Die sogenannte Diät beträgt dann 8608 Euro. Dazu kommen rund 1857 Euro, die für jeden Abgeordneten monatlich in einen Pensionsfonds eingezahlt werden. Die Steigerung erfolgt automatisch.
Das statistische Landesamt hatte im August dieses Jahres die Einkommenssteigerungen in  ausgewählten brandenburgischen Branchen von 2018 gegenüber 2017 errechnet. Diese betrug 2,8 Prozent. Diese wird auf die Grunddiät übertragen. Die Sachmittel, die mit rund 1000 Euro in der Aufwandsentschädigung enthalten sind, werden entsprechend des Verbraucherpreisindex um 1,3 Prozent angehoben. Laut einem Gesetz von 2017 werden diese Steigerungen automatisch auf die Entschädigungen der Abgeordneten angerechnet. Eine Änderung des Abgeordnetengesetzes mit entsprechender Lesung im Plenum findet seitdem nicht mehr statt. Allerdings läuft diese Regelung Anfang kommenden Jahres aus. Dann muss der Landtag das Procedere entweder verlängern oder ein neues festlegen.
Sebastian Walter, Fraktionschef der Linken, sprach sich am Dienstag dafür aus, das automatische Verfahren zu ändern. Es müsse wieder Debatten dazu geben, wenn die Diäten steigen. Der Fraktionschef von BVB/Freie Wähler, Péter Vida, hat noch einen weitergehenden Vorschlag. Er fordert, dass die errechnete Einkommenssteigerung nicht mit den Diäten multipliziert werden, sondern mit dem wesentlich niedrigeren statistischen Durchschnittseinkommen der Brandenburger.
Als das System im September 2014  eingeführt wurde, bekamen die Landtagsabgeordneten noch rund 7500 Euro. Damals orientierte man sich am durchschnittlichen Gehalt eines Bürgermeisters einer mittleren brandenburgischen Stadt. Zuvor lag die Diät wesentlich niedriger, musste jedoch nicht versteuert werden und wurde durch Aufwandsentschädigungen und eine Entfernungspauschale ergänzt.