Die AfD-Fraktion hatte die Aktuelle Stunde unter dem Titel "Brandenburg vor dem Bildungsnotstand?" beantragt. Ernst beantwortete die Frage gleich zu Beginn ihrer Rede: "Die Antwort lautet Nein!"
Erst nach den Ergebnissen der Untersuchungen werde darüber entschieden, ob es auch an Samstagen oder in den Herbstferien Förderunterricht geben müsse, hatte Ernst bereits in der Bildungsdebatte am Mittwoch erklärt. Sie hatte aber zu erkennen gegeben, dass sie ein Unterrichtsangebot am Wochenende wegen der Beeinträchtigung für das Familienleben grundsätzlich kritisch sieht.
Der AfD-Bildungsexperte Dennis Hohloch hatte der Ministerin in der Debatte vorgeworfen, die Landesregierung habe mit ihren "Fehlentscheidungen" die Zukunftschancen der Kinder und Jugendlichen nachhaltig beschädigt. "Was planen Sie, dass diese Schüler nicht endgültig abgehängt werden?", fragte er. Aus Sicht der AfD sei Förderunterricht an den Samstagen unbedingt notwendig, um den versäumten Stoff nachzuholen.
Widerspruch kam dazu auch von anderen Fraktionen. Die Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion, Kathrin Dannenberg, warnte davor, die Schüler zu sehr zu belasten. "Samstags- und Ferienunterricht wird es mit uns nicht geben", betonte die Oppositionspolitikerin. "Wir brauchen keinen zusätzlichem Unterricht in den Ferien und am Wochenende, sondern individuelle Förderung", erklärte auch Grünen-Fraktionschefin Petra Budke.
Der CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann wiederum verwies darauf, dass die Ministerin erst nach der Lernstandsanalyse darüber entscheiden könne, ob es zusätzlichen Unterricht an Samstagen oder in den Herbstferien geben müsse. "Dazu muss das Ministerium im von ihm selbst auferlegten Zeitrahmen Antworten liefern und wird dies auch tun", sagte Hoffmann.