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MOZ-Chefredakteur Frank Mangelsdorf: "Eine Diktatur funktioniert, weil sie Notlagen ausnutzt"

Seit 2002 Chefredakteur der Märkischen Oderzeitung: Frank Mangelsdorf
Seit 2002 Chefredakteur der Märkischen Oderzeitung: Frank Mangelsdorf © Foto: privat
07.08.2011, 19:45 Uhr - Aktualisiert 07.08.2011, 20:00
Frankfurt (Oder) (In House) Die „Bild“-Zeitung hat dem Chefredakteur der Märkischen Oderzeitung, Frank Mangelsdorf, am Wochenende vorgeworfen, in den 80er Jahren die Staatssicherheit unterstützt zu haben. Ulrich Thiessen befragte ihn nach den Umständen der Nutzung einer konspirativen Wohnung.

Herr Mangelsdorf, der Staatssicherheit die eigene Wohnung zur Verfügung zu stellen, erweckt den Eindruck einer zweifelhaften Nähe zum DDR-System ...

Der Eindruck täuscht. Ich habe zu keiner Zeit für die Staatssicherheit gearbeitet, geschweige denn mündlich oder schriftlich für die Staatssicherheit Berichte geliefert. Im Gegenteil, es wurden über mich Berichte durch die Stasi erstellt.

Aber Sie haben eine Verschwiegenheitserklärung des MfS unterzeichnet?

Meine spätere Frau lebte 1983 in Berlin-Oberschöneweide mit der einjährigen Tochter in einer Einraumwohnung. Die Wohnung war feucht. Sie hatte kein Badezimmer und die Toilette, eine Treppe tiefer, nutzten mehrere Mietparteien. Das war zu DDR-Zeiten vereinzelt noch Standard. Das führte aber auch dazu, dass unsere Tochter an schwerer Bronchitis erkrankte. Meine Frau arbeitete beim Rundfunk. Sie fehlte oft wegen des kranken Kindes. Ein Kollege sprach sie dann an, er könne ihr eine andere Wohnung vermitteln. Die Bedingung war, dass das MfS ein Zimmer der Zweizimmer-Wohnung nutzen würde. Darauf ist sie in ihrer Not eingegangen.

Wann haben Sie von dem Arrangement erfahren?

Mitte 1985. Da zogen wir zusammen. Das MfS verlangte von mir eine Verschwiegenheitserklärung. Die Nutzung der Wohnung dauerte dann noch anderthalb Jahre.

Wie muss man sich das vorstellen? Sie saßen beim Abendbrot, und nebenan verhörte die Stasi jemanden?

Bis auf das Leisten meiner Unterschrift habe ich nie jemanden gesehen. Die Kontakte zwischen der Stasi und ihren Informanten fanden in unserer Abwesenheit statt. Die Leute vom MfS hatten einen Schlüssel zur Wohnung und nutzten ein Zimmer. Das andere war abgeschlossen.

Fühlt man sich nicht unbehaglich in so einer Situation 
und gab es Möglichkeiten, die Vereinbarung zu been
den?

Natürlich fühlte man sich nicht gut. Wir haben recht schnell nach einer Legende gesucht. Als meine Frau mit unserer zweiten Tochter schwanger wurde, haben wir auf die schwierige Suche nach einem Krippenplatz verwiesen und erklärt, meine Mutter müsse zu uns ziehen. Beides stimmte nicht: Meine Mutter hat bis vor wenigen Jahren in ihrem Haus in Brandenburg gewohnt und den Krippenplatz bekamen wir auch. Aber es reichte, dass die Stasi die Wohnung als zu unsicher ansah. Ab Ende 1986 wurde die Wohnung nicht mehr genutzt, ein paar Monate später bekamen wir das auch schriftlich.

War die Nutzung ein reiner „Freundschaftsdienst“ 
oder gab es Gegenleistungen?

Wenn ich mich recht erinnere, übernahm die Stasi ein Drittel der Mietkosten und einen Teil der Energierechnung. Außerdem gab es zwei, drei Mal Blumen. Den Anlass kann ich gar nicht mehr sagen. Ich weiß nur, dass ich seit damals Chrysanthemen nicht mehr leiden kann.

Der Mitarbeiter der Stasi-Unterlagenbehörde Rüdiger Sielaff erklärte, dass das MfS sein Überwachungssystem mit 7000 konspirativen Wohnungen nicht hätte aufrecht erhalten können, wenn niemand die Wohnungen zur Verfügung gestellt hätte ...

Ich finde bemerkenswert, dass viele ohne die Kenntnisse, wie solche Vereinbarungen zustande kamen, erklären, was man hätte tun sollen. Hier wird einseitige Geschichtsaufarbeitung betrieben und das undifferenzierter und damit oberflächlicher, als es Mitte der 90er Jahre stattgefunden hat. Eine Diktatur funktioniert auch deshalb, weil sie Notlagen auszunutzen weiß.

Anfang der 90er Jahre gab es Kriterien zur Einordnung von Stasikontakten. Geschenke – und seien es Blumen – galten als Belastung. Damit wären Sie im Raster hängen geblieben, das man damals angelegt hat...

Ich bin einmal in der Wendezeit, meine Frau ist insgesamt drei Mal überprüft worden – unter anderem, als sie im ARD-Hauptstadtstudio arbeitete. Eine unabhängige Kommission kam dabei zu dem Urteil, dass es sich um das Ausnutzen einer Notsituation durch das MfS gehandelt hat. Die Inhaber der Märkischen Oderzeitung wissen seit Jahren Bescheid. Das gilt auch übrigens für den Springer-Verlag, für den ich in den 90ern gearbeitet habe. Viele Jahre fand man es nicht interessant, darüber zu berichten. Warum man das jetzt getan hat, weiß ich nicht.

Hätten Sie nicht offensiver mit diesem Teil Ihrer Biographie umgehen sollen?

