Eier der Firma Landkost-Ei werden unter anderem in Supermärkten in Brandenburg und Berlin verkauft. Das Unternehmen ist eine Tochter der Spreenhagener Vermehrungsbetrieb für Legehennen GmbH. Deren Geschäftsführer Richard Geiselhart weist die Vorwürfe vehement zurück. "In unserem Unternehmen erfolgen alle Handlungen mit den Hühnern im Einklang mit den bestehenden Tierschutzverordnungen", sagt er. In der Tierschutztransportverordnung sei klar geregelt, welche Standards etwa für den Transport von Hühnern eingehalten werden müssten. So müssten zum Beispiel jedem Tier 200 Quadratzentimeter pro Kilogramm Lebendgewicht zur Verfügung stehen. Die Landkost-Ei transportiert ihre Tiere regelmäßig vom Aufzuchtstall in den 400 Meter entfernten Legehennenstall. "Dabei halten wir sogar höhere Standards ein als der Gesetzgeber verlangt", sagt Geiselhart. Die Abläufe im Unternehmen würden eigens von einer für den Tierschutz angestellten Tierärztin überwacht. "Unser Ansinnen ist es, dass es den Tieren gut geht", berichtet der Geschäftsführer.
Dem Veterinäramt, das die Landkost-Ei regelmäßig unangemeldet kontrolliert, seien keine Vergehen bekannt, sagt Heidrun Schaaf, Sprecherin des Kreises Dahme-Spreewald. Dem Amt lägen inzwischen Unterlagen der Firma vor, in denen die Transportbedingungen dokumentiert seien. Demnach gebe es nichts zu beanstanden.
Im Sommer 2008 hatten Tierschützer angezeigt, dass die Firma Eier von Hühnern, die keinen Freilauf hatten, als Eier aus Freiland- beziehungsweise Biohaltung verkaufte. Die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen ein, nachdem sie keine Vergehen feststellen konnte.