Das Land Brandenburg kämpft in der dritten Corona-Welle weiter mit steigenden Corona-Infektionszahlen.
In Brandenburg gelten ab dem 19.04.2021 verschärfte Corona-Regeln bis zum 03.05.2021 und nehmen quasi die Bundes-Notbremse schon vorweg. Durch die vom Bundeskabinett beschlossene Änderung des Infektionsschutzgesetzes könnten in Zukunft auch viele Corona-Regeln bundeseinheitlich festgelegt werden. Das hätte auch für die Verordnungen in Brandenburg Folgen. Es gibt inzwischen allerdings auch innerhalb der Regierung größere Bedenken wegen der Einführung einer nächtlichen Ausgangssperre.

Der aktuelle Corona-Stand in Brandenburg

Die Gesundheitsämter in Brandenburg haben nach dem Wochenende 290 neue Coronafälle innerhalb eines Tages gemeldet. Am Sonntag waren es 460 bestätigte Infektionen. Damit sank die Zahl zwar, die Gesundheitsämter melden die Daten in diesem Zeitraum allerdings verzögert. Die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sank leicht von 142,1 auf 141,3, wie das Gesundheitsministerium am Montag weiter mitteilte.
Nur der Kreis Barnim blieb den Angaben zufolge mit 93,9 unter der Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Bei Erreichen dieses Wertes gelten von diesem Montag an verschärfte Maßnahmen: Dazu gehören die Schließung der meisten Geschäfte sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen, aber auch eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr. Zudem gelten wegen der so genannten Notbremse schärfere Kontaktbeschränkungen.
Ab 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche in Landkreisen oder kreisfreien Städten müssen von Mittwoch an alle Schulen geschlossen werden, mit Ausnahme der Abschlussklassen und der Förderschulen. Der Landkreis Spree-Neiße lag bis zum Sonntag über dieser kritischen Marke. Am Montag lagen alle Kreise und kreisfreien Städte unter diesem Wert. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz verzeichnete Cottbus (189,6), gefolgt von den Kreisen Elbe-Elster (187,6) und Oberspreewald-Lausitz (187,4).

125 Corona-Intensivbetten sind noch frei

Aktuell werden 502 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus betreut, davon befinden sich 149 in intensivmedizinischer Behandlung, hiervon müssen 132 beatmet werden.
Landesweit sind in den Krankenhäusern von 695 Intensivbetten 570 derzeit belegt, 125 sind noch frei, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Montag hervorgeht.
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