• Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland steigen weiter.
Lange haben sich Bund und Länder zusammengerauft im Kampf gegen das Coronavirus. Doch zuletzt klappte es nicht mehr mit der gemeinsamen Linie. Das Kabinett hat deshalb am Dienstag Ergänzungen des Infektionsschutzgesetzes beschlossen, die der Bundesregierung vorübergehend mehr Durchgriffsrechte verschaffen. Der Bundestag muss zustimmen, auch der Bundesrat kommt noch zum Zug. Wie kommen Friseure in Brandenburg bei der aktuellen Änderung des Infektionsschutzgesetzes und der Notbremse im Bundes-Lockdown weg?

Friseure in Brandenburg dürfen weiter öffnen - mit Maske und Testpflicht

Die Bundes-Notbremse sieht vor: Wenn die 7-Tage-Inzidenz (Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) an drei aufeinander folgenden Tagen die Schwelle von 100 überschreitet, so sollen dort ab dem übernächsten Tag schärfere Maßnahmen gelten. Diese sollen so lange in Kraft bleiben bis die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen die Schwelle von 100 unterschreitet - dann treten die Extra-Auflagen am übernächsten Tag wieder außer Kraft.
Aufatmen können trotz der Änderungen unter anderem die Friseure in Brandenburg. Trotz Notbremse und erneuten Schließungen dürfen die Salons weiter geöffnet bleiben. In den geplanten Gesetzesänderungen sind Dienstleistungen mit körperlicher Nähe zum Kunden zwar untersagt. Ausgenommen sind aber Dienstleistungen, „die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie Friseurbetriebe“. Dabei müssen in der Regel FFP2-Masken oder Masken mit gleicher Schutzwirkung getragen werden. Wer zum Friseur will, muss ein höchstens 24 Stunden altes negatives Testergebnis vorweisen.

Friseure dürfen öffnen: Salons in Brandenburg bislang noch ohne Testpflicht

Bislang durften Friseurbetriebe in Brandenburg zwar unter strengen Hygieneauflagen schon öffnen - aber noch ohne Testpflicht. Zu den Auflagen gehören unter anderem die Steuerung und Beschränkung des Zutritts, verpflichtendes Tragen einer medizinischen Maske durch alle Kunden sowie das verpflichtende Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch alle weiteren Personen, Erfassen von Personendaten der Kunden und regelmäßiger Austausch der Raumluft durch Frischluf.
"Körpernahe Dienstleistungen", also Kosmetik- und Nagelstudios, Massagepraxen, Tattoostudios, Sonnenstudios und ähnliche Betriebe können ebenfalls unter Auflagen ihre Dienste anbieten. Sofern keine Maske getragen werden kann, müssen Kundinnen und Kunden einen tagesaktuellen bestätigten negativen Corona-Schnelltest vorweisen oder vor Ort einen Selbsttest machen.
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