schlugen die Ermittler zu. Es gab keine Festnahmen. Vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen gegen die im Januar 2007 als Verein gegründete Kameradschaft. „Die Keimzelle der Gruppierung ist in Märkisch-Oderland zu sehen“, sagt Feuring. KMOB habe sich zuletzt durch Mitglieder des in Berlin verboteten Vereins „Frontbann 24“ und der „Freien Nationalisten Uckermark“ verstärkt. Die Gruppierungen seien untereinander gut vernetzt. In Brandenburg hatte KMOB in den vergangenen Wochen sieben Demonstrationen angemeldet, unter anderem in Strausberg, Eberswalde und Bernau. Der Marsch der Neonazis durch die Orte scheiterte jedoch am Widerstand der Demokraten. Zu den Gegendemonstrationen kamen jeweils hunderte Menschen. Angehörige der Kameradschaft fielen seit 2007 durch schwere Körperverletzungen, Sachbeschädigungen sowie Volksverhetzungen auf. Hinzu kommen 69 politisch motivierte Straftaten, die vor der Vereinsgründung verübt wurden. Der führende Kopf der rechtsextremen Gruppierung, deren Kern nicht mehr als 20 Personen zählt, ist nach MOZ-Informationen ein mehrfach vorbestrafter 25-jähriger Neonazi aus Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland). Die Stadt war vor zwei Jahren in den Schlagzeilen, als ein alternatives Jugendzentrum nach einem Brandanschlag zerstört wurde. Ein 22-Jähriger Rechtsextremer wurde wegen der Tat zu 18 Monaten Haft verurteilt. Die Kameradschaft ist gut organisiert. Es gibt dort nach Ermittlerangaben einen Führungskader sowie einen Aufnahmeritus, der sich über ein halbes Jahr erstreckt. Die Mitglieder zahlen monatlich 10 Euro in die Vereinskasse, die gestern ebenfalls beschlagnahmt wurde und 1200 Euro enthielt. „Diese Strukturen gehen darüber hinaus, was wir bisher unter einer freien Kameradschaft eingeordnet haben“, sagt der Polizeipräsident. Es gebe Anhaltspunkte, dass sich der Verein gegen den Rechtsstaat richtet. Feuring zeigt sich optimistisch, dass das beschlagnahmte Material – neben den Waffen wurden 3000 Flugblätter, Aufkleber und Fahnen gefunden – dazu führt, ein Vereinsverbot auszusprechen. Das Innenministerium habe ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Auswertung der sichergestellten 1400 Datenträger wird noch mehrere Wochen dauern. Womöglich werde auch der für 10. Juli in Manschnow (Märkisch-Oderland) geplante Aufmarsch der KMOB verboten.

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Ines 14.07.2010 - 23:36:44

mkg

Dies soll heißen "Mit kamaradschaftlichen Gruss"!! und dem anderen der stengern wollte,fällt wohl nichs mehr dazu ein. Das nenn ich primitiv!!!! MkG Ines

Thomas Philipps 07.07.2010 - 12:10:15

Ines

Mkg ?

Ines 06.07.2010 - 21:49:15

RE:

Oh was anderes fällt ihnen wohl nicht ein, kommt ja schliesslich auf den Inhalt an und nicht auf die Rechtschreibung.Aber manche haben ja keine anderen probleme oder zuviel Freizeit,weil sie Hartz 4 beziehen,also reicht bei manchen der Verstand nur so weit,wie von der Tapette bis zum Leim.Wobei zu sagen ist, das ich kein Nazi bin oder auch kein Neonazi bin. Es geht um den Angriff gegen den Hund stellen Sie sich vor wenn sie einen haben und man Knallt den ab. Mkg Ines

Theo Blond 06.07.2010 - 12:11:32

Peinlich

Es ist schon peinlich, wie sich die Nazis hier aufführen. Zum Glück kann jeder, der lesen kann, sehen, dass es mit deren Intelligenz nicht so weit her ist. Die Fehlerdichte ist sehr hoch - sowohl grammatikalisch als auch inhaltlich.

TfK1488 05.07.2010 - 21:50:51

Ich

Die Presse ist der große Lügengeber der Welt. Was hier los ist mit den Linken die alles machen dürfen wie gestern mn bei Spiegel TV gesehen hat das die Linke Szene alles machen darf und das Rechte Spektrum ist mal wieder der angemeinterte

Gesche 03.07.2010 - 17:10:12

demo

Trotz Verbot wird die Demo in Manschnow stattfinden.Neuer Veranstalter

Ines 03.07.2010 - 17:06:09

hund

DICH müsste man in den zwinger stecken , die Wahrheit wurde noch nie geschrieben sonst würde der Kommentar von herrn Gesche noch drinne stehen.Aber sofern Aussagen nicht der demokratischen Lügenpresse entspricht,werden diese ja gelöscht. Mkg Ines

Theo Blond 03.07.2010 - 10:23:36

Sehr gut

schade, dass die Polizei den Köter nicht abgeknallt hat. Diese Waffen auf vier Beinen gehören alle in einen Zwinger, bis sie sich gegenseitig erledigt haben. Und was die Lügen angeht. Ich glaube der MOZ und nicht den Nazis. Auch nicht den Anwälten von Nazis.

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