Ich habe mich für nichts zu entschuldigen. Dass ich vor 26 Jahren zulassen musste, dass das MfS einen Teil meiner Wohnung nutzte, ist – meiner Meinung nach – nicht von allgemeinem Interesse. Es wäre anders, wenn ich für das MfS berichtet hätte. Das ist zu keinem Zeitpunkt weder schriftlich noch mündlich erfolgt. Im Gegenteil, ich war nicht bereit, Anwerbeversuchen als IM nachzugeben. Ich habe auch nie öffentlich gemacht, dass die Stasi eine Akte über mich angelegt und meine Post kontrolliert hat.

Die MOZ berichtet über die DDR-Vergangenheit und deren Aufarbeitung. Besteht die Gefahr, dass die Glaubwürdigkeit beeinträchtigt wird?

Die Märkische Oderzeitung hat als eine der ersten regionalen Ost-Zeitungen sich einer Stasi-Überprüfung gestellt und daraus die Schlussfolgerungen gezogen. Ehemaligen Kollegen, die denunziatorisch tätig waren, wurde gekündigt.Eine Einflussnahme auf die unabhängige Berichterstattung der Journalisten dieser Zeitung fand und findet nicht statt. Wir halten an unserem Grundsatz fest, das Zeitgeschehen kritisch zu begleiten und den Dingen auf den Grund zu gehen.

 

Zur Person

Frank Mangelsdorf wurde 1957 in Rathenow geboren. Nach dem Abitur lebte er in Berlin, studierte Journalistik und arbeitete bei der Zeitung „Der Morgen“. In der Wendezeit als gewählter stellvertretender Chefredakteur. Weitere berufliche Stationen: „Die Welt“, „Der Tagesspiegel“, „Berliner Morgenpost“, „Ostseezeitung“. Seit 2002 ist er Chefredakteur der Märkischen Oderzeitung. Seit 2011 gehören dazu auch der „Oranienburger Generalanzeiger“, der „Hennigsdorfer Generalanzeiger“, die „Gransee-Zeitung“ und der „Ruppiner Anzeiger“.

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faules ei im omelette 09.08.2011 - 22:17:14

Nein sagen konnte jeder!

Wem das Thema zum Halse raushängt, muss sich hier doch nicht daran beteiligen. Und dann wieder dass Totschlagargument "Nazi-Vergangenheit in der BRD" zu bemühen zeigt für mich, dass diese Kommentatoren den Umgang der BRD mit Alt-Nazis zu Recht verurteilen, Stasi-Helfer aber reinwaschen wollen. Ergibt irgendwie keine Logik. Es fragt sich doch, ob man nicht Vorteile verlor, wenn man nicht NEIN sagte. Als die Stasi versuchte, mich zur IM-Tätigkeit zu "bewegen", habe ich auch NEIN gesagt. Das war nicht einfach, aber es ging. Also bitte!

Wolfgang 09.08.2011 - 21:53:23

Nachsatz für die Zeitungsschreiberin

Als Zeitungsschreiberin muß man natürlich die Rechtschreibung aus dem ff beherschen, aber leider ist und bleibt Ihr Inhalt NULL!!! Weiterhin guten Urlaub und viele Grüßen an Herrn Mangelsdorf!!!

Wolfgang 09.08.2011 - 21:47:27

Armselig

Ich habe nur eine Antwort für Sie Frau Spranistin, sehr ,sehr armselig, wenn das Ihre einzige Antwort auf Ihr niveauloses Schreiben wae!!!!!!!!! Gute Nacht, suchen Sie sich ein anderes Orchesterinstrument.

m.winter 09.08.2011 - 21:42:39

sich zum stillschweigen verpflichten musste

Der Jurist Weberling bescheinigt Herrn Mangelsdorf, dass er „sich zum Stillschweigen verpflichten musste.“ MUSSTE? Das zeigt ein falsches Bild von der DDR-Wirklichkeit. Wir mussten uns nicht zum Stillschweigen verpflichten, wir konnten NEIN sagen. In meine Wohnung wollte die Stasi auch einziehen. Ich fand es ekelhaft, dass die Herren überhaupt dachten, ich würde sie unterstützen und habe abgelehnt. Ich wusste, dass ich deswegen meine bereits in den Westen ausgereiste Tochter vielleicht würde nie wieder treffen können. Aber ich wusste auch, niemand der Anstand vor sich selbst hat, lässt sich auf so was ein. An alle, die nicht in der DDR gelebt haben, besonders die jungen Leute: Glaubt solche Geschichten nicht! Es ist nicht wahr, wir mussten nicht die Stasi als Untermieter in unseren Wohnungen dulden.

m.winter 09.08.2011 - 21:38:04

frau

ist das forum schon jetzt- 21,36 uhr, wegen überfüllung geschlossen? stehen zu viele an?

sopranistin 09.08.2011 - 20:58:34

@ Wolfgang

@ Wolfgang Sehr geehrter Herr Wolfgang, ich würde Sie bitten, sich um einen Nachhilfeunterricht in deutscher Sprache zu bemühen. 4 Fehler in einem so kurzen Beitrag ist doch der eigentliche B.....t ! Mir wurde bei Ihrem Text nicht speiübel, denn ich kenne diese Verfassertypen alias……… „Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, Ich kenn auch die Herren Verfasser; Ich weiß, sie tranken heimlich Wein Und predigten öffentlich Wasser.“ Also, nicht verzagen, Duden und H. Heine fragen. Schön, dass um 22.00 Uhr diese(1. F: fehlt s) Forum geschlossen wird, denn beim Kommentar der Sop(2. F ohne h) hranistin kann einem speiübel werden. Nicht nur, dass sie vom eigentlichen Thema abschweift, nein sie schreibt auch solch einen B.....t ! We(3.F fehlt l) cher Kommentatorenecke sie angehört, ist unschwer zu erkennen. So,(Leertaste) dass war(4.F fehlt ’s) und schönen Gruß an Herrn Mangelsdorf. Sopranistin, aus dem Urlaub 09.08.2011 21:30

