Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Urnengang in 37 märkischen Städten und Gemeinden

Andreas Wendt / 23.08.2011, 19:24 Uhr
Potsdam (ndt) Für die am 11. September zu besetzenden Bürgermeisterposten in 36 kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie der kreisfreien Stadt Brandenburg/Havel gibt es nach Aussagen des Landeswahlleiters Bruno Küpper 110 Kandidaten. Wie Küpper gestern nach Zulassung der Wahlvorschläge durch die örtlichen Wahlausschüsse in Potsdam mitteilte, handelt es sich bei knapp einem Fünftel um Frauen. Unter den Bewerbern haben sich 31 Amtsinhaber, darunter fünf Frauen, erneut aufstellen lassen.

Die meisten Bewerber bietet die Stadt Jüterbog (Teltow-Fläming) auf, wo sechs Kandidaten den Bürgermeisterstuhl erobern wollen. In Schorfheide (Barnim), Röderland (Elber-Elster), Ketzin (Havelland) und Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin) ist dagegen nur ein Bewerber aufgestellt worden.

57 Bewerber sind von Parteien nominiert worden. Die meisten – 19 – schickt Küpper zufolge die SPD ins Rennen. 16 stammen aus den Reihen der CDU, elf von der Linken, vier gehören der FDP an. Von Wählergruppen wurden 17 Kandidaten aufgestellt und sechs von Listenvereinigungen. Mit ihrem eigenen Namen wollen 30 Frauen und Männer punkten. Der jüngste Bewerber ist der 27-jährige Felix Menzel, der für die SPD in Milower Land (Havelland) antreten wird.

Die Bürgermeisterwahlen werden von den jeweiligen kommunalen Wahlleitern organisiert. Der Landeswahlleiter informiert im Internet unter www.wahlen.brandenburg.de über sämtliche Bewerber in den einzelnen Städten und Gemeinden, über die örtlichen Wahlleiter und die gesetzlichen Grundlagen der Bürgermeisterwahlen.

In Brandenburg/Havel tritt Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) erneut an. Sie kandidiert gegen vier weitere Bewerber: Norbert Langerwisch (SPD), Alfredo Förster (Linke), Martina Marx (B90/Grüne) und Sven Weller von der Piratenpartei.

Schon im Vorfeld hatte in Brandenburg/Havel die Kandidatur des ehemaligen Polizeichefs und Bürgermeisters Norbert Langerwisch für Schlagzeilen gesorgt. Die SPD hatte ihn im März erneut nominiert, nachdem er 2003 bei der Wahl gegen die jetzige Amtsinhaberin unterlegen war. Seine Kandidatur ist nicht unumstritten: In einer Affäre hatte er Kontakte zu einem mutmaßlichen Drogendealer zugegeben, was vor sechs Jahren zu seiner Abwahl durch die Stadtverordnetenversammlung geführt hat. Langerwisch hatte sich 2001 als höchster Kriminalbeamter des alten Polizeipräsidiums Potsdam zu einem Wechsel in die Politik entschlossen. Nach seiner Abwahl klagte er sich jedoch zurück in den Polizeidienst.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG