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Hirschfelder von Rummel um Dieter Moor genervt

Umstritten: Sonja und Dieter Moor haben im Barnim einen Hof – und reden gern darüber. Das gefällt nicht allen.
Umstritten: Sonja und Dieter Moor haben im Barnim einen Hof – und reden gern darüber. Das gefällt nicht allen. © Foto: Dieter Moor
Mathias Hausding / 09.04.2011, 07:59 Uhr - Aktualisiert 17.09.2014, 14:28
Hirschfelde (In House) Vor acht Jahren zogen der Schweizer TV-Moderator Dieter Moor und seine Frau Sonja nach Hirschfelde im Kreis Barnim. Sie gründeten einen Bio-Bauernhof. Dann schrieb Moor ein Buch 
darüber, das sich sehr gut verkauft hat, und damit begannen im Ort die Probleme.

Vor drei Wochen fand Sonja Moor ein verletztes Schaf auf ihrer Weide und im Briefkasten einen anonymen Drohbrief. Dem Tier hing ein Auge heraus, jemand muss ihm einen Schlag versetzt haben. Im Brief stand: „Wenn Ihr nicht abhaut, helfen wir nach.“ Die Polizei ermittelt wegen Nötigung und Tierquälerei. Es ist der vorläufige Höhepunkt eines erbitterten Konflikts in Hirschfelde, der lange schwelte und nun offen ausgebrochen ist.

Alles dreht sich um die Frage, wer in dem 300-Einwohner-Dorf das Sagen hat und wie sich der Ort künftig entwickeln soll. Oder ob sich überhaupt etwas ändern soll. „Wir wollen unsere Ruhe“, sagt Viktoria Sandhofer, Grafikdesignerin und seit fünf Jahren im idyllischen Angerdorf ansässig. Schon jetzt sei an Wochenenden alles zugeparkt, weil Touristen sehen wollen, wo Dieter Moor lebt. „Man wird permanent von Berlinern vollgequasselt. Das nervt. Mein Nachbar geht schon nicht mehr an den Zaun“, klagt Viktoria Sandhofer.

Der 53 Jahre alte Moor ist bereits seit den 90er Jahren bundesweit bekannt. Da moderierte er auf Vox das Magazin „Canale Grande“. Dann wurde es stiller. Seit 2006 ist er wieder da, erst als Moderator der „Kulturzeit“ auf 3sat, inzwischen als Gesicht von „ttt“ im Ersten. Zeitgleich hat er mit seiner Frau den Hof in Hirschfelde aufgebaut und einen Bestseller über die nicht immer leichte, aber doch sehr glückliche Eingewöhnungsphase in Brandenburg geschrieben. Nun ist er ein gefragter Experte in Sachen Osten und gesunder Lebensweise. Der RBB schickt ihn unter dem Titel „Bauer sucht Kultur“ durch die Mark.

Wer wollte es ihm verdenken, dass er bei öffentlichen Auftritten auf Nachfrage auch Werbung für seinen Hof macht? Doch inzwischen greifen Sonja und Dieter nach dem ganzen Dorf. Sie sagen, sie wollen nur das Beste für Hirschfelde, was vielleicht sogar stimmt. Und doch wird es vielen zu bunt. Sie fühlen sich überrollt von der Medienmaschine Moor und sammeln Unterschriften gegen Sonja Moors Idee von einem „Modelldorf Hirschfelde“. Hinter dem Begriff steckt das Ziel, in der von den Moors ins Leben gerufenen – Pardon! – „arschlochfreien Zone“ (AFZ) landwirtschaftliche Öko-Produkte nicht nur zu erzeugen, sondern auch weiterzuverarbeiten und zu verkaufen. Die Kritiker befürchten vor allem eines: noch mehr Touristen.

Die Gräben in Hirschfelde verlaufen dabei nicht zwischen Ost und West, zwischen den Alteingesessenen und den Neuen, sondern zwischen verschiedenen Lagern unter den Zugezogenen. Viktoria Sandhofer ist Österreicherin wie Sonja Moor. Gero Riedel kam vor 20 Jahren aus Berlin-Reinickendorf. Er sagt: „Auf ihrem Hof können die Moors machen, was sie wollen, aber nicht im öffentlichen Raum.“ Riedel sieht „eine Vermarktung des Dorfes im Eigeninteresse, mit den Einwohnern als Staffage“. Zum Beleg für diese These verweisen er und andere auf das Dorffest im vergangenen Sommer, das Sonja Moor mitorganisiert hat. Prompt stand nicht wie sonst die freiwillige Feuerwehr im Blickpunkt. Alles drehte sich um Dieter Moor. Der RBB übertrug live. Die Stimmung im Dorf kippte.

