„Gut ist, dass hoch vulnerable Gruppen zuerst geimpft werden sollen. Aber schlecht, dass die sie Betreuenden, Behandelnden und Pflegenden erst mit teilweise hohem zeitlichen Verzug dran kommen“, sagte Linken-Co-Chefin Anja Mayer, die gelernte Arzthelferin ist, der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Zudem müssen Ärzte in Krankenhäusern und Hausärzte stärker berücksichtigt werden.“ Sie wertete es positiv, dass die Landesregierung mobile Impfteams etwa für Bewohner in Pflegeheimen einsetzen will. „Allerdings muss die Versorgung in der Fläche ebenfalls durch sie gesichert werden“, forderte Mayer.

Ab Sonntag wird in Brandenburg geimpft

In Brandenburg gehen die Impfungen gegen das Coronavirus am kommenden Sonntag los. Der Auftakt ist in einem Pflegeheim im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, in den folgenden Tagen sind Heime im Havelland und Cottbus an der Reihe. Dann sollen Krankenhäuser vor allem im stark von dem Coronavirus betroffenen Süden des Landes folgen. Im Januar gehen die ersten Impfzentren in Potsdam und Cottbus an den Start. Die Ständige Impfkommission empfiehlt, zuerst Bewohner von Seniorenheimen, über 80-Jährige, Medizinpersonal in Notaufnahmen und mit engem Kontakt zu gefährdeten Gruppen sowie Personal in ambulanter Pflege und in Heimen zu impfen.