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Anklage wegen rassistischer Beleidigung

04.11.2011, 14:45 Uhr
Frankfurt (Oder) (dpa) Ein 18-Jähriger Fußballspieler aus Bernau (Barnim) ist von der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) wegen Beleidigung angeklagt worden. Der junge Mann habe im März dieses Jahres den damaligen Ausländerbeauftragten der Stadt Schwedt (Uckermark), Ibraimo Alberto, massiv rassistisch beleidigt, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Scherding am Freitag. Im Vorfeld soll der Bernauer, der wegen eines Fußballspiels in Schwedt war, bereits Albertos Sohn beschimpft haben. Er muss sich jetzt vor dem Amtsgericht Bernau verantworten. Der 48-jährige Alberto hatte nach dem Vorfall mit seiner Familie die Stadt verlassen und war nach Westdeutschland gezogen. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt.

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Anita Fatal 05.12.2011 - 01:11:13

@ Nachdenker

Am Beispiel Ihres Kommentars ist bestens zu erkennen, wie Weiße aus weißen Privilegien mal rasch "bevorzugende Hintergründe" für Schwarze und Migranten machen. Sie leugnen und verdrehen die Wirklichkeit. Mit gleichzeitigem Weiß- und Deutschsein sind noch immer u.a. folgende Vorteile verbunden: - als Individuum (nicht als Angehöriger einer Gruppe) betrachtet zu werden, - nicht automatisch als "fremd" betrachtet und angequatscht zu werden, - alle Menschen, die nicht weiß sind, benennen, einteilen und kategorisieren zu dürfen (wie "Schwarzafrikaner" - was so klar und genau ist, als wenn Sie jemand als "Weißeuropäer" einteilen würde) - Fremden die eigene Herkunft nicht erklären zu müssen, - nie darüber nachdenken zu müssen, ob Verdächtigungen oder Kontrollen vielleicht auf Grund eines angenommenen "ethnischen" Aussehens erfolgen, - auf Rassismus nicht reagieren zu müssen. So bruchstückhaft zum weißen Hintergrund.

Nachdenker 03.12.2011 - 10:59:02

Afrikaner angegriffen

Am Beispiel der heutigen MOZ ist gut zu erkennen, wie einfach ein sog."rassistischer/fremdenfeindlicher Angriff" in unsere Statistik gerät. Seite 11 Frankfurter Stadtbote: Pole greift Schwarzafrikaner an. Wäre der Pole an einen Deutschen(ohne irgendwelche bevorzugende Hintergründe) geraten, und der hätte sich erfolgreich gewehrt, wäre der Pole Opfer eines sog."rassistischer/fremdenfeindlicher Angriff" geworden und er auch dieser Fall als Opfer in die Statistik gekommen. Als Pole steht er in dieser Kette in der Mittelposition. Er kann sowohl Opfer als auch Täter sein. Merke! Gerätst du als Deutscher(ohne irgendwelche bevorzugende Hintergründe) in eine Auseinandersetzung, musst du dich grundsätzlich des Vorwurf eines sog."rassistischer/fremdenfeindlicher Angriff" erwehren.

Frank 03.12.2011 - 10:54:24

Manchmal spricht aus Kommentaren auch Dummheit

und meist trifft er auf den ersten zu, der getreu "Godwins Law" getätigt wird.

Anita Fatal 03.12.2011 - 01:29:29

Wie Rassismus aus Kommentaren spricht...

... kann hier jede/r nachlesen. Schuld an all unserm Unglück sind - mal wieder - die zugewanderten Türken und die Schwarzen und die "Systemmedien" und die "Systemjustiz", denn wenn die sich richtig benehmen würden, hätten "wir" (also wir mehr oder weniger Nazimeinung vertretenden und auf jeden Fall: weißen Eingeborenen) keine Probleme mehr. Ich bin gespannt auf das Ergebnis des Prozesses gegen den jungen Fußballer aus Bernau und auf die MOZ-Berichterstattung dazu.

Ingrid Müller 10.11.2011 - 14:07:24

Demokratie, Meinungsfreiheit...Grundrechte

Ich meine auch, das sich der Staatsanwalt über solch eine Thematik profilieren möchte. Ausländerfeindlichkeit zieht in der Medienwelt immer. Doch wer schützt den "Gegenpart" ? Ich wurde als Frau auch schon mehrfach beschimpft als "Nazischlampe" als "Scheiß Deutsche"; so und nun versuchen sie ruhig zu bleiben mit zwei kleinen Kindern und mit vollen Einkauftüten. Ich muss mir von einem türkischstämmigen Jugendlichen verbal eine Beleidigung aufdrängen lassen; ich die als Steuerzahler dieses Land stützte und so auch all die eingewanderten Familien, deren Überleben und zukünftige Ausbildung mitsponsere....ich darf nicht mein Meinungsrecht kund tun; nein ich als Deutsche soll mich schämen und mich für ein Verbrechen an der Menschheit von vor über 60Jahren schuldig fühlen... Meines Wissens hat der Herr Alberto und dessen Familie hier in Schwedt so einige Privilegien genossen und die Stadtobersten haben die Rechnung für seine Dankbarkeit erhalten; öffentlich und mit soviel negativ Presse wie nur geht hat er unsere Stadt Schwedt ins schlechte und wieder ausländerfeindliche Bild gerückt. Wer fragt denn auch von all den Menschen nach; was die Stadt und der Staat für die Familie Alberto getan hat. Ausserdem weiß ganz Schwedt, das der Sohn von Herrn Alberto eine Ausbildung angeboten bekam und Herr Alberto selbst auch eine lukrative Arbeitstelle gefunden hatte in den alten Bundesländern und aus diesem durchaus verständlichen Grund weggezogen ist... In einer wirklichen Demokratie; würde jede der Seiten befragt werden und nicht nur einseitig recherchiert werden. Doch wir leben in einem Land, wo unbequeme nicht staatskonforme Meinungen weggeblendet werden und die Meinungsfreiheit nicht existiert....seien wir doch mal ehrlich, wer würde sich denn auch eine Zeitung kaufen, wo nur drinnsteht das alles toll ist und nichts negatives passiert...niemand

Beobachter 06.11.2011 - 10:07:35

Gähn....

Da will sich - mal wieder - ein Staatsanwalt profilieren. Am vorigen Mittwoch durfte ich mich in Berlin in der Fränklinstraße von einem netten ausländischen Mitbürger als "Scheiß Deutscher" bezeichnen lassen. Aber dass ist ja in diesem Land normal. Als ich ihm dann anbot, dass nonverbal zu klären verzog er sich. Dank an die Staatsanwaltschaften die solcherlei Beschimpfungen als für Deutsche hinzunehmen betrachten....

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