Dieter Moor hat das Fest anders in Erinnerung. „Die Händler haben das Geschäft ihres Lebens gemacht. 8000 Leute waren da“, sagt er. Konfrontiert man ihn mit dem Vorwurf, er würde sich engagieren, um seine Bekanntheit zu steigern, schüttelt er verständnislos den Kopf. „Das ist keine PR-Sache. Was wir hier machen, ist mir wirklich wichtig.“

Am Donnerstagabend trafen die Kontrahenten in der Werneuchener Stadtverordnetenversammlung aufeinander. Die Ereignisse im Ortsteil Hirschfelde standen nicht auf der Tagesordnung, aber es war klar, dass es in der Bürgersprechstunde darum gehen würde. Wortgefechte blieben aus. Marion Vorreiter, eine Nachbarin der Moors, verlangte Informationen über den Stand des Projekts Modelldorf. „Wir befürchten einschneidende Veränderungen.“ Bürgermeister Burkhard Horn (Linke) verwies lediglich auf den einstimmigen Beschluss der SVV, das Projekt zu befürworten. „Supermarktähnliche Einkaufsströme sind nicht zu befürchten“, fügte er leicht genervt hinzu. Es handele sich um eine ganz normale private Unternehmung durch die auf Initiative von Sonja Moor gegründete Genossenschaft.

Zu deren Mitgliedern gehört der in der Schorfheide lebende Schauspieler Michael Gwisdek. „Meine Frau steht auf Öko, so kam ich dazu“, erzählte er am Rande der Stadtverordnetenversammlung. „Es ist wunderbar, was da in Hirschfelde aufgebaut wird. Leider gönnen einige Menschen das dem Moor nicht, weil er prominent ist.“

Gero Riedel sagt, er habe nichts gegen zusätzliches Gewerbe im Ort. Den Dorfladen, den die Genossenschaft wiedereröffnet hat, möchte er nicht missen. Den Frieden hält er für wiederherstellbar. „Sonja Moor darf nur nicht vorgeben, was gemacht wird“, fordert er. „Die Einwohner müssen befragt und beteiligt werden.“ Ortsvorsteher Lothar Ast versichert: „Die Ideen der Moors helfen dem Ort.“ Er bedauert aber, dass sich Sonja Moor mit Kritik schwer tut. „Ich habe ihr mal widersprochen, da ist sie gleich explodiert“, erinnert sich Ast.

Die Angesprochene will ihren Stil nicht ändern. „Ich bevorzuge die direkte Art. Wenn jemand mit mir über das Modelldorf reden will, dem die Sachkenntnis fehlt, breche ich das Gespräch ab“, sagt Sonja Moor. „Wir sind für niemanden eine Bedrohung“, betont sie. Und: „Ich muss dieses Modelldorf nicht haben.“ Auch Dieter Moor macht sich Gedanken, wie es weitergehen kann. „Die Spannungen sind belastend“, gesteht er. „Als Schweizer bin ich für direkte Demokratie. Vielleicht sollte man über das Projekt abstimmen lassen.“

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BabsiN 25.05.2014 - 10:13:10

Genervte Hirschfelder durch D.Moor

Herr Moor und Frau Sonja haben sich einen Traum verwirklicht.Wahrscheinlich warte die Grafikerin nicht genervt wenn man sich fuer ihre Arbeiten interressierte.Ja und die Bösen Börsen Berliner -nun wagen die es auch noch Interresse zu zeigen ! Man hinterfragt doch nichts....Schade Herr Moor warten Sie doch nach Kladow/Gatow mit Ihrer Frau gekommen.Wir harrten uns gefreut und ganz bestimmt waere keinem Unschuldigen Tier ein Auge ausgeschlagen worden...Hatte das Schaefchen denn eine GRENZMARKIERUNG ueberschritten ?

Sonntag 26.11.2012 - 17:06:10

Werneuchen Zuzug

Ja Werneuchen ist was die Wohngegend angeht in sehr guter Lage. Was man an der verstopfte B 158 jeden Tag nach Berlin sehen kann. Mit der Bahn ist man schneller. Und mitlerweile werden es auch einige Bereuen, dass die Eisenbahn nicht mehr nach Wriezen fährt. Geschweige den nach Polen. Alle Richtungen , außer Berlin, sind in Kürze erreichbar. Die ODEG - Bahn könnte ja sonst genau so erfolgreich werden wie die NEB - Ostbahn nach Küstrin. Was Neuhardenberg angeht, ist die ja nur Interesant für Autofahrer, oder Versuchen sie mal am Wochenende ohne Auto von Trebnitz oder Gusow nach Neuhardenberg zu kommen. Ich sage mal so Nutze deine Möglichkeiten in den vorhandenen Rahmen. Es wird immer entgegengesetzte Interessen und Neider geben.

