Nahezu jeden Tag erreichen die Corona-Zahlen in Deutschland Rekordhöhen. Die vierte Corona-Welle trifft Deutschland und somit auch Brandenburg derzeit mit voller Wucht. Große Hoffnung, um die Welle zu brechen, wird derzeit in Booster-Impfungen gesetzt. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben Forschende die Bedeutung von Auffrischungsimpfungen betont. „Die Boosterimpfungen katapultieren den Impfschutz erneut deutlich nach oben“, erklärte Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen. Der Schutz vor einem schweren Verlauf sei nach vorliegenden Daten sogar effektiver als der kurz nach der zweiten Impfung. „Und auch der Schutz vor Ansteckung und Weitergabe einer Infektion ist sehr ausgeprägt und deutlich besser als bei Geimpften ohne die Auffrischung.“
  • Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter, die Inzidenzen sind so hoch wie nie
  • Aus Brandenburg meldet das RKI am Donnerstag, 25.11., eine Inzidenz von 655,7
  • Flächendeckend sollen nun Booster-Impfungen durchgeführt werden.
  • Wo kann ich eine 3. Impfung gegen Corona in Brandenburg bekommen?
  • Brauche ich vorher einen Antikörpertest?
  • Alle Infos zur Auffrischungsimpfung (Booster) gegen das Coronavirus

Corona-Impfung in Brandenburg: Wo bekomme ich die Booster-Impfung?

Seit dem 1. Oktober übernehmen Arztpraxen und Betriebsärzte die Impfungen gegen Covid-19 vollständig. Zuvor wurden auch in den Impfzentren Vakzine verabreicht. Die Zentren wurden aber zum 30.09.2021 in ganz Brandenburg geschlossen. In Berlin haben aber noch ein paar von ihnen geöffnet. Brandenburg hat aber angekündigt, vier neue zentrale Impfstellen im Land zu öffnen. Diese sollen in Cottbus (Öffnung am 7. Dezember), Dahme-Spreewald, Potsdam und Barnim entstehen.
In Brandenburg lassen sich immer mehr Menschen zur Auffrischung gegen das Coronavirus impfen. In der vergangenen Woche seien rund 80 Prozent mehr Impfungen in den Arztpraxen verzeichnet als in der Woche vorher, sagte Christian Wehry, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg. Er glaube, dass der Anstieg an der Diskussion um die sogenannte Booster-Impfung liege. Einen nÜberblick über die Impfstellen in Brandenburg gibt es auf der Internetseite www.brandenburg-impft.de.

Dürfen sich Brandenburger in Berlin gegen Corona impfen lassen?

Ja. Auf einem Informationsportal des Landes Berlin steht, dass sich dort alle Impfberechtigte impfen lassen können. „Dies sind Personen, die etwa in Deutschland ihren Wohnsitz, ihren ständigen Aufenthalt haben oder krankenversichert oder beschäftigt sind“, heißt es. Hier findet ihr eine Übersicht der Berliner Impfzentren.

Booster Impfung Corona: Ist ein Antikörpertest vorher notwendig?

Während die Rufe nach einer dritten Impfung gegen das Coronavirus immer lauter werden, fragen sich viele: Brauche ich diese überhaupt? Habe ich nicht eventuell noch genug Antikörper von der 2. Dosis? Sollte ich deshalb einen Antikörpertest machen, ehe ich die Booster-Impfung erhalte? Alle Infos zur Notwendigkeit eines Antikörpertests vor einer 3. Impfung lest ihr im folgenden Artikel:

Impfnachweis dritte Impfung: Im digitalen Pass

Auffrischungsimpfungen können im digitalen Impfnachweis angezeigt werden. Die Dokumentation der Auffrischungsimpfung läuft genauso ab, wie bei Erst-, Zweit- oder Booster-Impfungen nach einer Genesung. Das heißt, nach Erhalten der Booster-Impfung wird ein QR-Code ausgeteilt, den man in die Corona-Warn-App oder die CovPass-App einscannen kann. In Apotheken kann nachträglich ein digitaler Impfnachweis ausgestellt werden.
Die Auffrischungsimpfungen, die seit September 2021 angeboten werden, stellen eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme dar. Ein bisher erreichter Status eines vollständigen Impfschutzes nach nationalen Regelungen gilt derzeit weiterhin fort. Die Gültigkeitsdauer von europäischen (EU)-Impfzertifikaten bleibt von dem Angebot einer Auffrischungsimpfung unberührt.