Marco Habeck 09.08.2011 - 19:53:33

Ein erster Schritt Herr Mangelsdorf

Das sie den Mut gefunden haben nach über 60 Kommentaren in die Höhle des Löwen zu gehen. Das Thema Stasi ist eine sehr schwierige Sache man kann nicht pauschal darüber Urteilen man muss eben jeden Fall einzeln betrachten. Wie wir schon festgestellt haben trifft viele die Moralische Schuld einen System zusammengearbeitet zu haben. Das unschöne ist eben auch das sich die Überzeugungstäter gerne hinter den kleinen Fischen verstecken. Die Staatssicherheit lebte vornehmlich auch von Informationen wie " Herr xx Empfang Westbesuch" Aus erster Sicht harmlos. Diesen Leuten kann man verzeihen wenn sie Reue zeigen und Ihr damaliges falsches Handeln eingestehen. In erste Linie ging es ja in der Presse um ihre Frau. Nur nebenbei wurde Sie erwähnt. Würden Sie nicht in der Öffentlichkeit stehen hätte es niemanden interessiert. Wie sie schon festgestellt haben laut den Unterlagen die Sie dem Gutachter vorgelegt haben sind Sie ein kleiner Fisch. Da es um Ihre Glaubwürdigkeit momentan etwas schlecht bestellt ist glaubt Ihnen die Leser nicht. Im Zuge der Ermittlungen ihrer Frau kommen ewt. dann weitere Dinge auf den Tisch. Warum ist Ihr Handeln so verwerflich? Sie haben Privilegien genossen die andere nicht hatten. Laut Verfassung der DDR sind alle Bürger gleich. Aus damaliger und heutiger Sicht ist das Vorteilnahme. Sie haben in kauf genommen das andere zu Schaden kommen. Jeder Bürger wusste um die Staatssicherheit. Die Erkenntnis "Von diesen anderthalb Jahren meines Lebens, auf die ich nicht stolz bin" Ist nicht tief genug und distanziert sich nicht deutlich davon. Auch ihre Selbstdarstellung in der MOZ zeugte nicht davon das Sie etwas als falsch empfunden haben. Hier hätte Sie schon viel richtig machen können. Deswegen empfehle ich Ihnen so lange bis die Rolle ihrer Frau und auch Ihre geklärt ist den Stuhl des Chefredakteur einen unbelastet Mitarbeiter zu übergeben. Die Chance dort hin zurückzukehren hängt davon ab wie Sie zu dem damaligen System stehen und in erste Linie wie ehrlich Sie gegenüber Ihren Lesern sind. Sollte es weitere Dinge geben wäre es von Vorteil wenn man Sie in Ihrer Zeitung ließt und nicht in der Bild. Allen anderen möchte ich sagen neutrale Zeitungen gibt es nicht. Jeder Journalist Redakteur hat eine Politische Meinung. Auch die Politik versucht die Presse zu beeinflussen. Wie das Funktioniert konnte man beim ZDF sehen. So kann man unbeliebte Beiträge verhindern. Genau das vermissen die Leser der Moz unverblümt fragen stellen und Gefühl für gut gemachten Journalismus. Nicht schlechte Beträge von Volontären zusammengetragen. Keine einseitige Berichterstattung durch die rote Brille. Was in der Region erreichen und dem Leser das Gefühl geben das ist meine lokale Zeitung und kein Schmierblatt. Ihre Aufgabe oder die des Nachfolgers.

Wolfgang 09.08.2011 - 19:45:13

Schließung des Forums

Schön, dass um 22.00 Uhr diese Forum geschlossen wird, denn beim Kommentar der Sophranistin kann einem speiübel werden. Nicht nur, dass sie vom eigentlichen Thema abschweift, nein sie schreibt auch solch einen B.....t ! Wecher Kommentatorenecke sie angehört, ist unschwer zu erkennen. So,dass war und schönen Gruß an Herrn Mangelsdorf.

Controler 09.08.2011 - 19:38:28

Merkwürdig

ist schon merkwürdig, wenn der Herr Mangelsdorf für seine Reinwaschung auf eine juristische Prüfung des Herrn RA Weberling verweist. Denn Herr Weberling ist ja wohl der Haus- und Hofanwalt der MOZ, der die presserechtlichen Sachen gegen Entgelt bearbeitet.Von wem wird Herr Weberling bezahlt? Na? Na klar, von der MOZ. Auch als sehr unangenehm stößt auf, dass dieses Forum ab heute 22 Uhr gesperrt werden soll und die Diskussion auf die Leserecke der Printausgabe verlagert werden soll. Das Kalkül liegt wohl offensichtlich darin, die Diskussion - im Vergleich zur schnelllebigen Onlinediskussion - zu verlangsamen und dann zum Erliegen zu bringen. Wie in Ägypten und Syrien, wo die Onlinesysteme auch abgeschaltet wurden, um die Menschen auszubremsen. Bäh.

Bärbel 09.08.2011 - 19:17:23

Nicht schuldig - gezwungen

Wenn man eine Verschwiegenheitserklärung für das MfS unterschreibt und seine Wohnung für konspirative Treffen zur Verfügung stellt ist man zumindest "Handlanger für die Stasi" gewesen. Herr und Frau Mangelsdorf haben sich auf diesem Wege eine Wohnung beschafft und diese auch noch teils finanziert bekommen. Ich hatte genauso eine Einraumwohnung wie Frau Mangelsdorf. Alterberliner Mietskaserne, das Klo halbe Treppe, wenn die Waschmaschine zeitgliech mit der der Nachbarn lief, flog die Sicherung im Keller raus. In dieser Wohnung haben wir zu dritt gelebt. Aber nie hätten wir uns für sowas benutzen lassen.

karl eduard meyer 09.08.2011 - 19:11:53

@Kai Nemegk

Schön, das es Ihnen wie mir aufgefallen ist, dass Leserbriefschreiber wie Link, Miersch,Koch, Wopat usw. mit ihrer Linksaußenmeinung permanent die Printausgabe der MOZ füllen. Damit entsteht der Eindruck der Linkslastigkeit dieser Zeitung. Andere Meinungen hingegen haben kaum eine Chance auf Veröffentlichung. Auf Meinungsvielfalt wird offenbar wenig Wert gelegt und so warten wir gähnend auf die Kommentare und Meinungen der oben Genannten zum Thema auf der Leserbriefseite. Schönen Abend.

