In diesem Jahr wurde die A12 in Richtung Frankfurt (Oder) insgesamt auf elf Kilometern grundhaft ausgebaut. Rund 41 000 Kubikmeter Beton, knapp 4000 Lkw-Ladungen, flossen auf beiden Bauabschnitten. Der Bund investierte 15 Millionen Euro. Ab März 2015 sollen dann die gleichen Abschnitte in Fahrtrichtung Berlin grundhaft ausgebaut werden. Von 2016 bis 2018 steht die Erneuerung des Zwischenstückes an.
Das Bauen in kurzen Abschnitten habe sich bewährt, sagt Mattuschka. Zwar koste es den Steuerzahler mehr Geld, jedoch sei die Zahl schwerer Unfälle deutlich zurückgegangen. "Je länger eine Baustelle ist, umso größer ist die Gefahr, dass Fahrer unkonzentriert werden", erklärt der Bauüberwacher. Zudem seien meist Lkw in Unfälle verwickelt. Ereignen sich diese im Baustellenbereich, dringe die Unfallhilfe schlecht zu den Verletzten vor.
Die A 12 hat vom Dreieck Spreeau bis zur polnischen Grenze eine Länge von 58 Kilometern. Sie entstand 1936. Seit 21 Jahren erfolgt die grundhafte Erneuerung. Voraussichtlich 2018 wird sie abgeschlossen sein. Rund 300 Millionen Euro kostet das insgesamt. "Das Problem ist, dass wir an manchen Stellen schon wieder mit der Sanierung beginnen müssen", sagt Mattuschka. So wird derzeit zum Beispiel der so genannte Betonkrebs, der die Fahrbahn zerfrisst, bei Briesen, in Fahrtrichtung Berlin, beseitigt. Bis Ende des Monats dauern die Arbeiten dort voraussichtlich noch an.
Im Zuge des grundhaften Ausbaus erhält die zweispurige Autobahn auch einen Standstreifen. Die alte A12 hatte nur einen 0,5 bis 1,5 Meter breiten Randstreifen, so dass etwa bei einer Lkw-Panne immer gleich eine Fahrspur blockiert war.
Die neue Autobahn liegt bis zu zwei Meter höher als die alte. "Hauptgrund ist, dass damit die teure Entwässerungseinrichtung gespart wird", sagt Mattuschka. Das Wasser könne vor Ort versickern, weil der Damm einen größeren Abstand zum Grundwasserleiter hat, sich Schadstoffe unterwegs abbauen können.