Karl Rupflin 18.07.2012 - 00:33:56

Hirschfelder von Rummel um Dieter Moor genervt

Es ist doch ein ganz normales Verhalten der Einwohner, dass man bei einem zugezogenen erst einmal auf Distanz geht und beobachtet. Zumal es sich um einen Prominenten geht, dazu noch Ausländer (Schweizer und Österreicherin). Aber wenn Herr und Frau Moor es ehrlich meinem und dvon bin ich überzeugt mit der Dofentwicklung und die ersten Erfolge sich einstellen, werden die Kritiker immer weniger. Ein paar werden immer auf Distanz bleiben, weil sie es nicht verstehen, dass es auch Dieter Moor und seine Frau sein können die ein Dorf positiv verändern zum wohle aller. Ich lebe seit 7 Jahren in Costa Rica und muss sagen, dass hier eine andere Tolleranz dem nächsten gegenüber praktiziert wir, die nur als positiv verglichen mit der der Hirschfelder bezeichnet werden kann. Ich frage mich oft, entwickelt sich in Deutschland eine Neidgesellschaft?

Susi Sorglos 22.04.2011 - 21:46:48

Tiefseetaucher taucht wahrscheinlich nur ab!

einfach mal mit offenen Augen durch das Oderland fahren, dann findet man genug Gasthäuser, die Sie willkommen heißen. Punkt! Und: nicht so gefrustet sein .... einmal ein paar freundliche Wort .... dann geht es jedem auch gleich besser.

tiefseetaucher 17.04.2011 - 00:29:52

Restaurants Oderbruch ...

@Susi Sorglos ... na denn mal raus mit Ihren Vorschlägen für vorzeigbare Gastronomie im Oderbruch - ich hab's sogar schon vom Schloss bis zum ganz großen Wasser im Osten geschafft ... Stichwort Arbeitsplätze: Touristiker haben früher von Saisonarbeitsplätzen gesprochen, weil sie gerne Winterschlaf gehalten haben - zu viele machen das heute noch so. Befristete Arbeitsplätze sind eben befristet - unabhängig von einer Saison und die werden aufaddiert.

Susi Sorglos 15.04.2011 - 09:29:39

das einzige Haus im Oderbruch mit Mindeststandard im Oderbruch

@Tiefseetaucher das geht aber nun ein wenig zu weit. Scheinbar hat der Tiefseetaucher es bisher nur an den Rand des Oderbruchs (siehe Neuhardenrberg) geschafft, sonst hätte er viele gemütliche Gasthäusergefunden, wo es die von ihm "vorzeigbare" Gastronomie geht. Und befristete Arbeitsplätze sind Saisonarbeitsplätze. @ susi mit sorgen hat insofern recht, unsere Zinsen werden in die nicht immer gut besuchten Veranstaltungen gesteckt. Und der Sparkassenverband muss dann weniger Steuern zahlen. Subventionen für das Schlos Neuhardenberg, die wir alle tragen. Nochmals an ALLE: Was war hier nochmal das Thema?

tiefseetaucher 13.04.2011 - 10:34:10

Mal bitte nachdenken ...

@susi mit sorgen ... die Stiftung Schloss Neuhardenberg GmbH als Eigentümer des Schlosses Neuhardenberg hat in einer extrem strukturschwachen Gegend 50 feste Arbeitsplätze, 17 befristete Arbeitsplätze, 10 Auszubildende und 8 Saisonkräfte beschäftigt - nachzulesen in der veröffentlichungspflichtigen Bilanz des Unternehmens. Ich kann mir keinen besseren Umgang mit Investitionsmitteln vorstellen. Soweit ich das nachlesen kann, ist die Bilanz ausgeglichen - auch durch mich, der hin und wieder sein Geld in diesem Haus lässt. Dabei ist zu bemerken, dass das Schloss Neuhardenberg das einzige Haus im Oderbruch ist, in dem man einen vorzeigbaren Mindeststandard in der Gastronomie hält. Nur zur Erinnerung: In Wriezen und viele anderen Orten der Gegend kriegen Sie am Wochenende nix zu essen.

susi mit sorgen 12.04.2011 - 22:23:27

@susi sorglos

dieses schloss in neuhardenberg widert mich heute noch an. das ganze geld sind die nicht gezahlten zinsen der sparer der sparkassen. und wenn ich an den udo lindenberg denke, wie der auf der empore der kirche herumgetanzt ist. und das noch vor dem staatsoberhaupt deutschlands!