Sopranistin 09.08.2011 - 18:48:58

Faules Ei im Omelette schrieb am 08.08.2011 16:42:03

Faules Ei im Omelette schrieb am 08.08.2011 16:42:03 Faules Ei im Omelette schrieb den 35. Kommentar. Inzwischen waren es 56. Dann waren es nur 48. Jetzt sind es wohl 63. Ich gestatte mir einige Gedanken zu Omelettebräter! Mir hängt das ganze Thema Stasi seit 20 Jahren zum Halse raus. Worin besteht der Unterschied zum BND, zum KGB und Hunderten anderen? Manche Länder haben gleich 4. Der eine darf, der andere nicht. Ich will jetzt nicht die Bücher zitieren, die ich als 13-jähriger Pionier gelesen habe und irrigerweise meinte, die „Schwarze Maske, „Robin Hood“ oder „Fantomas“ wären die absolute Gerechtigkeit. Heute ist mir Mangelsdorf nicht ganz egal, weil die Keuschheitsgürtelträger in den Positionen sitzen, die bestimmen was Deutsch Blöd Michel denken darf und was nicht. Mangelsdorf ist ein Teil der Geschichte der DDR. Wenn einer das Recht hat Mangelsdorf den Todesstoß zu versetzen, dann der Ossi. Das Thema STASI ist aber ein geschürtes Hauptthema der Wessis. Siehe Knabe. Meine Gerechtigkeit ist bestimmt durch den Vergleich Nazi-Diktatur und DDR-Diktatur, als die Tragödien mit dem II. WK. und 40 Jahre DDR. Wenn also jemand zum Thema STASI nicht anerkennen will, dass Schild und Schwert ein Teil der Machtauseinandersetzung seit dem Sturm auf das Winterpalais waren, der sollte sich etwas mit der Geschichte befassen. Wer den II. WK nicht als den verbrecherischsten Krieg der Weltgeschichte einordnen kann, fehlt etwas am Realitätssinn. Wer meint, das 65 Millionen Opfer im II. WK, ob erschossen, vergast, verfeuert, verstrahlt, zerbombt, erhängt, ausgehungert gleichzusetzen mit ca. 200 Toten, die auf das Konto der DDR-Proletendiktatur gehen, dann sage ich mir, diese Leute können nicht bewerten, was die Ursachen dieses bestialischen Krieges waren. Und weil es nach dem Krieg auf Weisung der vier Mächte ein neues Machtssystem gab, gab es ein neues Sicherheitssystem. Ob die STASI das beste System war, bezweifle ich. Die Nazis wurden im Westen nach dem Krieg reingewaschen und saßen teils auf den gleichen Sesseln, die sie vorher inne hatten. Wer war aus der Kohlregierung bereit, im Einigungsvertrag dieses Problem des Dauerbrenners STASI einer vernünftigen Lösung zuzuführen, was jetzt dem Mangelsdorf zum Verhängnis werden soll. Die Masse der Fälle wird doch ungerecht behandelt. Outen wird verziehen, nicht outen wird abgestraft. Ich vermute, die Kopfjäger in den Kommentaren, erkenntlich schon im Schreibstil, stammen vorrangig aus dem Westen. Warum wurde z. B. die NVA bevorteilt? Sie war politisch nichts anderes als ein Machtinstrument der SED. Also legten „sie“ den Köder nach „Teile und herrsche“ aus und die Leipziger Revolutionäre fraßen ihn. Kohl und Schäuble wussten, dass eine, wie die STASI gleichbehandelte NVA, zu katastrophalen Folgen führen würde. Alles quatscht von der menschlichen Wiedervereinigung, aber es war im Grunde die Heimholung der einst verloren Immobilien. Der Ossi war nur das Solidaritätsopfer. Die gesamte DDR war lt. Medien von Nord bis Süd nur STASI, bis auf die wenigen Widerstandskämpfer und den Leipziger Revolutionären. Da wollen die Politiker West nicht die Gefahr einer deutschen Nation mit der Einteilung in eine Dreiklassengesellschaft erkennen? Es wird mir doch keiner verklickern, Herr Mangelsdorf hätte keinen Nachfolger, der zeitgerecht an seinem Stuhl sägte. Eine lokale Zeitung kann sich nicht erlauben bei gebildeten Ost-Lesern nicht ein wenig objektiv zu sein. Zu behaupten, dass die MOZ eine rote Gazette ist, ist eine Feige vom Baum des kleinen Mucks, die RIAS-Ohren wachsen lässt. Der Sessel von Herrn M. ist bestimmt schon neu besetzt, weil die Stasi-Keule der einfachste Weg der bundesdeutschen Personalpolitik ist. Und weil die Aufarbeitung der STASI bewusster Dauerbrenner sein muß, wird nun der liquidiert, der es in seiner Zeitung nicht geschafft hat eine verträgliche Persilscheinlösung anzubieten, denn die Enteque Kommission löst das Problem STASI nicht, sondern verschärft es. Genaugenommen ein Versagen der Politik. Jedes kriminelle Verbrechen außer Mord, hat seinen Verjährungszeitraum. Für das, was Mangelsdorf angeblich gemacht hat, gibt es kein Gericht, dass sich dieser Sache annimmt! Die sein Urteil sprechen, wegen angeblicher Vorteilsnahme und Geschenkannahme, dafür möchte ich fast meinen Kopf verwetten, dass ich weiß, welches Sprachrohr hier tönt. Wo ist der Kommentar zum Lobbyisten Schreiber, oder