In Potsdam bestätigt Klaus Richter vom Infrastrukturministerium zumindest, dass die GAK-Mittel beim Ausbau der Breitbandversorgung eine untergeordnete Rolle spielen. Mit 10,3 Millionen Euro soll bis 2012 die Abdeckung des Landes mit schnellen Internetzugängen forciert werden – das Geld, sagt Richter, stammt zu 75 Prozent aus EU-Fördertöpfen und weniger aus GAK-Mitteln, die das Land zu 40 Prozent hätte kofinanzieren müssen. Mit diesem Finanzvolumen – eine Million sei bereits ausgezahlt, der Rest bewilligt – würden über 100 Maßnahmen im ländlichen Raum umgesetzt.
Mecklenburg-Vorpommern greift beim Breitbandausbau erst gar nicht auf EU-Förderung zurück, sondern schöpft stattdessen den GAK-Etat des Bundes voll aus. „194 Projekte laufen oder sind schon umgesetzt“, sagt Thomas Reimann aus dem zuständigen Ministerium in Schwerin. Elf Millionen Euro stehen bereit, von denen fünf bereits ausgezahlt sind.
Ursprünglich sollte Brandenburg bis Ende 2010 flächendeckend mit Breitbandanschlüssen versorgt sein. „Der fehlende Ausbau wird immer stärker zu einem besorgniserregenden Wettbewerbsnachteil“, kommentiert Koeppen diese Entwicklung.