Jochen 12.04.2011 - 11:39:04

Totale Ruhe...

...kann ja nun auch nicht die Lösung sein. Dann könnten wir uns alle gleich erschießen. Die Beteiligten sollten sich bemühen, einen Kompromiss zu finden.

Anton 11.04.2011 - 11:46:07

.. schade ..

Ich finde es sehr schade, dass die Bevölkerung hier dargestellt wird, als wissen sie nicht, was gut für sie ist. Wenn die Menschen dort Ruhe möchten, warum gönnt man sie ihnen nicht, sondern meint, dass viele Besucher doch viel besser wären? Nicht jeder möchte, dass wildfremde Menschen auf seinem Hof parken und dass von Dorffest live im Fernsehen berichtet wird. Anton

Susi Sorglos 10.04.2011 - 19:46:37

Das erinnert mich an ein Dorf am Rande des Oderbruchs - Neuhardenberg...

.... als in Neuhardenberg das Schloss umgebaut wurde, wehrten sich viele Neuhardenberger dagegen. Heruntergekommene Wohnblöcke noch mit Ofenheizung mussten abgerissen werden, die Bewohner zogen meist umfreiwllig in schönere Wohnungen. Später dann, als sich der Erfolg so langsam eingestellt hatte und bei Veranstaltungen auch mal das Dorf zugeparkt war, da wurde nur geschimpft. Hätte ich da ein Grundstück gehalbt, hätte ich meinen Hof vermietet - als Parkgelegenheit. Heute fahren die Leute mit ihrem Rad durch den Park oder gehen dort spazieren - auch die Neuhardenberger und ich glaube, nun hat sich auch der letzte Meckerer daran gewöhnt, dass es nun alles so schön hergerichtet ist und vor allem Neuhardenberg immer bekannter wird. Veränderungen ziehen immer wider Leute mit sich, die alles nur negativ sehen. Hirschfelder! Lasst die Familie Moor doch einfach zufrieden...

Susi Sorglos 10.04.2011 - 19:34:29

Was für ein Rummel?

Was ist das? Neid? Fühlen sich da etwa Leute in der Aufmerksamkeit vernachlässigt? Hirschfelder, freut Euch über die vielen Besucher und was Frau Moor angeht, lassen Sie diese Frau einfach mal tun, Frauen haben eh die Hosen an. Und ganz ehrlich, nun freue ich mich auf das zweite Buch. An Schreibstoff dürfte es Herrn Moor bei diesen Mitbewohnern wohl kaum fehlen. Das erste "Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht" war ja bereits der Renner. Ich habe es mindestens ein halbes Dutzend mal, besonders an Zugezogene hier im Oderbruch verschenkt.

D. Peters 10.04.2011 - 11:00:41

Beantwortung der hier gestellten Fragen

@Merkina: Wozu nicht? @Karl Klarsicht (im Moment aber anscheinend vernebelt): Ich z.B. glaube ihr! Im Übrigen hat dies nichts mit glauben zu tun, sondern es ist Tatsache! Ansonsten schließe ich mich vollumfänglich Tiefseetauchers Kommentar an!

merkina 10.04.2011 - 07:39:39

Modelldorf, nein Danke

Hirschfelde war schon seit langem ein idyllisches Dorf in Brandenburg, nahe an Berlin. Deshalb hat sich Familie Moor ja wohl auch hier Ihre Zukunft aufbauen wollen. Nicht etwa weil das Dorf so heruntergekommen und verlassen war. Die Statistik auf der Werneuchenseite zeigen, daß die Einwohnerzahl seit 1992 konstant ist. Die Arbeitslosenzahlen liegen im üblichen Bundesdurchschnitt. Es gibt einen großen Arbeitgeber (Rehaconsult) und mehrere Selbstständige Unternehmer. Mietwohnraum ist Mangelware, Baugrund ist begrenzt, jährlich wird im Schnitt ein neues Haus gebaut von Menschen die hierher ziehen wollen. Weil das Dorf so Idyllisch ist und nahe an Berlin... Dieter Moor schreibt Bücher und bringt den Tourismus :-)) Wozu also, sollte Hirschfelde ein Modelldorf werden?

