"Die Staatsanwaltschaft wird uns berichten", sagt Larres. Ende vergangener Woche hatte die Frankfurter Behörde noch betont, es läge kein Anfangsverdacht vor. Parallel dazu hat der Landkreis Oder-Spree ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und die weitere Nutzung der Halle untersagt.
Anwohnern war zuvor aufgefallen, dass vor der Kfz-Werkstatt zu unterschiedlichen Zeiten Verstorbene an- und abgeholt worden sind, die dort in Kühlzellen gelagert haben sollen. Das Gesundheitsamt und die zuständige Amtsdirektorin fanden daraufhin am 18. September den Verdacht auf die nicht den Vorschriften entsprechende Aufbewahrung von Leichen in der Lagerhalle bestätigt.
Dass es sich bei dem Bestattungsunternehmen um einen Vertragspartner der Brandenburgischen Generalstaatsanwaltschaft handeln soll, will der Leitende Oberstaatsanwalt nicht bestätigen. "Wir prüfen, ob es ein Vertragsbestatter ist. Wir prüfen, ob es sich bei den dort gelagerten Leichen um private oder um jene handelt, die Bestandteil des Vertrags sind. Und wir prüfen, ob die Aufbewahrung der Leichen fachgerecht erfolgte", sagt Larres.
Die Generalstaatsanwaltschaft schreibt den Transport und die Aufbewahrung von Unfalltoten oder an unnatürlicher Todesursache Verstorbener nach Regionen aus. Auf die Liste der Vertragsbestatter greift dann die Polizei zurück. Dass Subunternehmen diese Aufgaben übernehmen, ist nach Aussage eines Bestattungshauses aus Strausberg (Märkisch-Oderland) dabei durchaus zulässig.
Bestatter-Skandal: Leichen zwischen Schrottautos gelagert

Bildergalerie Bestatter-Skandal: Leichen zwischen Schrottautos gelagert