Finanzminister Christian Görke (Linke) rechnete vor, dass 4,53 Milliarden Euro nach wie vor eingeplant sind. Wie viel für den gerichtlich bestätigten Schallschutz zusätzlich aufgewendet werden muss, blieb unklar. Auch die Fragen nach Schadenersatzforderungen für die mehrmalige Verschiebung der Eröffnung des Airports wurden nicht beantwortet. Der zuständige Staatssekretär Rainer Bretschneider sprach lediglich von 14 Millionen Euro, über die bislang Einigkeit erzielt wurde. In den vergangenen Monaten wurde über bis zu 400 Millionen Euro spekuliert, die an Schadenersatzleistungen gefordert werden könnten.
Völlig offen ist auch, wann die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft eine Kostenrechnung vorlegen wird. Bretschneider, der als stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat die Interessen Brandenburgs gegenüber der Gesellschaft vertritt, sah sich außer Stande, einen Zeitpunkt zu nennen. Im November hatten Vertreter der Geschäftsführung im Landtag noch erklärt, auf der Dezembersitzung den Aufsichtsrat und anschließend das Parlament über den voraussichtlichen Finanzbedarf informieren zu können. Grünen-Fraktionschef Axel Vogel verwies darauf, dass die Flughafengesellschaft in den vergangenen Jahren rote Zahlen schrieb und deshalb die Rücklagen abgeschmolzen sein dürften. Aber auch das konnte weder Görke noch Bretschneider bestätigen oder dementieren.