Die Priorisierung bei den Corona-Impfungen nach Altersgruppen und anderen Kriterien wird in Brandenburg am kommenden Montag komplett aufgehoben. Damit folge Brandenburg der Empfehlung des Bundes, bestätigte der Sprecher des Innenministeriums, Martin Burmeister, am Donnerstag. Dies gelte sowohl für die Arztpraxen, als auch für die Impfzentren. Somit kann sich dann jeder Bürger um einen Impftermin bemühen. Zuerst hatte die „Märkische Allgemeine“ (Donnerstag) berichtet.

Corona-Impfstoff ist nach wie vor knapp

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg sieht das aber sehr kritisch. Der Impfstoff sei in Brandenburg nach wie vor knapp, betonte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Christian Wehry. „Die Bestellmengen für die Hausarztpraxen sind immer noch stark quotiert“, berichtete Wehry. „So konnten für die kommende Woche pro Arzt nur maximal 18 Dosen von Biontech/Pfizer bestellt werden.“
Wehry fürchtet daher, dass der ohnehin schon stehende Ansturm auf die Arztpraxen ab Montag noch stärker wird. „Das wird für viele Frust und Ärger bei den Impfwilligen und große Probleme in den Praxen führen.“
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