Die Menge an Corona-Impfstoff ist in Brandenburg vorerst so begrenzt, dass über die Hotline nur noch wenige neue Termine vergeben werden. „Die Impfungen in stationären Pflegeeinrichtungen haben Priorität“, teilte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montag mit. Allen rund 25.000 Bewohnern von Pflegeheimen solle bis Mitte Februar ein Impfangebot gemacht werden. „Es wird perspektivisch aber genug Impfstoff für alle Impfwilligen zur Verfügung stehen.“

Bis Mitte Februar drei Prozent der Bevölkerung impfen

Bis Mitte Februar könnten laut Ministerium 84.000 Menschen geimpft werden. Das wären etwas mehr als drei Prozent der Bevölkerung. Insgesamt rund 280.000 Menschen sollen zuerst geimpft werden - das sind über 80-Jährige, Pflegeheimbewohner, Pflegepersonal, Gesundheitspersonal mit hohem Ansteckungsrisiko.
Bisher hat Brandenburg dem Gesundheitsressort zufolge 58.500 Impfstoffdosen von Biontech und Pfizer erhalten; bis diesen Dienstag sollen 2400 Dosen von Moderna hinzukommen - das sind insgesamt knapp 61.000. Bis Mitte Februar sollen es 168.000 Impfdosen werden.

Impfzentrum Schönefeld startete

Über die Rufnummer 116 117 seien bisher für rund 16.000 Menschen zwei Impftermine in den Impfzentren Potsdam, Cottbus und Schönefeld vergeben worden, hieß es. Das Zentrum in Schönefeld startete am Montag. Derzeit können laut Kassenärztlicher Vereinigung nur Termine für die nächsten drei Wochen vereinbart werden. In Krankenhäusern sei geplant, bis Ende Februar rund 30.000 Beschäftigte zweimal zu impfen, in Pflegeheimen sei bis Ende Januar das zweimalige Impfen für 21.250 Menschen vorgesehen.
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