Das Nachbarland Polen wird am Sonntag auf der Corona-Risikoliste der Bundesregierung vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft.
Damit entfällt die Corona-Testpflicht vor der Einreise von Polen nach Deutschland auf dem Landweg. Es reicht dann wieder, wenn man sich bis zu 48 Stunden nach der Einreise testen lässt. Für Risiko-Gebiete gilt allerdings weiterhin die Quarantäne-Pflicht. Das bedeutet, wer aus Polen nach Deutschland einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Mit einem Negativtest kann diese Zeit auf fünf Tage verkürzt werden.

Quarantäne-Pflicht gilt nicht für vollständig Geimpfte

Die Quarantäne-Pflicht entfällt allerdings für Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Die Staatskanzlei hatte mitgeteilt, dass sich Ein- und Rückreisende aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten nicht mehr in häusliche Isolation begeben müssen, wenn sie seit mindestens 14 Tagen den vollständigen Impfschutz mit einem der in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe erhalten haben.

Polen verlängert Maßnahmen bis 5. Juni

Polen hat allerdings die geltenden Grenzmaßnahmen für Einreisende aus Deutschland bis zum 5. Juni 2021 verlängert. Das hat die Stadt Frankfurt (Oder) am Freitag (7. Mai) mitgeteilt. Nach einer Verordnung des Ministerrates unterliegen Personen, die aus Deutschland nach Polen einreisen, weiterhin der Quarantäne- und Testpflicht. Der kleine Grenzverkehr ist allerdings seitens Polens für negativ getestete, genesene und vollständig geimpfte Personen offen.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Polen-Beauftragter der Bundesregierung, zeigte sich erfreut über die kommenden Erleichterungen.

Woidke bedauert Probleme beim Grenzverkehr

„Trotz einiger Probleme in der praktischen Umsetzung, die ich für die Betroffenen sehr bedaure, ist es uns und Polen in den vergangenen Wochen gut gelungen, den Grenzverkehr offen zu halten“, teilte Woidke am Freitag mit. „Unser Ziel war und ist Grenzschließungen, wie noch letztes Jahr, unbedingt zu verhindern. Das muss auch künftig gelten.“ Er freue sich, wenn mit weiter sinkenden Corona-Inzidenzwerten das gute nachbarschaftliche und freundschaftliche Miteinander möglichst bald wieder auflebe.
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