Karl Klarsicht 10.04.2011 - 07:23:32

Die Geschichte vom Drohbrief

Wer außer den Medien sollte Ihr die tolle Geschichte vom Drohbrief und dem verendeten Schaf jetzt noch glauben? Sonja, wer einmal lügt dem glaubt man nicht…

tiefseetaucher 09.04.2011 - 22:00:19

Sehr lustig ...

... da betreiben nun "die Hirschfelder" ihren Autowandersport auf "unseren Straßen" (in Hirschfelde gibt's ja nix - da muss man ja ständig weite Strecken fahren, im letzteren Fall dann eben auf "meiner" Straße). Und wenn mal ein paar Leute nach Hirschfelde einreisen wollen, gibts ein Heidentheater, weil dort ein paar Leute glauben ihnen würde auch alles vor ihrem Zaun gehören. Vor allem für die Feuerwehr-Dynastie scheint die Angelegenheit ja hart zu sein, wo sie doch sonst immer die meisten Fördergelder im Dorf kriegen, das größte Haus am Platze haben und ungerne Macht abgeben. So normale Menschen würden ein (gutes) Restaurant, ein Hotel oder was auch immer für ein Geschäft aufmachen und die Gunst der Stunde für neue Arbeitsplätze nutzen - der Brandenburger jammert erst mal los.

Susi Sonnenschein 09.04.2011 - 19:55:57

Kann ich verstehen.......

Oh man...wer Rummel will soll doch in die Stadt ziehen. Ich kann die Einwohner von Hirschfelde verstehen, denn wer sich entschieden hat auf dem Land zu leben der möchte natürlich seine Ruhe haben und nicht von fremden Leuten über den Gartenzaun angequatscht werden. Und mal ganz ehrlich, wer profitiert denn hier am meisten?! Doch nur die Moors!!! Kein einziger Hirschfelder hat etwas davon außer Völkerwanderungen an seinem Zaun entlang und zugeparkte Straßen.

Arménio Fortunato 09.04.2011 - 15:21:42

Jetz fehlt nur das Vermarktungskonzept :)

Jetzt fehlt nur das Werbekonzept, das Dorf zu vermarkten. Außer Moors Konzept, gibt es bestimmt in Hirschfelde und Umgebung weitere Attraktionen, die zu vermarkten gilt.

rudolf 09.04.2011 - 13:59:45

tja...

..kostenloses marketing für hirschfelde...man andere wären stolz drauf und vielleicht auch froh, wenn nester in brandenburg nicht nur dahinsiechen, sondern mediale aufmerksamkeit erhalten. im übrigen sind touristen für so manche gemeinde die einzige einnahmequelle, aber gut, wer dies nicht will... einschliessen, rollos runter und kopf ins kissen gepresst.

Keks 09.04.2011 - 13:45:50

titellos

"Was war in Hirschfelde vorher los?" nichts - und damit waren die Einwohner wohl zufrieden. Jetzt sind dort wohl ständig Touristen. Dass die Einwohner dies nicht wollen ist wohl verständlich. Wer "Remi-Demi" will, zieht nicht in ein Dorf.

Peter Witzke 09.04.2011 - 12:25:00

typisch Deutsch

Was war in Hirschfelde vorher los? Dann besinnt man sich durch Morrs Zuzug wieder an längst vergessene Stärken und schon geht der Neidfaktor um.Meckern wie schlecht es uns doch geht und dann unser deutsches Schwarz- Weiss Prinzip, dazwischen gibt es nicht. Machen Sie weiter Fam. Moor und versuchen Sie Ihre Leute mitzunehmen. Ich bin kein "eingefleischter Biofan", für mich ist die konventionelle Landnutzung ebenfalls sehr wichtig, aber es müsste noch mehr Moors im ländlichen Raum geben!!!!

Christina Dyhr 09.04.2011 - 12:23:45

Brandenburg für alle

Traurig und bestürzt las ich den Artikel über Familie Moor. Ich kenne die beiden nicht persönlich, nur aus den Medien. Ich bin aber überzeugt, dass beide nur das Beste für Hirschfelde und damit für den Barnim wollen. Sicherlich kann es sein, dass sie dabei vielleicht manchmal nicht den richtigen Ton treffen oder dies oder jenes ungeschickt angefasst wurde. Ja und manches haben sie vielleicht auch falsch gemacht, nur wer nichts tut, macht keine Fehler. Sie haben sich entschlossen, in Brandenburg zu leben, und sich für ihr Wohnumfeld zu engagieren. Jetzt meckert nicht rum, sondern redet miteinander!! Jeder wird hier gebraucht!!

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