zum Verkauf von 200 Königstigernachfolgepanzern an die Saudis. Es entscheiden jetzt politisch manipulierte Claqueure was mit Mangelsdorf geschieht. Da er intelligent ist, wird ihn jetzt ein weniger intelligenter, Gottesgläubiger mit Parteiabzeichen ersetzen. M. wird seinen Weg in der Privatwirtschaft finden. Tausende aus NVA und MfS wurden z.B. ab 1990 bewährte Mitarbeiter in den Versicherungen, Krankenkassen, TÜV, ADAC, Auslandsvertretungen für deutsche Firmen usw. Das bewusst gesteuerte Prinzip, wenn die Küchenfee der STASI-Kantine entlassen wurde, ja dann wird wohl Herr Mangelsdorf erst recht gehen müssen, zeigt Langzeitfrüchte. Wer hat 1965 in der BRD noch von Nazis gesprochen. Die entnazifizierten Nazis durften selbst ihre Abartigkeit verherrlichen. Es sind wohl an die 50.000 „literarischen Verdummungswerke“ seit 1949 auf dem Markt, die den Kampfgeist der Deutschen hochhalten, aber letztlich immer als geschlagene Verlierer. Das Tausendjährige Reich währte gerade 12 Jahre. Weil die DDR aber fast das dreifache währte, schlussfolgert das bundesdeutsche Hauptschulpotential die DDR-Diktatur war gleich um das 100-fache schlimmer. Halten wir uns an den §3 des Grundgesetzes der uns ermahnt, alles nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz zu werten. Schon das die DDR keinen Krieg führte, zeichnet sie aus und stellt sie in diesem Punkt menschlich für immer in der Geschichte höher als seinen innerdeutschen politischen Gegner. Der Hauptgrund dieser 66-jährigen Verdammung der Ostzone/DDR liegt einzig an der entschädigungslosen Enteignung der Reichen. Die Sowjets haben den Zar entmachtet. Der Osten hat die Banken, den Adel, die Fabriken enteignet. Der Faschismus hat das Eigentum der Reichen nicht angegriffen, auch wenn sie sich Nationalsozialisten nannten. Dieses machtbesessene Eigentum existiert demzufolge auch weiter und es wurde mit der Einverleibung des Volkseigentums der DDR 1989 wieder teilweise zurückerobert. Das gesteht sogar die ARD ein, die einen Film über die Methoden der Treuhand drehte. Und weil die Reichen so reich sind, können sie sich die Verdummungselemente halten, wie Presse, Rundfunk, Gedenkstätten zum Diktaturcharakter DDR, aber immer mit der kleinen Nuance, ein klitze klein bisschen schlimm waren die Nazis, aber viel schlimmer waren die Kommunisten. In einer derartigen Klassenauseinandersetzung „Wer, wen“ wurden leider viele Fehler gemacht, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich mir mein eigenes Gerechtigkeitsbild von der Welt machen darf. Da frage ich keinen und da lass ich mir von keinem reinreden. Das hab ich schon zu DDR-Zeiten so gehalten. Wenn also einige Kommentatoren mit dieser Welt zu Frieden sind, bitte schön, weiter mit „Sturm der Liebe“, „Reich und schön“, „Rote Rosen“, „Wege zum Glück“ zu höheren Erfolgen in der Finanzkrise. Man/frau könnte meinen, Frau Intendantin des RBB ist schon in der Inflation der gegenwärtigen Finanzkrise angekommen, denn ihr Jahresgehalt beträgt 220.000,-€/Jahr und sie darf solchen RBB-Schund produzieren. Wir werden sehen, wie weit es in der Zukunft möglich ist, diese aus meiner Sicht ehrbare pressefreiheitliche Möglichkeit der Abgabe eines Kommentars in der MOZ weiter zu nutzen. Es ist auf alle Fälle ein wesentliches Noch-Element dieser Demokratie, das unbedingt erhalten werden muß, wie vieles andere ebenfalls. Vieles war in der DDR besser und fand keinen Niederschlag bei der angeblichen Wiedervereinigung. (§3 GG – Gleichbehandlungsgrundsatz - gestattet deshalb nicht von Wiedervereinigung zu sprechen). In der Märkischen Allgemeinen Zeitung MAZ (also um Potsdam) kann ein Kommentar nur abgegeben werden, wer sich eindeutig vorher identifiziert hat und das gilt gleichfalls für’s Lesen. Deswegen kann man bei der MAZ auch keinen Kommentar lesen, wer sich nicht vorher geoutet hat. Ein ganz normaler Internet-Leser bekommt nicht mit, was zu bestimmten Themen kommentiert wird. Es widerspricht der Pressefreiheit. Ist das ein Erfolg von Mangelsdorf in der MOZ und wollen das einige kippen??? Wird damit die rote Gazette gemeint? Sitzt der BND schon bei der Auswertung der 66 Kommentare, um das Aschenputtelprinzip zu praktizieren? Ich hoffe nur, dass das Internet, - das aus kapitalistischer, militärischer Profitsucht entstand -, sich mehr und mehr zum Bildungsträger entwickelt und der Trend nach Harry Potter Literatur eines Tages ganz verschwindet und es eine Abartigkeit ist, solche Literatur überhaupt zu lesen bzw. zu schreiben. Sopranistin

