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Mützen sind in dieser Saison nicht nur modische Accessoires, sie schützen die Träger auch vor dem Angriff der Viren

Grobstrick, Fell und Ohrenklappen

Schön durch den Winter: Sarah Trautmann (16) trägt Grobstrick. Lilli Rau (17) hat beim Mützenkauf eine Fell-Schapka gewählt.
Schön durch den Winter: Sarah Trautmann (16) trägt Grobstrick. Lilli Rau (17) hat beim Mützenkauf eine Fell-Schapka gewählt. © Foto: moz
Lea Sophie Lukas / 01.11.2011, 20:00 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Winterzeit ist Mützenzeit. Doch was früher vor allem wärmen sollte, ist inzwischen ein fast unverzichtbares Accessoire geworden. Modisch betrachtet, macht man in dieser Saison mit grobem Strick und Schapkas nichts falsch – und liegt damit auch in Sachen Gesundheit richtig.

Es ist nur noch eine Frage von Wochen, bis der Winter so richtig einsetzt. Vorbereiten kann man sich auf Minusgrade und Schneetreiben aber jetzt schon. Mützen, Hüte und Kapuzenschals füllen die Regale in den Geschäften. „Frauen fragen vor allem nach Grobstrick“, sagt Sandra Kloß vom Modehaus Moses. Die lose gestrickten Maschen fallen weich und schmeicheln dem Gesicht. „Solche Modelle werden auch schon im Herbst gerne getragen, wenn es noch milder und eine Mütze eigentlich noch gar nicht nötig ist.“

Fragt man in den Geschäften und auf dem Markt nach, sind sich Verkäufer und Kunden einig. Wer modisch etwas auf sich hält, trägt den Kopf bedeckt. Weibliche Mützenkäufer bevorzugen eher locker sitzende Modelle. Grautöne, helles Lila, Norwegermuster, aber auch knallig bunter Strick sind beliebt. Männer mögen es in dieser Saison wirklich warm und eher robust als elegant: Die gute alte Schapka ist wieder da, mit ihren langen Ohrenklappen und ausgekleidet mit weichem Fell.

„Frauen mögen Schapkas aber auch“, sagt Ramona Nickel, die die Chelsea-Filiale in der Fürstengalerie leitet. Vor allem jene Modelle, die statt Ohrenklappen geflochtene Bänder und Bommeln zieren, kommen bei den Kundinnen gut an.

Astrid Voß kann sich mit dieser Mode nicht wirklich anfreunden. „Ich trage lieber Hüte als Mützen“, sagt die 59-jährige Krügersdorferin, die für diese Vorliebe auch schon mal etwas mehr Geld ausgibt – knapp 200 Euro kann ein Stück ihrer Wahl kosten. „Ich mag große Krempen, aber das wichtigste ist, dass der Hut zur Kleidung passt, zum Kostüm oder Mantel.“ Für Astrid Voß’ Wahl der Kopfbedeckung spricht außerdem etwas, was viele Frauen ärgert. „Unter engen Mützen leidet die Frisur.“

Ein Problem, von dem auch Heike Börs, Friseurin im Salon Art Of Beauty in der Mühlenstraße, schon des öfteren gehört hat. Sie rät: „Bei einer Kurzhaarfrisur kann mit einem Stielkamm leicht unter die Haare fahren und sie wieder auflockern.“ Wer keinen Kamm zur Hand hat, macht das gleiche vorsichtig mit den Fingern. Wen nach dem Abnehmen der Mütze dagegen statisch aufgeladenes Haar plagt, der sollte es mit ein wenig Haarspray versuchen. Ansonsten empfiehlt auch Heike Börs, eher locker am Kopf sitzende Modelle wie Ballonmützen zu wählen.

Nur wenige Schritte vom Friseurgeschäft entfernt verkauft Bärbel Schwerdtfeger in der Boutique Insider Fashion Store in diesem Jahr erfolgreich die sogenannten Kapuzenschals. „Sie sind wunderbar warm, aber man muss sie nur ganz locker um Kopf und Hals legen“, sagt die Verkäuferin. Auch sie erklärt sich die Beliebtheit der Kapuzenschals damit, dass sie nicht all zu schwer aufs Haar drücken. Praktisch findet sie außerdem, dass man die aus Fließ und Kunstpelz gefertigten Stücke von Hand waschen kann. „Wenn da mal Make-up dran kommt, ist das kein Problem. Eine Mütze soll nicht nur gut aussehen, sie soll auch praktisch sein.“

Edeltraud Milz sieht das ähnlich. Die Fürstenwalder Ärztin empfiehlt das Tragen von Mützen aber vor allem aus gesundheitlichen Gründen. „Der Körper verliert einen erheblichen Anteil an Wärme über den Kopf“, begründet die Allgemeinmedizinerin. Durch das Tragen von Kopfbedeckungen haben Viren weniger Chancen das Immunsystem anzugreifen. Außerdem werden durch Kälte und Temperaturschwankungen Ohrenentzündungen begünstigt.Wer keine Erkältung riskieren möchte, sollte die folgenden Ratschläge beherzigen. Kopf und Füße warmhalten und entsprechende Kleidung tragen. Und: „Auch bauchfrei muss im Winter tabu sein“.

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