Am Dienstagmorgen ist bei Bauarbeiten in der Cottbuser Virchowstraße unweit der Stadthalle eine Fliegerbombe gefunden worden. Das bestätigt die Cottbuser Stadtverwaltung. Demnach ist die Bombe sowie die Fundstelle bereits gesichert und es geht keine unmittelbare Gefahr davon aus. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat vor Ort schon die Arbeit aufgenommen. Die Fundstelle wurde zunächst wieder mit Sand abgedeckt, und Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma bewachen den Ort. Die weiteren Arbeiten an der Entschärfung oder Sprengung sind für Montag, 01.03.2021 geplant. Grund sind umfangreiche Vorbereitungen. Es wurde ein voraussichtlich etwa 300 Meter umfassender Evakuierungsradius festgelegt.

Zünder der russischen Bombe im schlechten Zustand

Nach erster Einschätzung befindet sich der Zünder der russischen Bombe in einem schlechten Zustand. Daher wird aktuell geplant, den Zünder zu entfernen und anschließend in einem Waldgebiet hinter dem BTU-Gelände kontrolliert zu sprengen. Deshalb wird der Sicherheitsradius in Richtung Westen erweitert.
Die Stadtverwaltung bereitet derzeit notwendige Straßensperrungen vor und trifft Abstimmungen für die erforderliche Evakuierung der Gebäude im Sperrkreis. Betroffen davon sind u.a. auch das Technische Rathaus, der Dienstleistungsturm, die Spreegalerie, die Stadthalle und das Lindner Congress Hotel, Teile des BTU-Campus, eine nahe Kindertagesstätte sowie die Erich-Kästner-Grundschule und das OSZ Sielower Straße. Die Evakuierung soll am Montag, 01.03.2021 um 08:00 Uhr beginnen. Als Unterkunft wird die Sporthalle des Max-Steenbeck-Gymnasiums zur Verfügung stehen. Derzeit kann noch nicht gesagt werden, wie viele Personen von der Evakuierung insgesamt betroffen sein werden.
Des Weiteren laufen Abstimmungen mit dem Gesundheitsamt zu etwaigen Personen, die sich in Quarantäne befinden oder an Corona erkrankt sind. Für diesen Personenkreis wird wenn notwendig eine gesonderte Unterbringung organisiert.