Wolfgang 09.08.2011 - 18:40:29

Löschwut

Herr Mangelsdorf, auch auf die Gefahr hin, dass Sie veranlassen das dieser Beitrag auch gelöscht wird, nochmal zum Nachdenken! Es ist wohl so,dass Sie kein inoffizieller Mitarbeiter der Stasi waren. Aber Sie waren ein bewuster Helfer der Staatssicherheit, der u.a. auch Geschenke angenommen hat. Es hat Sie niemand gezwungen diese Schweigeerklärung zu unterschreiben. Viele Bürger haben dies nicht getan!!! Diesen Umstand sollte Sie nicht weiter verniedlichen!! Diese Diktatur hat u.a. auch funktioniert, weil es solche Helfer wie Sie gab. Treten Sie zurüch und fügen der MOZ nicht noch mehr Schaden zu!!!

Renate Buchmann 09.08.2011 - 18:05:18

@Horst B

Der oberflächliche Kommentator "Horst B" verlangt von kritischen MOZ-Kommentatoren, dass sie "dafür sorgen ,dass es heute keine Überwachung in manchen Supermärkten gibt". Meine Antwort: Gegen solche Überwachungen müssen in erster Linie die Supermarkt-Angestellten und ihre Gewerkschaft protestieren und diesen Fakt öffentlich machen, z.B. auch in der MOZ. MOZ-Leser bzw. -Kommentatoren haben darauf wenig Einfluss. Was unternimmt eigentlich "Horst B" gegen die Überwachung in Supermärkten? Er sollte sich erst mal an die eigene Nase fassen, ehe er andere Menschen pauschal als oberflächliche Kommentatoren diffamiert. Immerhin nimmt jeder Kommentator/in hier im Forum lediglich sein Recht auf Meinungsäußerung wahr! Diese Recht ist ein hohes Gut. Angesichts der Problem, die viele Menschen mit ihrem Geldmanagement haben, sind Suppenküchen notwendig. Wenn sie morgen abgeschafft würden, hätten viele der bedauernswerten Suppenküchennutzer ab morgen keine warme Mahlzeit, würden in Supermärkten stehlen und die Supermarktmitarbeiter noch mehr unter Druck setzen. Die Supermärkte würden sich gegen den Diebstahlsanstieg mit Überwachung wehren. So schließen sich Kreise, deren Lösung nicht von heldenhaften MOZ-Kommentatoren erwartet werden sollte. Jeder kann etwas zur Lösung solcher Problem beitragen, z.B. indem er sachliche Beiträge und Vorschläge macht und nicht wie "Horst B" arrogant verlangt, dass sich "Unwissenden mal mit der Geschichte beschäftigen". Eine tolle Art, sich selbst ins kommunikative Abseits zu stellen!

Horst B. 09.08.2011 - 17:31:23

Diktatur funktioniert

Ja,Schlaubetaler , ich kann es auch nicht mehr hören oder lesen , wenn ich hier so manchen oberflächlichen Kommentar lese . Ich war zwar auch über die Streichung mancher Kommentare sauer ,aber was gegen Herrn Mangelsdorf hier so gehetzt wird, ist schon sehr bedenklich !! Ich habe aber die Hoffnung , dass viele Anti - Mangelsdorfer bald dafür sorgen ,dass es heute keine Überwachung in manchen Supermärkten usw .gibt ,kein Mobbing , kein Lohndamping , keine Kinderarmut und keine Suppenküchen mehr gibt ! Übrigens,ich war und bin in keiner Partei und habe als Maurer für meine Wohnung Eigenleistung und Anteile erbracht ! Ach so, die Unwissenden sollten sich mal mit der Geschichte beider deutschen Staaten beschäftigen !

Kai Nemegk 09.08.2011 - 17:25:55

MOZ-muss erhalten bleiben

Ich denke die gesamte Debatte bringt allen neue Erkenntnisse. 1.Die MOZ hat einen Chefredakteur der 10 jahre für denSpringerverlag arbeitete und zur MOZ zurückkehrte(um deren Niveau zu verbessern?) 2.Die MOZ steht am Scheideweg. Der landespolitische und lökalpolitische Teil ist ,vorsichtig formuliert,eine seichte und angepasste Berichterstattung, welche die jeweils Regierenden wohlwollend begleitet. Eine Links- oder Rechtslastigkeit habe ich persönlich nicht feststellen können. Eben nur "Machtnähensuche". Jedoch finden Ostalgiker im Leserbriefforum seit jahren ihre Plattform. Die stark linkslastigen Wortbeitäge z.B. von Herrn Lingk,Hern Miersch, Herrn Koch sind ermüdend und wohl gewolltes Programm. 3.Die MOZ hat einen Versorgungsauftrag für ihre Vorwendeabonnementen.Legitim und nachvollziehbar. Insofern werden neue, hoffentlich mit neuen Demokratiebewusstsein beseelte Leser kaum zur MOZ greifen. 4.Für diese Leser muss Herr Mangelsdorf erhalten bleiben. Diese haben eine neue Gallionsfigur.Die 10 Jahre Springerverlag werden diese verzeihen(subversive Unterwanderung dessen durch Herrn M). 5.Herr Redakteur Thiessen hat mit dem mit überstürzten Interview zum falschen Mittel zur Unzeit gegriffen und seinem Chefredakteur den fachlichen"Todesstoß" verpasst. Sollte dies gewollt gewesen sein, wird dieser Karriere machen. Ansonsten hat er sich auch ins Abseits gestellt. Abschließend aus meine Bitte an Herrn Mangelsdorf:Bitte bei der geplanten leserbriefaktion nicht die zitierten Alrvorderen als Ihre Verteidiger abdrucken.Dies wäre dann der nächste handwerkliche Fehler. Jeder Mensch hat eine 2. Chance verdient und die zeitung die seinen Ansprüchen genügt. In der deutschen Medienlandschaft ein schwieriges Unterfangen. Aber es gelten die Gesetze des Marktes.Die MOZ setzt höchstwahrscheinlich auf Zielgruppen und wer in diese nicht hineinpasst darf nicht auf die Zeitung schimpfen, sondern muß aud´f sich selbst schimpfen, dass er sie liest. Herr Mangelsdorf ist für mich integerer als herr Stolpe. Ein schwacher Trost, denn die MOZ gehörte zu den Weichspülern und Weissmachern des Ex-MP.

Heidi Kirchner 09.08.2011 - 16:56:01

@Herrn Mangelsdorf

Herr Mangelsdorf schreibt hier: "Wir werden die Debatte auf den Leserbriefseiten der Märkischen Oderzeitung fortführen." Als MOZ-Leser kann ich inzwischen sehr gut vergleichen, was hier in den Kommentaren steht, was der sogenannte Mann auf der Straße denkt und was letztendlich, gefiltert durch Journalisten, danach auf den Leserbriefseiten zu lesen ist. Der Unterschied ist mitunter krass und spiegelt meiner Meinung nach nicht immer die Mehrheits- und Minderheitstendenzen. Von daher bin ich skeptisch gegenüber der Leserbrief-Auswahl, die oftmals sehr subjektiv von MOZ-Journalisten beeinflusst ist, die natürlich damit auch Interessen verfolgen. So sind wir also alle gespannt auf die kommenden Leserbriefseiten und darauf, ob sie objektiv, unparteiisch und seriös informieren oder nur interessenpolitisch gefüllt sind. Letztendlich würde mich die Meinung des Arbeitgebers von Herrn Mangelsdorf zu diesem aktuellen Mangelsdorf-Interview interessieren!

poseidonos 09.08.2011 - 16:33:10

Das die MOZ ein Rotkäppchen ist, halte ich für absurd.

Das die MOZ ein Rotkäppchen ist, halte ich für absurd. Ich bin erstaunt, dass mein Kommentar Nr. 64 gelöscht wurde. Ich versuche jetzt zum 3. Mal nachzuweisen, das es keine Beleidigungen gab. 1. Hi Willi Doof, Meine Aussage: Herr Willi Doof bezeichnet sich selbst so. Die korrekte Anrede ist also legitim. Ob er tatsächlich so heißen kann? 2. Daher auch die sozialistische Berichterstattung in dieser Zeitung. Meine Aussage: Also, dass die MOZ eine sozialistische Tageszeitung ist, halte ich für ein STASI-Gerücht. 3. Ich abonniere jetzt "Bild" damit ich nicht noch mehr verbloedet werde. Meine Aussage: Wenn also Herr Doof bekennt, dass er schon verblödet ist und mit seinem Wechsel von MOZ auf Bild nicht eine höhere Stufe der Verblödung erreichen will, dann kann ihm doch ausgerechnet ein Zeitungswechsel zu Bild nicht helfen. 4. Nun sind auch einige Passagen aus Herrn Doofs Beitrag weggeschnitten worden, wahrscheinlich hat die MOZ Redaktion erkannt, das Herr Doof wohl selbst der Verursacher des Gegenkommentars war. Meine Aussage: Es kann ja sein, dass sich ein Arbeitskreis von Sozialisten gebildet hat, der die MOZ finanziert? Aber ich garantiere, so blöd sind die armen Sozialisten nicht. Ich bezweifle ob der Wechsel von MOZ zu Bild hilft. Ich würde mal prüfen, ob das an den blöden STASI-Keimen liegt, die weltweit durch die Luft schwirren und wie eine Seuche, vorhanden in Tomaten, Gurken, Pilzen, Sprotten sich Zugang in jedes Haus, jede Bank, jeden Palast, jedes Gehirn verschaffen. Was in dieser Welt nicht mehr zu erklären geht, 100%-ig, die STASI war’s. Beweis ist ganz einfach, du überprüfst es mit der STASI-Testflüssigkeit (GKDOS). Drei Schweißtropfen oder etwas Urin auf den Teststreifen reichen zum Überführen der Testperson, weil einmal STASI, immer STASI. Der Teststreifen irrt sich nicht. Wenn du jetzt Bild abonnierst, zu spät, der einmal in Gang gesetzte Vorgang lässt sich nicht aufhalten. Wissenschaftler haben inzwischen das STASI-Langzeit-Stolper-syndrom entdeckt. Ganz im Vertrauen und nicht an andere weitergeben, vertrauliche Stellen beim KGB und beim Mossad haben die Unterlagen gefunden, dass die Finanzkrise ein Machwerk von Schild und Schwert ist. Die STASI hat das Geheimnis gelüftet, wie aus Kaolin nun doch Gold hergestellt werden kann und da haben sie in ihren Geheimbunkern 20 Jahre geschuftet und nun ist es unter die Bänker gebracht worden und plötzlich gibt es Gold wie Sand in der Wüste. Sehr geehrter Herr Doof, bleib bei deiner MOZ, da fährst du besser! Poseidonos

Frank Mangelsdorf 09.08.2011 - 14:35:50

Liebe Leserinnen und Leser

Liebe Leserinnen und Leser der Märkischen Oderzeitung, sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer des MOZ-Online-Portals, seit vier Tagen gibt es eine Debatte, die sich mit meiner Person beschäftigt. Es geht darum, dass ich von Mitte 1985 bis Februar 1987 in einer Berliner Wohnung gewohnt habe, die auch von der Stasi als konspirativer Treff genutzt wurde. Von diesen anderthalb Jahren meines Lebens, auf die ich nicht stolz bin, wissen mein Umfeld und mein Arbeitgeber seit Jahren. (Im Übrigen auch der Springer-Verlag bei dem ich fast zehn Jahre tätig war und der das Thema erst lange als nichtig und jetzt als wichtig erachtete, um darüber zu berichteten). Eine Vielzahl von Wortmeldungen hat es zum Thema gegeben. Viele davon waren sehr kritisch gegenüber der Märkischen Oderzeitung und meiner Person. Neben mancher sachlichen Beanstandung gab es auch viel Unsachliches. Unter anderem wurde mir eine Stasi-Tätigkeit unterstellt. Der Gutachter meiner kompletten Unterlagen, der Jurist Prof. Dr. Johannes Weberling, hat dazu 2006 festgestellt: "Aus den von der BStU vorgelegten Unterlagen ergibt sich ohne jeden Zweifel, dass Herr Mangelsdorf nur aufgrund seines Einzugs in die Wohnung seiner Frau, die vom Staatssicherheitsdienst zeitweilig als Ort für konspirative Treffen genutzt wurde, sich zum Stillschweigen verpflichten musste... Herr Mangelsdorf ist nicht als inoffizieller Mitarbeiter für das MfS tätig geworden." Dieses Diskussionsforum ist noch bis heute Abend, Dienstag, 9.8.2011, 22 Uhr, geöffnet. Wir werden die Debatte auf den Leserbriefseiten der Märkischen Oderzeitung fortführen. Mit freundlichen Grüßen Frank Mangelsdorf

Jan 09.08.2011 - 14:34:31

Aber etwas undankbar

Tolle Geschichte! Am besten fand ich den Teil in dem er die Stasi mit diesen Legenden überlistete, die verlieren die Wohnung und bedanken sich zum Schluss noch bei ihm. Was für ein Fuchs? Großartig

Georg Rüffel 09.08.2011 - 14:28:31

Schauen Sie sich selber an!

Ich finde es bemerkenswert mit welcher Willkür hier kommentiert wird. Wenn jeder von den Kommentatoren einmal selbst über sein Leben nachdenken würde, wäre er sehr überrascht wie oft er selbst schon aufgrund von Notlagen ausgenutzt wurde, oder aber sogar die Notlage anderer ausgenutzt hat. Ich halte es außerdem für anmaßend den Posten des Herrn Mangelsdorf anzuzweifeln ohne wirkliche Hintergrundinformationen zu haben. Armes Deutschland, hier ist sich wohl jeder selbst der nächste!

