Nach Auskunft von Christoph Möller, Sprecher des vorläufigen getgoods-Insolvenzverwalters Rüdiger Wienberg, sind die Verhandlungen mit Conrad Electronic "weit fortgeschritten". Dabei gehe es um die Übernahme des Geschäftsbetriebes von getgoods.
Unternehmen ab einer gewissen Größe sind verpflichtet, geplante Übernahmen beim Bundeskartellamt anzumelden. Dabei ist es nicht unüblich, dass die Anmeldung noch während laufender Gespräche erfolgt, um im Fall eines Vertragsabschlusses Zeit zu sparen. Die Prüfung dauere nach der Anmeldung in einer ersten Phase zunächst einen Monat, erläuterte Kartellamtssprecher Weidner. In einer zweiten Phase - also in komplizierten Fällen - könne die Prüfung um drei Monate verlängert werden.
Die getgoods.de Vertriebsgesellschaft und die getgoods.AG hatten Mitte November Insolvenzantrag gestellt. Die Löhne und Gehälter der etwa 200 Mitarbeiter der Gruppe - neben dem Hauptsitz in Frankfurt gibt es eine Außenstelle in Schönefeld (Dahme-Spreewald) - sind durch Insolvenzgeld der Arbeitsagentur voerst gesichert.
Das Familienunternehmen Conrad Electronic hat seinen Firmensitz in Hirschau in der Oberpfalz. Die Firma ist nach eigenen Angaben einer der führenden Anbieter für Elektronik und Technik in Europa und betreibt einen der umfangreichsten Internet-Shops.