Booster gegen Corona: Es ist ausreichend Impfstoff vorhanden

Die so genannten Booster-Impfungen hätten nun in Pflegeheimen und bei älteren Menschen Priorität, betonte Nonnemacher. Aber auch anderen Personen könnten nach ärztlicher Beurteilung Auffrischungsimpfungen angeboten werden, die diese nach Ablauf von sechs Monaten nach Abschluss der ersten Impfserie wünschten.
Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Peter Noack, erklärte, es sei ausreichend Impfstoff vorhanden und die Impfungen würden von den Haus- und vielen Fachärzten im Land angeboten. „Im Sommer haben die Praxen mit 100.000 Impfungen in einer Woche ihre Leistungsfähigkeit bewiesen“, sagte Noack. Dagegen gab es in der vergangenen Woche in Brandenburg nur 26.000 Impfungen, davon 24.000 in Arztpraxen.
In Brandenburg lassen sich immer mehr Menschen zur Auffrischung gegen das Coronavirus impfen. In der vergangenen Woche seien rund 80 Prozent mehr Impfungen in den Arztpraxen verzeichnet als in der Woche vorher, sagte Christian Wehry, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg am Montag. Er glaube, dass der Anstieg an der Diskussion um die sogenannte Booster-Impfung liege. Im bundesweiten Vergleich liegt Brandenburg bei den Auffrischungsimpfungen mit einem Anteil von 2,2 Prozent der Bevölkerung allerdings fast ganz hinten, nur Sachsen hat laut Robert Koch-Institut eine etwas geringere Quote.

Erst 60 Prozent der Bevölkerung in Brandenburg vollständig gegen Covid-19 geimpft

Das Ministerium verwies in der Mitteilung darauf, dass das Robert Koch-Institut (RKI) die Gefährdung der nicht vollständig geimpften Bevölkerung in Deutschland als „sehr hoch“ einschätze. Für vollständig Geimpfte werde die Gefährdung dagegen als moderat eingeschätzt. In Brandenburg sind allerdings erst 61,7 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft - damit liegt die Mark gleichauf mit Thüringen (62,1) vor Schlusslicht Sachsen (57,8 Prozent) auf dem vorletzten Platz der Bundesländer. Knapp 6,6 Prozent Brandenburger haben bis 24.11. eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Gesundheitsminister wollen Booster-Impfung für alle nach sechs Monaten

Impf-Verstärkungen („Booster“) rücken immer stärker zum Abflachen der Welle in den Blick. Und Bund und Länder wollen dazu nach einigen Debatten jetzt ein klares Signal senden: „Boostern nach sechs Monaten sollte die Regel werden, nicht die Ausnahme“, sagte Spahn. Konkret sind es zunächst Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen, Pflegebedürftige und Gesundheitspersonal, die nun Auffrischungen bekommen sollen - sie waren beim Impfstart zu Jahresbeginn auch als erste an der Reihe. Insofern sei das prinzipiell auch kein Gegensatz zur Ständigen Impfkommission (Stiko), machte Spahn deutlich. Das Gremium empfiehlt „Booster“ vorerst enger gefasst etwa ab 70 Jahren.
Nach und nach sollen dann aber auch Millionen weitere Geimpfte Auffrischungen bekommen. Daher seien neben den Praxen auch öffentliche Angebote nötig, betonte Spahn. Die Länder beschlossen, dass dafür insbesondere mobile Impfteams an den Start gehen sollen. Bisher haben gut 2,5 Millionen Geimpfte eine Auffrischung bekommen, mehr als zehn Millionen kämen aktuell aber schon in Frage.

Corona-Lage in Brandenburg: Vier Landkreise mit Corona-Inzidenz über 1000

Die Corona-Lage verschärft sich vor allem im Süden von Brandenburg rasant:
  • In Brandenburg sind mitlerweise vier Landkreise über die Inzidenz-Marke von 1000 gesprungen. Am Donnerstag, 25.11.2021, wurde aus Dahme Spreewald der Wert 1038,6 gemeldet.
  • Einen Tag zuvor hatte Spree-Neiße diese Marke erreicht. Am Donnerstag bettrug die Inzidenz hier 1140,6..
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg im Kreis Elbe-Elster auf 1474 - das ist Daten des Robert Koch-Instituts zufolge derzeit einer der höchsten bundesweit in einem Landkreis.
  • In Oberspreewald-Lausitz wurde ein Wert von 1149,5 ermittelt..
  • In Barnim sind es dagegen 378,5.