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Straftaten sind in Brandenburg rückläufig

dpa / 03.03.2010, 00:00 Uhr - Aktualisiert 03.03.2010, 00:00
(dpa) Das sei ein „erfreulicher Trend“, aber dennoch müsse bei der Bekämpfung von Straftaten im Ländervergleich aufgeholt werden, bekräftigte Speer am Mittwoch in Potsdam. So sei zwar mit 69 rechts motivierten Gewaltstraftaten im Jahr 2009 ein leichter Rückgang zu verzeichnen (2008: 71 Fälle). Dennoch sei diese Zahl noch immer zu hoch, betonte Speer.

Darüber hinaus bewegt sich die Jugendkriminalität laut Ministerium auf hohem Niveau: Ein Viertel aller Tatverdächtigen war 2009 jünger als 21 Jahre. Im vergangenen Jahr wurden Speer zufolge vier Prozent weniger Straftaten als 2008 erfasst. Für 2009 weist die Statistik demnach rund 200 500 abgeschlossene Fälle nach etwa 209 000 im Vorjahr aus. Deutlich gestiegen ist die Zahl der Diebstähle aus Diensträumen wie etwa Büros und von Autos, gleichzeitig gingen die Fälle von Sachbeschädigungen stark zurück. Die Polizei ermittelte gut 72 500 Tatverdächtige, 1803 weniger als 2008. Die Anzahl der Straftaten pro 100 000 Einwohner sank von 8246 auf 7947. „Das ist ein Ergebnis von Prävention und Repression“, sagte Speer. Die Zahl der Verdächtigen unter 21 Jahren ging um acht Prozent auf knapp 17 800 zurück. Bei den Straftaten lagen Brandstiftung und das „Herbeiführen einer Brandgefahr“ weit oben, Fälle von Raub und räuberischer Erpressung sanken um 26 Prozent.

Die Aufklärungsquote stieg im vergangenen Jahr leicht von 51,9 auf 52,9 - damit liegt das Land unter dem Bundesschnitt von 54,8 Prozent im Jahr 2008. Dieser Aufwärtstrend müsse weiter ausgebaut werden, betonte der Innenminister. Bei Gewaltkriminalität sei die Aufklärungsquote von knapp 78 Prozent dagegen „erfreulich hoch“: 2009 wurden 5161 Fälle (2008: 5655) erfasst. Brandenburg war auf diesem Feld im Jahr 2008 besser als der Bundesschnitt. Bei der politisch motivierten Kriminalität wurden 2040 Delikte und damit 142 weniger als im Vorjahr gezählt. Die Mehrheit war mit 1422 Straftaten rechts motiviert. Die Zahl der rechten und linken Gewaltdelikte sank von 71 auf 69 beziehungsweise von 34 auf 26. Rechte Gewalt sei ein „ostdeutsches Phänomen“, sagte Speer.

Nach Ministeriumsangaben gab es 2008 in der Mark 2,7 Delikte auf 100 000 Einwohner - nahezu doppelt so viel wie im Bundesschnitt. Mehr Delikte gab es demnach nur noch in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. „Wir gehen davon aus, dass wir auch 2009 weiter überdurchschnittlich belastet sind“, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker. Die Kriminalität in Kommunen an der deutsch-polnischen Grenze ging um 6,1 Prozent auf 23 241 Straftaten zurück. Rückläufig waren Fälle von Sachbeschädigung und Urkundenfälschung, gestiegen sind dagegen die Zahlen von Diebstählen aus Bungalows und rund um das Auto. (Internet: www.mi.brandenburg.de)

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