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Teilnehmer eines Klima-Camps protestieren gegen CO2-Speicherung

09.08.2011, 19:56 Uhr - Aktualisiert 09.08.2011, 20:06
Jänschwalde (dapd) Umweltschützer und Bürgerinitiativen haben in Jänschwalde bei Cottbus ein Ende der Braunkohle-Verstromung gefordert. Die 150 Teilnehmer eines einwöchigen Klima- und Energiecamps protestierten am Dienstag mit Transparenten außerdem gegen die CCS-Technik zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid. "Wir fordern das Ende der CCS-Technologie und die Zusage, keine weiteren Tagebaue aufzuschließen", sagte Daniel Häfner von der Umweltgruppe Robin Wood aus Cottbus.

Der Ort für das Camp sei gewählt worden, weil in Jänschwalde das zweitgrößte Braunkohlekraftwerk Deutschlands stehe. In der Zeltstadt informieren sich vorrangig Jugendliche seit dem Wochenende in Workshops über Energie-Themen, zudem planen sie Aktionen gegen die aktuelle Energiepolitik. Am Samstag ist in Cottbus eine Demonstration gegen weitere Tagebaue und die unterirdische Speicherung von CO2 vorgesehen.

Veranstaltet wird das Camp von den Organisationen Gegenstrom Berlin, Klimagerechtigkeit Leipzig, attac Cottbus, mehreren Bürgerinitiativen gegen CCS, dem Verein Lacoma und Robin Wood Cottbus. Mit dabei sind auch zwei Bürgerinitiativen aus Polen, die sich gegen neue Tagebaue und Atomkraftwerke in ihrem Land wenden. In Südbrandenburg sind derzeit die drei Tagebaue Cottbus-Nord, Jänschwalde und Welzow-Süd aktiv. Sie werden von der Vattenfall Europe Mining AG betrieben.

Vattenfall plant in der Lausitz weitere Abbaugebiete wie Jänschwalde-Nord, Welzow-Süd (Teilfeld II), Spremberg-Ost sowie Bagenz-Ost. Der Energiekonzern erprobt die Technik zur Abscheidung des im Kraftwerksprozess anfallenden CO2. Eine Pilotanlage in Schwarze Pumpe (Spree-Neiße) scheidet derzeit rund 90 Prozent des CO2 ab. Das Unternehmen plant, im Jahr 2015 in Jänschwalde ein CCS-Demonstrationskraftwerk in Betrieb zu nehmen. Zur Speicherung des Kohlendioxids sollen unterirdische Lagerstätten in Ostbrandenburg erkundet werden. Dagegen gibt es starken Widerstand in den betroffenen Regionen.

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