In der Hauptstadt hätten die Bauaufsichtsbehörden 20.459 genehmigte Wohnungen gemeldet, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag mit. Das waren 9,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit sind die Zahlen das vierte Jahr in Folge gesunken.
Insgesamt sei die Zahl der genehmigten Wohnungen weiterhin auf hohem Niveau, hieß es von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. „Mit über 20.000 Genehmigungen schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen, damit in Berlin weiter Wohnraum in Größenordnung entstehen kann“, sagte Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Die Linke).

Weniger Anträge bei Bezirksämtern

Bei den Bezirksämtern seien weniger Anträge eingegangen, sagte eine Sprecherin des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn es einen verringerten Eingang in den Ämtern gibt, dann kann auch nichts genehmigt werden.“ Warum weniger Bauanfragen gestellt wurden, sei nicht ganz klar. Corona könnte ein Faktor von vielen sein: Die Antragsstellfrist sei wegen der Pandemie zum Teil verlängert worden. Aber auch Angst vorm Mietendeckel in Berlin könnte eine Rolle spielen, so die Sprecherin.
Auch in Brandenburg ist ein Rückgang zu beobachten: Dort wurden mit 13.303 genehmigten Wohnungen rund 9,6 Prozent weniger Genehmigungen als im Jahr zuvor erteilt. Neu gebaut werden davon 12.097 Wohnungen. Die meisten davon (1569) sollen in der Nähe des neuen Flughafens, im Landkreis Dahme-Spreewald, entstehen.