Wernesgrüner 09.08.2011 - 12:03:38

Jammerossi

Anstatt klar zu sagen: " Ja, ich habe mich korrumpieren lassen, so wie es in allen Gesellschaften immer vorgekommen ist und vorkommt", jammert Herr Mangelsdort über sein hartes Ossi-Schicksal und gibt schwülstige Geschichten über Chrysanthemen zum Besten. Unglaubliche MOZ.

Christian K. 09.08.2011 - 09:16:08

Glaubwürdigkeit

Es spricht Bände über den Charakter eines Menschen, wenn dieser bereit ist mit einer menschenverachtenden Organisation zusammenzuarbeiten. Jeder DDR Bürger wußte was die Stasi war! Wie kann man annehmen, dass solch eine schwache Persönlichkeit als Chefredakteur ein Garant für freien und aufrichtigen Journalismus ist??? Ich ziehe meine Konsequenzen und werde mein Abo kündigen.....

Willi Doof 09.08.2011 - 08:59:03

Warum so zaghaft?

Eine Kraehe hackt der Anderen kein Auge aus. Die Mitarbeiter wollen den Job nicht verlieren. Daher auch die sozialistische Berichterstattung in dieser Zeitung. Ich abonniere jetzt "Bild" damit ich nicht noch mehr verbloedet werde.

Sandra Friedrichs 09.08.2011 - 08:58:00

Kinder von Espenhain

Nun werden alle Mütter deren Kinder in der Luft von Espenhain leben mussten, noch nachträglich für die Hautekzeme, Bronchitis etc. ihrer Kinder verantwortlich gemacht. Diese hätten nach der bescheidenen Logik eines CHEFREDAKTEURS in dieser Notlage die Stasi um einen neuen Wohnort und eine neue Wohnung bitten können, nein müssen. Wohnungen waren in der DDR Mangelware. Richtig, auch Mangelware. Wie auch z.B.Obst. Viele Kinder litten daher an hoher Infektionsanfälligkeit. Durch ihr couragiertes vordrängeln bei der Wohnungsbeschaffung musste garantiert ein Anderer zurück weichen. In der DDR wurde kräftigst durch Beziehungen am Wohnungsmarkt agiert. Nun wissen wir endlich, dass unsere Eltern teilweise sehr schlechte Eltern waren. Sie hätten bei der Stasi jederzeit komfortable,trockene Wohnungen bei der Stasi anmieten können. Sogar mit Betriebskostenzuschuss und Mietminderung. Wir sollten diese verantwortungslosen Eltern, welche bei derartigen NOTLAGEN nicht zur Stasi gingen und um Hilfe baten,nachträglich zur Verantwortung ziehen. Vielleicht waren Mangelsdorfs aber auch nur in der DDR und nach der Wende cleverer als wir. Dann wäre es wie @Schlaubetaler schreibt nur Neid der Dummen ca. 16,5 Millionen Anderen DDR-Bürger. Ich bin STOLZ darauf ,dass es nach meiner Kenntnislage meiner Eltern nicht taten. Dafür brauchen sie sich bei mir auch nicht zu ENTSCHULDIGEN.

Neugierchen 09.08.2011 - 08:21:58

Tolles "MOZ Thema"

Skandal um den Chefredakteur der MOZ in Frankfurt (Oder). Warum so zaghaft liebe MOZ- Redaktion?

Gabi 09.08.2011 - 08:12:29

Seines Postens unwürdig!

Ich bin entsetzt über diesen Chefredakteur! Schon die Überschrift dieses Artikels ist merkwürdig. Soll ich Mitleid haben? Seine Ausführungen und Ausflüchte sind unglaubwürdig! Ich glaube nicht, dass es die ganze Wahrheit ist, die Herr Mangelsdorf berichtet. Er ist seines Postens unwürdig!

Herr Sauer 08.08.2011 - 23:27:03

Bei den Fakten bleiben!

Was hat Frank Mangelsdorf unterschrieben? Das ... "Ich verpflichte mich, über die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit und über Personen, die mir im Zusammenhang mit dem Aufenthalt in der Wohnung bekannt werden, unter allen Umständen und gegenüber jedermann strengstes Stillschweigen zu wahren und ich erkläre mich bereit, entsprechend meinen Möglichkeiten die Arbeit des MfS in dieser Hinsicht zu unterstützen." Wie weit ist das denn noch weg von einer IM-Verpflichtung? Das frage ich alle, die den Vorgang bagatellisieren wolle ...

Marco Habeck 08.08.2011 - 23:04:07

Also was lesen wir in der nächsten Ausgabe?

Das belastet Mitarbeiter öffentlich nach vorne gehen und dazu stehen. "Ich habe einen Fehler gemacht" So schaffen Sie vertrauen und es zeugt davon das man sich im Unternehmen dem Thema ernsthaft annimmt. So wissen die Leser mit wem Sie es zu tun haben. Jeden Mitarbeiter sei es empfohlen sich moralisch davon zu befreien. Reden Sie im Team ernsthaft darüber. Sollten Personen vom handeln zu schaden gekommen sein. Müssen Sie auch bereit sein moralisch die Konsequenzen für ihr handeln zu tragen. Z.Bsp das Sie vom Redaktionellen Inhalten entbunden werden.

nicht nach hinten schauer 08.08.2011 - 22:41:02

@ MARCO HABECK

Ja mit moralische Schuld kann ich mitgehen. Das ist ein gutes Mittelmaß. Und ich wäre auch damit einverstanden, wenn hier gesagt werden würde, dass Herr Mangelsdorf den Posten des Chefredakteurs räumen sollte, jedoch als Journalist weiter bei dem Blatt bleiben könnte. Ich kann mich nur nicht damit einverstanden erklären wenn hier so getan wird als hätte er 60 Millionen Menschen auf dem gewissen und gehört an die Wand gestellt. Übertrieben gesagt wird hier so getan. Ansonsten gehe ich gerne mit Meinungen die dies differenziert sehen mit. Und ich denke Herr Habeck, Sie sehen es genau richtig, dass die Leute die hier zur ABO-Kündigung aufrufen, die anderen Mitarbeiter der MOZ vergessen die nehmig würden nach und nach ihre Arbeitsplätze verlieren. Ich glaube keiner sollte sich das Recht rausnehmen einem Anderen so etwas zu wünschen, oder???

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